Rat und Stadtbezirksräte
Antrag (öffentlich) - 17-04710
Grunddaten
- Betreff:
-
Dringlichkeitsantrag: Erhalt der Sprachlernklasse an der Raabeschule
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Stadtbezirksrat 212
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 212 Heidberg-Melverode
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Entscheidung
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24.05.2017
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Dringlichkeit: Erst am 11. Mai 2017 hat die Braunschweiger Zeitung über die geplante Auflösung der Sprachlernklasse an der Raabeschule berichtet, am 16. Mai erschienen mehrere Leserbriefe dazu. Da noch inhaltliche Recherchen notwendig waren, war eine Antragstellung innerhalb der in der Geschäftsordnung gesetzten Frist nicht möglich.
Zur inhaltlichen Begründung:
Laut Erklärung der Landeschulbehörde sollen sechs der zwölf Braunschweiger Sprachlernklassen zum Ende dieses Schuljahres aus Kostengründen aufgelöst werden. Darunter ist nach den Plänen des Landes auch die Sprachlernklasse an der Raabeschule - somit die einzige an einem Gymnasium. Obwohl die Zahl der nach Braunschweig kommenden Flüchtlinge in den vergangenen Monaten drastisch gesunken ist, bedürfen die hier lebenden Jugendlichen natürlich einer besonderen sprachlichen Betreuung in der Schule, um schnellstmöglich die deutsche Sprache zu erlernen. Die derzeitigen Sprachlernklassen vermitteln bekanntermaßen nicht nur Sprache, sondern auch wichtige Informationen über Deutschland, unsere Kultur und unser Lebensgefühl. Einfache Sprachförderung kann die intensive Betreuung in der Förderklasse nicht einmal ansatzweise ersetzen! Es ist daher ein großer Fehler, aus Kostengründen - besonders vor dem Hintergrund weiter steigender öffentlicher Einnahmen - auf die Sprachlernklassen zu verzichten.
Diese Thematik ist nicht neu im Bezirksrat, zumindest für diejenigen, die schon längere Zeit dabei sind: Bereits zum Ende des Schuljahres 2003/2004 sollte der Deutsch-Förderunterricht an der damaligen Haupt- und der Realschule im Heidberg beendet, die Sprachlernklassen aufgelöst werden. Mit einem einstimmigen Votum des Bezirksrates in der Sitzung am 24. März 2004 - und der entsprechenden medialen Berichterstattung - konnte dies verhindert werden und auch in den Folgejahren konnte die Förderklasse hervorragende Arbeit zur Integration von Jugendlichen leisten. In ihrem am 16. Mai in der Braunschweiger Zeitung veröffentlichten Leserbrief schreibt Anja Hallermann, die über zehn Jahre als Lehrerin in ebendieser Sprachlernklasse im Schulzentrum Heidberg gearbeitet hat, dass sie geschockt und sprachlos über diese Entscheidung sei. Die Arbeit in der Sprachlernklasse war eine äußerst sinnvolle und viele ihrer "Schüler haben es trotz großer Schwierigkeiten geschafft, einen guten Schulabschluss zu machen. Sie leisten heute sinnvolle Arbeit in den von ihnen erstrebten Berufen." Hallermann schreibt weiter, dass bereits zur damaligen Zeit etliche Schüler das Gymnasium hätten besuchen können, aufgrund der seinerzeit fehlenden Sprachlernklasse dieses aber nicht konnten und damit unterfordert waren.
Für die CDU-Fraktion ist völlig unverständlich, dass jungen Migranten - egal ob Flüchtlinge, Aussiedler oder aus anderen Gründen nach Braunschweig gekommen - der Weg auf das Gymnasium versperrt bleiben soll, weil die einzige Sprachlernklasse an einem Braunschweiger Gymnasium aus Kostengründen geschlossen werden soll.
gez.
Thorsten Köster
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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1,8 MB
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