Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 17-05024-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Hochwasserschäden im Gebiet des Stadtbezirks 112
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz
- Beteiligt:
- DEZERNAT III - Bau- und Umweltschutzdezernat; 0600 Baureferat; 10 Fachbereich Zentrale Dienste
- Verantwortlich:
- Warnecke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 112 Wabe-Schunter-Beberbach
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zur Kenntnis
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17.10.2017
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Ende Juli 2017 wurde auch Braunschweig von einem mehrtägigen Starkregenereignis getroffen, das zu Hochwasser an verschiedenen Gewässern im Stadtgebiet führte. Erwartungsgemäß ging dieses Extremwetterereignis einher mit überfluteten Kellern und Grundstücken.
Sowohl die Betroffenen als auch die Einsatzkräfte und die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer zeigten sich gut vorbereitet, so dass das Stadtgebiet vor massiven Schäden bewahrt werden konnte. Vor diesem Hintergrund nimmt die Verwaltung zur Anfrage der Fraktion Die Linke vom 03.08.2017 (17-05024) wie folgt Stellung:
Zu 1:
Die Entwässerungssituation im Stadtbezirk ist der Verwaltung bekannt. Die Überschwemmungen im Bereich der Gewässer II. Ordnung, für die Überschwemmungsgebiete festgesetzt sind -im Stadtbezirk sind dies die Schunter und die Wabe/Mittelriede- dehnten sich räumlich innerhalb der festgesetzten Überschwemmungsgebiete aus, ohne die Grenzen komplett zu erreichen. Im Vergleich zu den letzten beiden großen Hochwasserereignissen 2002/2003 und 2013 hat es aktuell im Stadtbezirk keine größeren Schäden gegeben.
Zu 2:
Die Verwaltung hat ein Hochwasserschutzkonzept entwickelt, dass im Entwurf vorliegt. Es wurden bauliche Maßnahmen entwickelt und bewertet, um aufzuzeigen, welche technischen Möglichkeiten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes im Stadtgebiet bestehen. Die hier mit dem höchsten Nutzen-Kosten-Verhältnis bewertete Maßnahme „Am Soolanger“ ist bereits im vergangenen Jahr mit Investitionskosten von 40.000 € umgesetzt worden. Aufgrund der aktuellen Ereignisse sind keine größeren Hochwasserschutzmaßnahmen zwingend erforderlich.
Zu 3:
Die Veröffentlichung des vorliegenden Hochwasserschutzkonzeptes erfolgt zurzeit nicht, da die zugrunde gelegten Voraussetzungen unter folgendem Vorbehalt stehen: Für die Okertalsperre soll noch in diesem Jahr ein Hochwasserschutzraum für ein hundertjährliches Regenereignis festgelegt werden. Der statistisch einmal in 100 Jahren in Braunschweig zu erwartende Abfluss wird sich damit möglicherweise reduzieren.
Auch für den Bereich Wabe/Schunter können zurzeit keine abschließenden Konzepte entwickelt werden: Das Land hat die Neuaufstellung der hydraulischen Modelle für die Wabe/Mittelriede und für die Schunter beauftragt. Auch hier müssen die Ergebnisse abgewartet werden.
Die Verwaltung wird die Stadtbezirksräte informieren, sobald die Auswirkungen auf das vorliegende Konzept abschließend bewertet sind.
