Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 18-07604-01

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Zur Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 23.02.2018 (18-07604) wird wie folgt Stellung genommen:

 

Die Verwaltung hat dem Verein bereits ausführlich in einem dreiseitigen Schreiben geantwortet, das als Anlage mit der Bitte um Kenntnisnahme beigefügt ist.

 

In den vergangenen Jahren ist bereits ein höherer sechsstelliger Betrag in die Modernisierung der Bezirkssportanlage Jahnplatz (überbezirkliche Einrichtung) sowohl in die Freianlagen als auch in das Sportfunktionsgebäude investiert worden.

 

Im Sportfunktionsgebäude wurden Teile der Wasserversorgung erneuert sowie die Sanitärbereiche saniert. Weitere Maßnahmen (Gästetoiletten) sind in 2018 geplant.

 

Der Hockeykunstrasen auf der Anlage wurde erneuert, ein modernes Flutlichtsystem für den Hockeyplatz sowie die Naturrasenplätze installiert, die Stehstufentribüne auf dem A-Platz erneuert ebenso wie der gesamte Vorplatz vor dem Sportfunktionsgebäude sowie im Eingangsbereich des Vereinsheims der Spielvereinigung Wacker. Ferner wurde die komplette Weitsprunganlage einschließlich einer 60-m-Anlaufbahn, die ausschließlich vom Schulsport genutzt wird, da Wacker keine Leichtathletikabteilung hat, erneuert.

 

Die Einfriedung der Anlage wurde in Teilen erneuert sowie die komplette Einfriedung bautechnisch um einen Kleintierschutz erweitert. Bedauerlicherweise ist trotz dieser Bemühungen wie auf einer Reihe anderer städtischer Sportanlagen seit einiger Zeit ein Maulwurfsbefall auf den Rasenspielfeldern festzustellen. Die Sportfachverwaltung wird, sobald die Spielfeldaufbauten frostfrei sind, auf einer Reihe von Rasenspielfeldern, unter anderem auch auf der BSA Jahnplatz, spezifische Bekämpfungsmaßnahmen einleiten, die genehmigungspflichtig sind, da es sich beim Maulwurf um eine unter Schutz stehende Tierart handelt. Darüber hinaus wird, wie in jedem Frühjahr, der Fachbereich Stadtgrün und Sport auf den Rasenspielfeldern der städtischen Sportanlagen voraussichtlich ab der kommenden Woche Pflegemaßnahmen durchführen, die dazu dienen, den Trainings- und Spielbetrieb zu gewährleisten. Dies ist auch für die Rasenspielfelder der BSA Jahnplatz beabsichtigt.

 

Darüber hinaus gibt es zurzeit planerische Überlegungen, im zweiten Halbjahr 2018 auf zwei Rasenspielfeldern umfassende Renovationsmaßnahmen durchzuführen, um die Voraussetzungen zu schaffen, die kapazitätsmäßig nicht ausgelastete Bezirkssportanlage im Bedarfsfall auch mit ergänzenden vereinssportlichen Aktivitäten belegen zu können.

 

Die Spielvereinigung Wacker, die nach Kenntnisstand der Verwaltung seit geraumer Zeit über keine(n) 1. Vorsitzende(n) verfügt, hat insgesamt noch 93 Mitglieder, zählt also zu den kleinen Braunschweiger Sportvereinen. Da gemäß Auskunftssystem des Landessportbundes die frühere Tennisabteilung nicht mehr offiziell existiert, handelt es sich laut LSB um einen Einsparten-Verein. Hiermit korrespondiert, dass der Verein nur noch beim Fachverband Fußball laut LSB gemeldet ist. Zwei Herren-Mannschaften nehmen am Spielbetrieb der 1. und der 3. Kreisklasse teil, zwei Damen-Mannschaften am Spielbetrieb der Bezirksliga bzw. 1. Kreisklasse. Darüber hinaus gibt es drei Altherrenteams, jeweils als Spielgemeinschaften mit dem MTV Braunschweig, da beide Vereine offensichtlich nicht über das Mitgliederpotential verfügen, hier komplette Teams für den Spielbetrieb anzumelden. Das heißt, dass es für die Spielgemeinschaften auch die Möglichkeit gibt, neben den Rasenplätzen auf der BSA Jahnplatz die Rasenspielfelder auf der städtischen Sportanlage im Westpark zu nutzen. Insgesamt bleibt festzustellen, dass der Verein breitensportliche Aktivitäten entfaltet und leistungs- bzw. wettkampforientierten Fußball eher nicht anbietet.

 

Aufgrund dieser Konstellation erscheint es sportfachlich nicht zielführend und auch nicht wirtschaftlich, auf dem Jahnplatz mit einer Investitionssumme von ca. 550.000 € ein Fußballkunstrasenfeld zu bauen.

 

Dem Sportverein Wacker sowie dem Gehörlosensportverein, die gemeinsam auf der BSA Jahnplatz zwei Tennisplätze von der Stadt gepachtet haben, von denen einer seit Jahren nicht mehr genutzt wird und verwahrlost ist, ist im Januar 2018 von der Sportfachverwaltung angeboten worden, den Pachtvertrag im Einvernehmen kurzfristig aufzulösen und konzeptionelle Überlegungen anzustellen, wie man Teile der Tennisflächen in Kunststoffflächen umwandeln könnte. Ein solches Kleinfeld könnte sowohl für die Fußballsportler von Wacker und EGE als auch für die Lacrosse-Sportler des BTHC insbesondere im Winterhalbjahr für Trainingszwecke genutzt werden.

 

Alternativ gibt es für die Spielvereinigung Wacker wie für andere Vereine auch die Möglichkeit, im Rahmen der autonomen Selbstverwaltung des Sports bei Sportvereinen, deren Kunstrasenplätze auf gepachteten städtischen Anlagen in jeweiliger Vereinseigenregie verwaltet werden, Nutzungszeiten im Winterhalbjahr anzumieten. Kunstrasenplätze im direkten städtischen Zugriff sind aktuell für eine Mitnutzung durch die Spielvereinigung Wacker nicht verfügbar.

 

Der Fachbereich Stadtgrün und Sport hat in diesem Fall vorgearbeitet und beim TSV Schapen das grundsätzliche Einverständnis für eine Mitnutzung des Kunstrasenspielfeldes in Schapen für Wacker erwirken können. Inwieweit der Verein hiervon Gebrauch machen möchte, muss der Vereinsvorstand in eigenem Ermessen entscheiden.

 

Abschließend ist noch anzumerken, dass der Witterungsverlauf des Winters 2017/2018 geprägt war von außergewöhnlich langen Nässeperioden sowie im I. Quartal 2018 von einer längeren Frostperiode. Dieser Verlauf hat eine überdurchschnittlich lange Phase von Sperrungen von Tennen- und Naturrasenspielfeldern zur Folge gehabt, nicht nur in Braunschweig, sondern in der gesamten Region, um Schaden von den Sportlern fernzuhalten und Substanzverluste bei den Spielfeldern zu vermeiden.

 

Reduzieren

Anlagen

Loading...

Erläuterungen und Hinweise