Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 17-05158-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Zur Anfrage der SPD-Fraktion vom 17.08.2017 (17-05158) wird wie folgt Stellung genommen:

 

Zu Frage 1:

 

Die Verwaltung ist grundsätzlich immer bestrebt, Fördermittel für Maßnahmen auf dem Naturschutzsektor einzuwerben; dies dient einerseits einem sparsamen Umgang mit den städtischen Haushaltsmitteln und ermöglicht zugleich eine maximale Wirkung des Einsatzes der eigenen Mittel.

 

Da viele Förderprogramme nicht mit einer 100 %-Förderquote ausgestattet sind, ist hier i. d. R. die Verfügbarkeit eines gewissen Eigenanteils erforderlich, um die Förderung überhaupt generieren zu können; hierfür werden dann die verfügbaren Haushaltsmittel genutzt.

 

Ob für Renaturierungsmaßnahmen auf dem Gebiet des Bezirksrates 222 Fördermittel z. B. vom Land, Bund oder der EU mit Aussicht auf Erfolg einsetzbar wären, kann nur nach Prüfung im konkreten Einzelfall beantwortet werden; aktuell gibt es seitens der Verwaltung noch keine konkreten Pläne für einen derartigen Antrag.

 

Zu Frage 2:

 

In der Niederung des Fuhsekanals sind in den letzten Jahren bereits umfangreiche Maß­nahmen zur ökologischen Aufwertung, zum Teil im Rahmen eines Flurbereinigungs­verfahrens und zum Teil als Kompensationsmaßnahmen für Eingriffsvorhaben (z. B. Bebauungspläne; Baumaßnahmen der Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr) umgesetzt worden.

 

Dadurch sind die Abschnitte des Fließgewässers westlich von Broitzem sowie zwischen Broitzem und Gartenstadt/BAB A 391 schon umgestaltet worden. Fachliches Ziel war hier u. a. die Anreicherung der Landschaft mit den im Sachverhalt der Anfrage schon auf­geführten Elementen, die Umwandlung der früheren Ackernutzung auf den Nieder­moorböden der Fuhsekanalniederung zurück in Grünland sowie eine teilweise Umgestaltung des Gewässerprofils.


 

Das Gebiet des Bezirksrates 222 ist daneben ein Schwerpunkt des Hamstervorkommens (streng geschützt gemäß FFH-Richtlinie) in der Stadt und der Region. Fachliches Ziel ist hier ein regional ausgerichtetes, d. h. auch die benachbarten Landkreise einschließendes, Ver­netzungskonzept. Es handelt sich hierbei – ebenso wie bei der in der Anfrage genannten, wichtigen Waldvernetzung - um eine nur langfristig umzusetzende Aufgabe. Grund hierfür ist u. a. die Notwendigkeit und das Problem der Flächenbeschaffung.
 

 

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