Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 17-04452-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Die Anfrage der CDU-Fraktion vom 27.04.2017 [17-04452] wird wie folgt beantwortet:

 

Zu Frage 1:

Die Beantwortung der Frage 1 erfolgt für den Sachstand Mai 2017:

Es werden aktuell ca. 50 Geflüchtete von 4 Lehrkräften in drei Anfänger-Kursen inklusive eines Alphabetisierungskurses unterrichtet. Acht weitere Geflüchtete befinden sich in Kursen mit dem Ziel, die (sprachliche) Hochschulzugangsberechtigung zu erlangen. Am 22.05.2017 wird ein neuer Anfängerkurs mit 20 Teilnehmern starten.

Grds. wird jeder Kurs von mindestens einer Lehrkraft unterrichtet.

 

Ergänzt wurde und wird das Konzept der Sprachkurse durch Kurse bei den Wohlfahrtsverbänden und Vereinen sowie insbesondere durch die zahlreichen Angebote von ehrenamtlichen Lehrkräften, die in den Unterkünften und jetzigen Wohnstandorten kontinuierlich einen erheblichen Anteil zur sprachlichen Integration der Geflüchteten beitragen. An allen Standorten wurden und werden in Einzel- und Gruppenförderung die Bewohner zu ersten sprachlichen Schritten befähigt, bevor sie einen Kurs aufnehmen und später das Gelernte in alltagsgerechten Sprachübungen festigen können.

 

 

Qualifikationen der Kursleiter/innen

In den Kursen für Geflüchtete sind die Anforderungen nicht so hoch wie im regulären Deutsch als Fremdsprache-Bereich. Vom Land Niedersachen hat die VHS kaum Vorgaben. Es ist der VHS sehr wichtig, dass die Lehrenden entweder eine pädagogische Ausbildung absolviert haben oder aber viel Erfahrung vorweisen können. Die VHS arbeitet derzeit hauptsächlich mit angehenden Lehrerinnen zusammen, die entweder ihr Studium abgeschlossen haben oder noch dabei sind.

Folgende Kriterien werden vorausgesetzt:

-          Pädagogischer Hintergrund (durch Studium oder aber Erfahrung im Bereich „Deutsch als Fremdsprache“)

-          Zertifikat „Deutsch als Fremdsprache“ ist wünschenswert aber keine Voraussetzung

-          Teamfähigkeit (in den Kursen arbeitet die VHS normalerweise mit 2 festen Kursleitern/innen)

-          Flexibilität

 

 

 

 

 

 

Zu Frage 2:

Die Betreuung an den Wohnstandorten erfolgt durch städtisches Personal. Jeweils ganztags befinden sich eine Sozialpädagogin/ein Sozialpädagoge und ein Hausmeister (7.30 Uhr bis 16.00 Uhr) vor Ort. Halbtags ist eine Verwaltungskraft eingesetzt. Montag bis Freitag von 16.00 Uhr bis 7.30 Uhr und an den Wochenenden rund um die Uhr ist ein Sicherheitsdienst eingesetzt, um 24 Stunden einen Ansprechpartner vor Ort sicherzustellen.

 

Zu Frage 3:

Aufgrund der Aktivitäten der im März 2016 eingerichteten Koordinierungsstelle „Ehrenamt zur Integration von Geflüchteten“ haben sich an allen Standorten zur Unterbringung von Geflüchteten (Sporthallen, geplante Wohneinrichtungen mit Ausnahme des Standortes Mendelssohnstraße) insgesamt 13 Netzwerke (Runde Tische Flüchtlingshilfe) gebildet, in denen sich ca. 500 Ehrenamtliche zur Unterstützung der Flüchtlinge in Form einer Nachbarschaftshilfe engagieren bzw. engagieren wollen. Um sich für dieses besondere bürgerschaftliche Engagement in der Geflüchtetenhilfe zu bedanken und den bisherigen ehrenamtlichen Einsatz der Bürgerinnen und Bürger zu würdigen, ist vorgesehen, nach den Sommerferien eine Ehrungsveranstaltung im Altstadtrathaus (Dornse) auf Einladung des Oberbürgermeisters durchzuführen, bei der auch „Ehrenamtliche der ersten Stunde“ (2015) eingeladen werden sollen.
 

 

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