Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 18-07225

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

„Dem o. a. Investitionsvorhaben wird gemäß den Plänen vom 10.01.2018 zugestimmt.

 

Die Gesamtkosten werden auf Grundlage der Kostenberechnung vom 07.02.2018 auf insgesamt 4.289.000 € einschließlich der Eigenleistung des Fachbereichs Hochbau und Gebäudemanagement und eines Zuschlags für Unvorhergesehenes festgestellt.“

 

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

1. Beschlusskompetenz

 

Die Beschlusskompetenz des Bauausschusses ergibt sich aus § 6 Nr. 2 lit. a der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig in Verbindung mit § 76 Abs. 2 Satz 1 NKomVG.

 

2. Begründung und Beschreibung des Investitionsvorhabens

 

Gemäß Raumprogrammbeschluss des Verwaltungsausschusses vom 19.09.2017 soll die Grundschule Lamme erweitert werden.

Für die Einrichtung des Ganztagsbetriebs sowie verbesserte Raum- und Arbeitsbedingungen für den Unterricht und die Lehrkräfte sind eine bauliche Erweiterung auf dem Schulgelände und Umbauten im Bestandsgebäude geplant.

 

3. Angaben zum Raumprogramm

 

Der neu konzipierte Erweiterungsbau beinhaltet neben den vorgesehenen Räumen für den Ganztagsbetrieb (2 Betreuungsräume für 17.00 h Gruppen, Freizeitbereich aktiv und passiv, Büro) und den Fachunterrichtsräumen Musik und Werken/Kunst auch die Mensa und Küche mit den dazugehörigen Nebenräumen sowie eine WC-Anlage. 

Im Obergeschoss des Hauptgebäudes entsteht im jetzigen Fachunterrichtsraum Werken/Kunst ein neues Lehrerzimmer, das sich an dem (durch den einzurichtenden Ganztagsbetrieb) vergrößerten Kollegium ausrichtet. Darüber hinaus sollen weitere kleine Umwidmungen vorgenommen werden: das bisherige Lehrerzimmer wird zu einem Inklusionsraum mit benachbartem Erste-Hilfe-Raum umgebaut, die Schulleiterin und stellvertretende Schulleiterin erhalten jeweils ein eigenes Büro. Lagerräume, die im Erdgeschoss entfallen, werden hier eingerichtet.

Der Bewegungsraum für die Kita entsteht durch die Zusammenlegung von drei benachbarten Lagerräumen im Erdgeschoss des Hauptgebäudes.

 

4. Erläuterungen zur Planung

 

Dem ursprünglich im Februar 2016 beschlossenen Raumprogramm lagen Überlegungen zugrunde, den Mehrzweckraum der Schule auch als Mensa zu nutzen und die benachbarte Kita-Küche zur gemeinsamen Küche zu erweitern. Alle weiteren räumlichen Bedarfe der Schule waren in einem freistehenden Erweiterungsbau auf dem Schulhof vorgesehen. Dieser war so positioniert, dass ein erst während des Planungsprozesses notwendig gewordener Bewegungsraum für die Kita in diesem Bau integriert werden konnte.

Bei Wiederaufnahme der Planung Anfang 2017 zeigte sich jedoch, dass sich seit der ursprünglichen Abstimmung einige Randbedingungen geändert hatten. Vor diesem Hintergrund erwies sich die Trennung von Schul- und Kita-Nutzung durch die Ergänzung des bisher geplanten Erweiterungsbaus um die Schulmensa mit Küche in einem wirtschaftlich kompakten zweigeschossigen Bau als sinnvoll.

Der nun neu konzipierte Bau auf dem Grundstück der Grundschule befindet sich im Südwes-ten des Schulgeländes und erstreckt sich auf einer Grundfläche von ca. 550 qm. Er wird über die Ostfassade erschlossen, der Zugang wird barrierefrei ausgeführt. Im Erdgeschoss befindet sich die Mensa/Küche incl. der notwendigen Nebenräume.

Das Obergeschoss, welches über zwei Treppenanlagen (2 bauliche Rettungswege) erschlossen wird, beinhaltet neben den Fachunterrichtsräumen Musik und Werken/Kunst die Räume für den Ganztagsbetrieb.

Die Unterrichts- und Betreuungsräume orientieren sich nach Westen bzw. Osten.

