Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 17-04547-01
Grunddaten
- Betreff:
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Sachstandsanfrage Neubau Okerbrücke "Grund"
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr
- Beteiligt:
- 10 Fachbereich Zentrale Dienste; 0600 Baureferat
- Verantwortlich:
- Leuer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 212 Heidberg-Melverode
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zur Kenntnis
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24.05.2017
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Anfrage der CDU-Fraktion vom 10. Mai 2017 wird wie folgt Stellung genommen:
Aktuell werden die Ausschreibungsunterlagen auf der Grundlage des politisch beschlossenen Brückenentwurfes erstellt. Die Vergabe der Bauleistungen ist im Herbst 2017 vorgesehen. Nach der werkseitigen Fertigung von Brückenteilen wird der Baubeginn vor Ort im Frühjahr 2018 erfolgen. Die Arbeiten für den Brücken- und Wegebau werden voraussichtlich im Herbst 2018 abgeschlossen sein.
Für die Mitarbeiter des DLRG wird im Zuge des Wegebaus ersatzweise ein Parkplatz nordöstlich der Brücke angelegt.
Die Hennebergbrücke ist als Rahmenbauwerk mit einem Stahlhohlkasten ausgeführt worden. Dieser Brückentyp bedingt eine große Trägerhöhe im Bereich der Widerlager. Im Fall der Brücke Grund würde im Vergleich zu der jetzt gewählten Fachwerkbrücke eine zusätzliche Bauhöhe von ca. 60 cm benötigt, da die Unterkante der Brücke durch die Höhe des sog. Hundertjährigen Hochwassers (HQ 100) festgelegt ist. Da die Wege zur Brücke für mobilitätseingeschränkte Personen ein Gefälle von 6% nicht überschreiten sollen, wäre, im Vergleich zur Fachwerkbrücke, der Einbau von zusätzlich ca. 500 m³ Boden erforderlich. Der somit für den Hochwasserschutz verlorengehende Retentionsraum müsste an anderer Stelle neu geschaffen werden. Dies ist schon beim Bau der Wegeanschlüsse der Fachwerkbrücke mit einem voraussichtlich 800 m³ auszugleichenden Retentionsraum sehr schwierig und kostenintensiv.
Des Weiteren bedarf der Bau eines Rahmenbauwerks, wie auch bei der Hennebergbrücke, einer Bohrpfahlgründung. Am westlichen Ufer ist weder die Erreichbarkeit noch eine ausreichend große Aufstellfläche für das Bohrgerät vorhanden. Die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen würde die Herstellungskosten unverhältnismäßig erhöhen.
Eine Bauweise analog der Hennebergbrücke ist deshalb keine Alternative.
