Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 18-07273

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

  1. Unterbringung

 

Im Jahr 2017 wurden 210 (Vorjahr 252) Personen in den Wohnungsloseneinrichtungen der Stadt Braunschweig aufgenommen, 221 Personen (Vorjahr 278) haben die Unterkünfte im selben Zeitraum verlassen und wurden z. B. mit Wohnraum versorgt.

 

Die Entwicklung der vergangenen Jahre bezüglich der Einweisungen wohnungsloser Personen stellt sich wie folgt dar:



Per 31.12. des jeweiligen Jahres waren folgende Personen (Haushalte) in städtischen Einrichtungen untergebracht

 

 

 

 

Die am 31.12.2017 untergebrachten Personen wohnten in folgenden Einrichtungen:

 

Gemeinschaftsunterkunft An der Horst

  55 Haushalte mit

insgesamt    55

Personen

Betreute Unterkunft Sophienstraße

  21 Haushalte mit

insgesamt    21

Personen

Dezentrale Unterkünfte

  93 Haushalte mit

insgesamt  138

Personen

Unterbringung nach Kooperationsvertrag

  19 Haushalte mit

insgesamt   28

Personen

Gesamt

188 Haushalte mit

insgesamt  242

Personen

 

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der vermittelbaren Bewohner, die im Jahr 2017 in den Unterkünften wohnten, ist weiter angestiegen und betrug 474 Tage.

 

 

2. Geschlecht und Altersstruktur

 

Im letzten Jahr wurden 138 männliche und 72 weibliche Personen in städtische Wohnungslosenunterkünfte eingewiesen. Die nachstehende Tabelle zeigt die Altersstruktur der 210 Personen, die in den Wohnungsloseneinrichtungen im Jahr 2017 Aufnahme fanden:

 

 

3. Gründe der Wohnungslosigkeit

 

Verschiedene Gründe können zur Wohnungslosigkeit führen. Die von den betroffenen Personen genannten Gründe sind nachfolgend aufgeführt (Vorjahr in Klammern):

 

  • Ohne festen Wohnsitz

41

Personen

(54)

  • Wohnungsverlust durch Verhalten, Verwahrlosung, Mietschulden oder eigene Kündigungen ohne Bekanntwerden bei 50.1 

39

 

Personen

(23)

  • Durchreise / Wanderschaft

24

Personen

(45)

  • Entlassung aus Krankenhaus und Therapie

16

Personen

(18)

  • Trennung

16

Personen

(19)

  • Zuzug aus dem Ausland

15

Personen

  (0)

  • Familienzusammenführung zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

14

 

Personen

 

(11)

 

  • Spätaussiedler

12

Personen

(23)

  • Beendigung Unterbringung Diakonie/Parität/Remenhof/Asylunterkunft

11

Personen

(15)

 

  • Entlassung aus Haft

  9

Personen

(19)

  • Zwangsräumungen, die durch 50.1 nicht verhindert werden konnten

  9

Personen

(25)

  • Rausschmiss bei den Eltern

  4

Personen

  (0)

 

Gesamt

 

210

 

Personen

 

(252)

 

 

 

4. Zusammenfassung

 

Die Zahl der aufgenommen Wohnungslosen ist in 2017 um 16,5 Prozent zurückgegangen. Bei den Auszügen ist ein Rückgang von 20,5 Prozent zu verzeichnen. Die Aufenthaltsdauer derer, die sich nicht mit Wohnraum versorgen konnten, ist erneut angestiegen. Die Unterkünfte waren deshalb weiterhin stark belegt. Im Jahresdurchschnitt lag die Auslastung bei 80 %. Die Wohnungsmarktsituation in Braunschweig ist nach wie vor angespannt. Davon sind insbesondere Personen mit erschwertem Zugang zum Wohnungsmarkt betroffen. Es ist zu befürchten, dass aus diesem Grund mit einer weiteren Erhöhung der Aufenthaltsdauer in den Unterkünften zu rechnen ist. Es wird weiter versucht dieser Tendenz mit der „Zentralen Stelle für Wohnraumhilfe“ entgegenzuwirken.

 

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