Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 17-04967

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Schilddrüsenerkrankungen nahmen nicht zufällig seit Beginn des Atomzeitalters stark zu. Die Auswirkungen atomarer Partikel wie insbesondere das Jodnuklid 131 auf den menschlichen Körper, und gerade auf die Schilddrüse, sind wissenschaftlich unbestritten.

 

Die radioaktiven Jod-Partikel kommen über die Luft, schleichen sich durch undichte Ritzen in den Fenstern und Türen, der Mensch atmet die Luft ein, kann nicht zwischen guter und schlechter Luft unterscheiden. Nach dem Inhalieren breiten sich die  Partikel im Körper aus. Auch über die Haut können sie in den Körper gelangen. Dann lagern sie sich im Gewebe an und entfalten ihre zerstörerische Kraft.

Das Radionuklid Iod 131 etwa gehört zu den Beta-Minus-Strahlern. Das heißt, aus dem Nuklid schießen laufend Elektronen in die Umgebung. Alle biologischen Moleküle, auch das Wasser im Körper, bremsen diese Strahlung ab und setzen dabei schädliche Energie in den betroffenen Organen wie z.B. der Schilddrüse frei.

 

In der SPD-Zeitung „Redezeit“ (Ausgabe Juni 2017) war zu lesen: „Das Ministerium hat uns mitgeteilt, dass dazu noch Gutachten des TÜV zu den Ableitungen von radioaktiven Stoffen über Luft und Wasser auf Basis der Strahlenschutzverordnung ausstehen“, fasst Bratmann zusammen. Sicher sei jedoch schon jetzt, dass seitens der Unternehmen eine deutliche Reduzierung der Ableitungswerte für Luft für die Jodnuklide erfolgen muss.“

 

Daraus lässt sich schließen, dass derzeit die Luft-Ableitungswerte für die Jodnuklide zu hoch sind.

 

Vor diesem Hintergrund stellen wir folgende Fragen:

 

1) Ist die Stadt über diese erhöhten Abluftwerte von den zuständigen Behörden und Ministerien in Kenntnis gesetzt worden?

2) Mit welchen Maßnahmen, Instrumenten etc. sieht sich die Stadt in der Lage, ihre BürgerInnen vor den erhöhten Jodnukliden zu schützen?

 

 
 

 

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