Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 17-05600-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Zu dem Antrag der Fraktion BIBS vom 11. Oktober 2017 (DS 17-05600) nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

Im schweren Sturm am 5. Oktober 2017 wurden von den 47 Scheinakazien (Robinia pseudoacacia) die auf und um den Hagenmarkt standen, in einem Zeitraum von ca. 90 Minuten 16 Bäume komplett entwurzelt oder brachen im Stamm. 7 Bäume wurden in ihrer Standfestigkeit so beeinträchtigt, dass sie unmittelbar nach dem Sturm gefällt werden mussten. Zur Prüfung der Standsicherheit der noch verbliebenen 24 Bäumen wurde ein Gutachter beauftragt, der die Standsicherheit mittels Zugversuch überprüfen wird. Erst nach Vorliegen dieses Gutachtens kann eine verbindliche Aussage über den Zustand des Restbe­stand der Robinien auf dem Hagenmarkt getroffen werden.

Die Gewöhnliche Robinie ist ein mittlerer bis großer Baum mit rundlicher und lockerer Krone, die im Alter eher schirmförmig wird und oft mit Totholz durchsetzt ist. Sie kann bis zu 25 m hoch und an geeigneten Standorten mehr als 100 Jahre alt werden. In der Jugend bildet diese Baumart eine Pfahlwurzel aus, so dass von einer geringen Sturmanfälligkeit ausgegan­gen werden kann. Untersuchungen der Standorte am Hagenmarkt nach dem Sturm haben jedoch gezeigt, dass der Untergrund schon in max. 50 cm Tiefe so stark verdichtet ist, dass die Bäume kein entsprechendes Wurzelsystem ausbilden konnten.Die lediglich geringe Durchwurzelungstiefe und die zusätzlichen Niederschläge im Vorfeld des Sturms können mit ein Grund für die große Anzahl umgestürzter Bäume auf dem Hagenmarkt sein.

Ein umgehender Ersatz der Bäume am Hagenmarkt ist aus Sicht der Verwaltung aus folgenden Gründen nicht sinnvoll:

-          Ein Ersatz durch Bäume gleicher Art und Größe ist nicht empfehlenswert. Die nach­zu­­pflan­zenden Bäume wären wesentlich kleiner, würden aber die verbleibenden Bäume überdauern. Dadurch wäre eine harmonische Platzgestaltung auf Dauer nicht mehr möglich.

-          Auch ein Ersatz durch Bäume anderer Art ist nicht sinnvoll, da auch in diesem Fall das Gesamtbild des Hagenmarktes beeinträchtigt wäre.

-          Grundsätzlich sollte die Bepflanzung Teil des Gesamtkonzeptes für einen Platz sein. Ersatzpflanzungen sollten daher in keinem Fall einer künftigen Gestaltung vorgreifen Auf die Antwort zu Anfrage 17-05616 wird verwiesen.

 


Kurzfristig werden erst einmal die Baumstümpfe entfernt und die Baumlöcher verfüllt. Auch die beschädigten Pflasterflächen werden zeitnah wieder hergestellt, so dass der Hagenmarkt den Bürgerinnen und Bürgern wieder als städtischer Platz zur Verfügung steht
 

 

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