Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 17-05217

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

Die Stadt Braunschweig beteiligt sich über die Projektlaufzeit von 3 Jahren (01.11.2017 – 31.10.2020) mit einem Betrag von 108.000 € (36.000 € p. a.) an dem Gemeinschaftsprojekt „Regionales Innovationsscouting“ der Partner Technische Universität Braunschweig und Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH.

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Mit der Vorlage 16-01813 wurde im Jahr 2016 beschlossen, dass die Stadt Braunschweig sich über eine Projektlaufzeit von 48 Monaten mit einem Betrag von insgesamt 120.000 € (30.000 € / 12 Monate) an dem Projekt „Wissens- und Technologietransfer - Technologiescout“ beteiligt.

 

Ziel des Vorhabens war es, kleine und mittlere Unternehmen gemäß der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für die Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen zu Wissens- und Technologietransfer“ verstärkt in das Innovationsgeschehen einzubeziehen und insbesondere den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit mit den regionalen wissenschaftlichen Einrichtungen zu unterstützen.

 

Die Stadt Braunschweig, die Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH und die Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft Landkreis Peine mbh hatten beabsichtigt, zur Durchführung des Projektes ein auf vier Jahre angelegtes Konsortium zu gründen. Konsortialführer und Projektkoordinator sollte die wito gmbh werden. Außerdem sollte über die o. g. Richtlinie ein Zuschuss bei der NBank beantragt werden.

 

In den weiteren vertiefenden Gesprächen hinsichtlich der Ausgestaltung des Förderantrages sowie der damit verbundenen konkreten Ausrichtung des Projektes und der zukünftigen Zusammenarbeit der beteiligten Akteure wurde deutlich, dass anfangs nicht erkennbare Problematiken bestanden. Insbesondere die inhaltliche Ausrichtung der Partner war im Hinblick auf die Umsetzung sehr unterschiedlich. Darüber hinaus wurde deutlich, dass der Ansatz, das Verständnis der Rolle und das Herangehen auf dem Gebiet des Wissens- und Technologietransfers sich kaum unter die o. g. Richtlinie im Hinblick auf einen etwaigen Zuschuss fassen lässt. Aufgrund der o. g. Rahmenbedingungen war somit eine Realisierung des Projektes nicht möglich.

 

Da nachhaltige, kontinuierliche und breit angelegte Innovationsaktivitäten aber sehr wichtige Voraussetzungen für die positive, langfristig orientierte Entwicklung Braunschweigs und der ansässigen Unternehmen sind, soll das Thema Technologietransfer seitens der Wirtschaftsförderung nach wie vor prioritär bearbeitet und außerdem noch intensiviert werden.

 

 

Aus diesem Grund soll daher nun das Projekt „Regionales Innovationsscouting“ umgesetzt werden, mit dem die Partner Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH, TU Braunschweig und Stadt Braunschweig auf dem Gebiet des klassischen Wissens- und Technologietransfers, speziell in Bezug auf Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft enger zusammenzuarbeiten werden.
 

Im Wesentlichen wird sich die TU Braunschweig mit der praktischen Durchführung der Projektaufgaben, die im Zusammenhang mit dem Innovationsscouting stehen, befassen. Im Vordergrund stehen dabei Unternehmensbesuche und die Erhebung des Innovationsbedarfs der besuchten Wirtschaftsunternehmen. Vorrangig sollen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kontaktiert und besucht werden. Die Braunschweig Zukunft GmbH, welche die inhaltliche Begleitung des Projektes übernimmt, und die Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH werden diese Besuche durch Kontaktvermittlung, teilweise Begleitung und ggf. thematische Vorbereitung unterstützen.

 

Für die Durchführung des Projekts wird die TU Braunschweig eine Stelle im Umfang von drei Vierteln einer Vollzeitstelle bereitstellen. Zudem ist geplant, dass die Stadt Braunschweig 36.000,00 € und die Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH 18.000,00 € im Rahmen einer Zuwendung jährlich für das Projekt bereitstellen. Der unterschiedliche Beitrag spiegelt unterschiedliche Mengengerüste der Unternehmenskontakte wider. Die Projektpartner gehen davon aus, dass jährlich ca. 45 Unternehmensbesuche (inkl. entsprechender Vor- und Nachbereitung) durchgeführt werden können. Diese verteilen sich analog der Zuwendungshöhe auf ca. 30 Besuche in Braunschweig und 15 in Salzgitter. Der Projektstart wird für den 1. November 2017 geplant, die Projektlaufzeit soll zunächst für drei Jahre angesetzt werden.

 

Dies ist einerseits ein Zeitraum der ausreicht, um schlagkräftige Projektstrukturen zu etablieren. Andererseits wird erwartet, dass sich erste Erfolge in Form konkreter Transferprojekte zwischen Wirtschaftsunternehmen und TU Braunschweig einstellen. Rechtzeitig vor dem Auslaufen des Projekts werden sich die Projektpartner darüber verständigen, ob und ggf. wie die aufgebauten Strukturen fortgeführt oder sogar verstetigt werden können.

 

Der Anteil der Stadt Braunschweig in Höhe von 108.000 € (36.000 € p. a.) soll aus dem Ansatz „Kofinanzierung von Projekten der Wirtschaftsförderung und der Fachkräfteentwicklung“ der Stabsstelle Wirtschaftsdezernat geleistet werden. Die bereits gebundenen Haushaltsmittel aus 2016 für das vorherige Projekt sind übertragen worden und stehen dementsprechend für das neue Projekt ebenfalls zur Verfügung.
 

 

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