Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 17-04109-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Zur Anfrage der Bündnis 90 - DIE GRÜNEN vom 2.03.2017 (17-04109) wird wie folgt Stellung genommen:

 

Zu Frage 1:

 

Der Prozess zur Umsetzung des regionalen Umsetzungs- und Investorenkonzepts führte seit seiner Initiierung durch die Allianz für die Region immer wieder dazu, dass unterschiedliche Projektideen zur Stärkung der Freizeitangebote im Dialog mit den involvierten Partnern auf ihre Umsetzbarkeit geprüft wurden. Insofern ist die Stadt Braunschweig in unterschiedlichen Dezernaten und Themenbereichen betroffen. Die zuletzt geprüften konkreten Projekte waren „Fahrradtourismus“ und „Museumslandschaften“.

 

Den Sachstand zum Projekt „Museumslandschaften“ wird wie folgt dargestellt:

 

Die Verwaltung hat für die bessere Vermarktung der Braunschweiger Museumslandschaft von der Allianz für die Region 2014 25.000 € erhalten.

 

Die Entwicklungsschritte im Einzelnen:

Anfangs war intendiert, eine von allen Museen gemeinsam sowie weiteren Drittmittelgebern finanzierte Personalstelle, als Schnitt-und Koordinierungsstelle, für zunächst 2 Jahre als Pilotphase temporär zu installieren. Hier sollten Vertrieb und Marketing für alle Braunschweiger Museen abgewickelt werden.

Dieser erste Ansatz ließ sich nicht umsetzen; in einem zweiten Schritt wurden im Verlauf des Jahres 2014 zwei Workshops, unter der Leitung Herrn Prof. Fritz vom Institut für Marketingwissenschaften an der TU in Braunschweig durchgeführt. Im April 2015 hat das Ministerium für Wissenschaft und Kultur in die Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund in Berlin eingeladen; im Ergebnis wurde danach der Entwicklung einer gemeinsamen Dachmarke aller Braunschweiger Museen der Vorzug gegeben.

Dieser Prozess wurde zunächst unterbrochen, weil die Entwürfe der von der Museumsrunde beauftragten Agentur nicht überzeugen konnten. Für die Entwicklungskosten der Dachmarke haben die drei Landesmuseen die Mittel der Allianz für die Region in voller Höhe erhalten um die anfallenden Rechnungen zu begleichen. Für die Leistungen „Markenfindung, Logo, Claim“ sowie „Gemeinsamer Workshop und Kennenlernen der Museen in Braunschweig“ hat die beauftragte Agentur insgesamt 11.424,00 € erhalten. Der Rest, mithin 13.576,00 €, wurde im Oktober 2016 von den Niedersächsischen Landesmuseen Braunschweig an die Stadt Braunschweig zurücküberweisen.

 

Mit den restlichen Mitteln, eine Ausschreibung ist in Vorbereitung, wird jetzt eine sog. landingpage erstellt, die niedrigschwellig (mit Abbildungen aus den Häusern und/oder Kunstwerken der Dauerausstellung oder Sonderausstellungen) und unter dem Domain-Namen Braunschweig.museum die Besucher auf alle Museen aufmerksam machen soll. Allen Museen bleibt freigestellt, ob sie Teil dieser Initiative werden wollen. Die landingpage soll Mitte des Jahres online gestellt werden.

 

Der Sachstand zum Projekt „Masterplan Fahrradtourismus“ ist nach Rücksprache mit der Allianz für die Region wie folgt:

 

Der Masterplan Fahrradtourismus wurde beim ZGB angesiedelt und vorangebracht, aber noch nicht abgeschlossen. Es wird derzeit an verschiedenen Themenstellungen gearbeitet, so wird z.B.  die Machbarkeitsanalyse des Radschnellwegs Braunschweig-Wolfsburg von der Allianz für die Region erwartet, um weitere Maßnahmen denken zu können. In einem nächsten Schritt könnten dann die Aufnahmepunkte für eigene Stadtradringe (Ringgleis, Stadtradring Wolfsburg) definiert werden um das Ganze attraktiv zu gestalten. Ein regionales Leitsystem für Fahrräder wurde bisher nicht weiterverfolgt.

 

Zu Frage 2:

 

Die für das Regionale Umsetzungs- und Investorenkonzept (RIK) bisher nicht verbrauchten Mittel sind wieder dem allgemeinen Haushalt zugeflossen. Im Haushaltsjahr 2016 wurden aus diesem Ansatz für die Genehmigung, Herstellung und Montage der touristischen Hinweisbeschilderung zur Wiedereröffnung des Herzog Anton-Ulrich-Museums Mittel bereitgestellt. Die Kosten beliefen sich auf 7.421,51 €. Die Beschlussfassung dazu erfolgte nach der Vorbereitung durch den Wirtschaftsausschuss am 26. August 2016 durch den Verwaltungsausschuss am 6. September 2016 (DS 16-02822).
 

Zu Frage 3:

 

Die Allianz für die Region ist derzeit dabei ein regionales Tourismuskonzept zu entwickeln. Dieses ist die Basis zur Einwerbung von EFRE-Mitteln zur Schaffung und Verbesserung touristischer Infrastruktur. Die Verwaltung plant unter Einbeziehung des ATB und der Braunschweig Stadtmarketing GmbH in 2017 Mittel für die Ausarbeitung eines Tourismuskonzeptes für Braunschweig einzusetzen.
 

 

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