Die Anlieferung der Küche erfolgt über die bestehende Feuerwehrzufahrt auf der Westseite. Der rechteckige Baukörper orientiert sich in seiner Kubatur und der Fassadengestaltung wei-testgehend an dem Bestandsgebäude. Die raumbildenden Innen- und Außenwände werden als tragende Massivwände ausgeführt. Die Außenwandflächen erhalten ein Wärmedämmverbundsystem. Die Fensterflächen sollen in Holz-Alu-Konstruktion ausgeführt werden.

 

Parallel zur Planung wurde geprüft, ob eine ggfs. notwendig werdende erneute Erweiterung der Raumkapazitäten um 1 - 2 AURs umgesetzt werden könnte. Diese wäre ohne größere hochbauliche Umbauten in der Raumstruktur neben dem Eingang im Nordosten des Erweiterungsbaus möglich. Ein Bedarf ist gegenwärtig auch perspektivisch nicht erkennbar.

Darüber hinaus wurde im Rahmen der Außenanlagenplanung eine Erweiterung des Schulge-ländes Richtung Süden zur Schaffung des durch den Neubau auf dem Schulgelände verlorengehenden Rasen-Bolzplatzes geprüft. Für die Erweiterung muss eine Befreiung der Festsetzungen im B-Plan stattfinden. Vorbehaltlich der baurechtlichen Zustimmung, könnte eine Ausweitung des Schulgrundstückes vorgesehen werden. Die Mehrkosten von 138.000 € zur Herrichtung des Grundstücks sind in den genannten Kosten nicht enthalten.

O. g. Prüfaufträge waren Ergebnis aus dem Verwaltungsausschuss vom 19.09.2017.

 

Die Strom- und Wasserversorgung für den Neubau erfolgt neu. Zur Einhaltung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) wird das Gebäude über eine Wärmepumpe mit Erdsonden beheizt. Die Unterrichts- und Betreuungsräume werden über eine Flächenheizung temperiert. Die Küche und Mensa im Erdgeschoss wird zusätzlich durch Lüftungsanlagen versorgt, die auf dem Dach aufgestellt werden.

 

5. Techniken für regenerative Energien

 

Auf dem Dach des Erweiterungsbaus wird eine Photovoltaikanlage mit primärer Eigennutzung realisiert. Weiterhin erfolgt die Beheizung des Neubaus über eine Erdwärmepumpe.

 

6. Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen

 

Das Bestandsgebäude verfügt über einen behindertengerechten Aufzug. Ein Behinderten-WC ist im Erdgeschoss vorhanden.

 

 

Der zweigeschossige Erweiterungsbau erhält ebenfalls einen behindertengerechten Aufzug sowie ein Behinderten-WC im Erdgeschoss. Somit sind alle Räume barrierefrei erreichbar.

Die Entfluchtung hör- und seheingeschränkter Personen wird organisatorisch sichergestellt.

Die Treppen werden mit Handlaufmarkierungen und die Fluchttüren mit Hinweisschildern (Pyramiden- und Brailleschrift) ausgestattet.

 

7. Kosten

 

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich gemäß Kostenberechnung vom 07.02.2018 einschließlich der Umbauten im Bestand auf 4.289.000 €.

 

Umbaumaßnahmen im Bestand:    208.600 €

Erweiterungsbau: 4.080.400 €

 

Einzelheiten sind den Anlagen 1 und 2 zu entnehmen.

 

8. Bauzeit

 

Es ist geplant, mit dem Bau Anfang November 2018 zu beginnen.

Die Fertigstellung soll im Frühling 2020 erfolgen.

 

9. Finanzierung

 

Die Finanzierung stellt sich wie folgt dar:

 

Im Haushaltsplan 2018 sind bei dem

Projekt 4E.210154 GS Lamme Einrichtung Ganztagsbetrieb

kassenwirksame Haushaltsmittel i. H. v. 100.000 € sowie

eine Verpflichtungsermächtigung zu Lasten 2018 i. H. v. 900.000 €

veranschlagt.

 

Im Investitionsprogramm 2016 – 2020 sind dort folgende Jahresraten eingeplant:

 

Gesamtkosten

in T€

2017

in T€

2018

in T€

2019

in T€

2020

in T€

Rest ab 2021

in T€

4.318.000

1.234,5

100

1.203,5

1.780.000

 

 

Voraussetzung für die Realisierung der Baumaßnahme ist die Übertragung der bislang im Vorjahr nicht ausgegebenen Mittel in Höhe von rund 1,1 Mio. €.

 

 

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Anlagen

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Erläuterungen und Hinweise