Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 17-05373
Grunddaten
- Betreff:
-
Zuschussantrag des FUN Hondelage Projekt: Optimierung der vielfältigen Kulturlandschaft durch Anlage von Strukturelementen und Anpflanzung von Bäumen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz
- Verantwortlich:
- Leuer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Planungs- und Umweltausschuss
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Entscheidung
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12.09.2017
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Nach der Richtlinie des Rates über die Auslegung des Begriffes „Geschäfte der laufenden Verwaltung“ ist die Gewährung von unentgeltlichen Zuwendungen an Umweltverbände bis zur Höhe von 5.000 € ein Geschäft der laufenden Verwaltung.
Die Beschlusszuständigkeit des Planungs- und Umweltausschusses ergibt sich aus
§ 76 Abs. 2 NKomVG in Verbindung mit § 6 Ziff. 4 der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig.
Danach ist die Beschlussfassung über die Gewährung höherer Zuwendungen auf den Planungs- und Umweltausschuss übertragen worden.
Begründung:
Der Förderkreis Umwelt- und Naturschutz Hondelage e. V. (FUN) setzt sich seit vielen Jahren mit verschiedenen Projekten für einen umfassenden Naturschutz in Hondelage und Umgebung ein. Im Rahmen des Gesamtprojektes „Optimierung der vielfältigen Kulturlandschaft in einer Modellregion Hondelage“ sollen mit Unterstützung der Stadt folgende Teilprojekte realisiert werden:
Sicherung der Entwicklung der Biodiversität des Lebensraums Obstwiese,
insbesondere für die Indikatorart Steinkauz.
Förderung von bedrohten Zwergbinsen-Gesellschaften saisonal vernässter Äcker und
Teichböden durch Anlage einer Ackersenke.
Anlage eines Amphibiengewässers auf Grünland im Bereich Ziegelofen.
Die drei Teilprojekte werden aus Naturschutzsicht befürwortet.
Durch die Entwicklung des Lebensraumes Obstwiese profitieren neben Arten wie Feldhase, Rebhuhn und Neuntöter auch seltene Vogelarten wie Schwarz- und Braunkehlchen. Seit drei Jahren werden mehrere Schwarz- und ein Braunkehlchenpaar auf den Anpflanzungen beobachtet, seit 2015 auch ein Steinkauz.
Aus Artenschutzsicht sind die guten Lebensbedingungen dieses Lebensraumtyps zu erhalten und weiter zu entwickeln. Der FUN beabsichtigt abgestorbene Obstbäume zu ersetzen, die Vernetzung durch Anpflanzungen entlang von Feldwegen sowie Struktur-
verbesserungsmaßnahmen durch die Anlage von Totholz-, Stein- und Strohhaufen durchzuführen. Derartige Maßnahmen werden aus Naturschutzsicht begrüßt.
Die Anlage einer flachen Senke auf einer Wildackerfläche mit geeignetem Boden, die nach Niederschlägen temporär mit Wasser gefüllt bleibt, ist gut geeignet die Ausbreitung von bedrohten Zwergbinsen-Gesellschaften zu fördern.
Die Anlage eines Amphibiengewässers ist gut geeignet, seltene Amphibienarten und Libellen zu fördern. Der Lebensraum für diese Arten wird dadurch vergrößert.
Der FUN geht von Kosten für die Maßnahmen in Höhe von 26.248,25 € aus. Neben der beantragten städtischen Förderung erfolgt die Finanzierung durch Fördermittel der NBank. Der FUN bringt durch Eigenarbeit 2.000 € in das Projekt ein. Die geplanten Maßnahmen sind in den kommenden Jahren regelmäßig zu pflegen um den Erhalt sicher zu stellen. Diese Arbeiten werden von den Vereinsmitgliedern erbracht und stellen weitere nicht näher bezifferte Eigenanteile dar.
Haushaltsmittel stehen in ausreichender Höhe bei dem Produkt 1.56.5610.12 – Förderung von Umweltorganisationen zur Verfügung.
