Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 18-07452-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Vorbemerkung:

 

Am 12.02.2018 hat ein erstes gut besuchtes freies und ergebnisoffenes Bürgerforum zum Hagenmarkt im Gemeindehaus St. Katharinen stattgefunden. An diesem Bürgerforum wurden von einzelnen Bürgerinnen und Bürgern, von Planerinnen und Planern und auch von unterschiedlichen Initiativen bereits zahlreiche Ideen und sogar schon Gestaltungsvorschläge zum Hagenmarkt vorgetragen, die in den weiteren Planungsprozess einfließen werden.

 

Der von der Verwaltung vorgesehene und beim Bürgerforum am 12.02.2018 vorgestellte Beteiligungsprozess der Öffentlichkeit an einer Neugestaltung des Hagenmarktes sieht im Jahr 2018 noch mindestens zwei Werkstatttermine vor, an denen sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie Planerinnen und Planer und Initiativen einbringen können. Entsprechende Listen waren beim Bürgerforum ausgelegen und sind auch intensiv genutzt worden. Auf den Listen sind Vertreter anderer Planungsbüros, verschiedener Initiativen und auch örtliche Vertreter des Bund deutscher Architekten (BDA) zu finden, die sich an dem Planungsprozess beteiligen wollen. Insofern sieht die Verwaltung eine konkurierende Vielfalt an Ideen in den Werkstätten gewährleistet.

 

Der Beteiligungs- und Planungsprozess zum Hagenmarkt und somit auch die Werkstätten werden von einer Projektgruppe, bestehend aus Experten der Verwaltung und Vertretern des Planungsbüros Ackers Partner Städtebau, fachlich angeleitet. Die Projektgruppe wird dafür Sorge tragen, dass aus den Diskussionen in den Werkstätten heraus resultierend unterschiedliche Planungsvarianten dargestellt werden. Die Projektgruppe stellt weitergehend sicher, dass die Planungsvarianten den zuvor formulierten im Bürgerforum angesprochenen fachlichen Kriterien entsprechen und dass die Varianten in vergleichbarer Qualität aufbereitet werden.

 

Dies vorangestellt beantwortet die Verwaltung die Fragen wie folgt:

 

Zu 1.:

 

Die Verwaltung gewährleistet durch einen intensiven Beteiligungsprozess, durch Bürgerforen insbesondere aber auch durch das Angebot an der Mitwirkung an Planungswerkstätten, eine freie und ergebnisoffene Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern sowie von anderen Planern und Initiativen.

 

 

 

 

Zu 2.:

 

Klimaschutzaspekte wie z.B. Temperatur- und Feuchtigkeitseffekte sowie lufthygienische Vegetationsleistungen (Sauerstoffproduktion, Feinstaubbindung, CO2-Speicherung) werden bei der anstehenden Planung zum Hagenmarkt eine wichtige Rolle spielen. Von daher werden diese Aspekte im Rahmen der anstehenden Planungsüberlegungen zum Hagenmarkt neben anderen wichtigen Belangen (z. B. Aufenthaltsqualität, Stadtbild, Denkmalschutz, Verkehr …) berücksichtigt werden. Aufgrund der kleinräumigen Effekte dieser Vegetation begrenzt auf den unmittelbaren Bereich des Hagenmarktes ist aus fachlicher Sicht eine stadtklimatische Modellierung nicht sinnvoll und im Übrigen auch nicht gesetzlich vorgeschrieben. Die üblichen stadtklimatischen Modellierungen werden in einem deutlich größeren Maßstab erstellt und können dann Aussagen über Stadtgebiete oder Stadtteile liefern. Die aktuellen Erfahrungen für kleinräumige stadtklimatische Modellierungen zeigen, dass es noch keine Softwarelösungen gibt, die entsprechend hoch aufgelöst belastbare Ergebnisse für einzelne Platzvariantenvergleiche liefern. Die Umweltschutzverwaltung steht hierzu im regen Austausch mit der Stadtökologie der TU Braunschweig.


Zu 3.:

 

Bei der Verkehrsprognose für den Hagenmarkt werden sämtliche absehbaren Entwicklungen sowohl im Bereich des IV als auch des ÖV abgebildet. Selbstverständlich werden dabei auch die Zielvorgaben aus dem Stadtbahnausbaukonzept berücksichtigt. Die Planungen für die westliche Innenstadtstrecke wurden nicht zurückgestellt und sind unverändert Teil des in Stufen bis 2030 vorgesehenen Stadtbahnausbaus.

 

 

 

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