Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 18-07817
Grunddaten
- Betreff:
-
Stadtbahnhaltestelle -Auswirkungen-
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 10 Fachbereich Zentrale Dienste
- Verantwortlich:
- Gruppe CDU/FDP im Stadtbezirksrat 114
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 114 Volkmarode
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zur Beantwortung
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09.04.2018
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Verwaltung wird gebeten den Stadtbezirksrat darüber zu informieren, welche negativen Auswirkungen der aktuell geplante Ausbau der Stadtbahnverlängerung insbesondere im Berufsverkehr durch Ampelschaltungen für Kraftfahrzeuge bezüglich folgender Faktoren haben wird:
- erhöhte Umweltbelastung (Lärm, NOX, CO2, usw.)
- Verkehrsbehinderungen (Staulänge, Zeitverzögerung).
Seit einiger Zeit wird eine Stadtbahnverlängerung bis ins Neubaugebiet Volkmarode-Nord geplant. Dazu gab es am 21.02.2018 einen zweiten Bürgerworkshop in der IGS Volkmarode. Außerdem erschien dazu in der Braunschweiger Zeitung am 23.02.2018 ein zugehöriger Zeitungsartikel.
Den genannten Unterlagen ist u.a. Folgendes zu entnehmen:
- Es scheint sich anzudeuten, dass die Haltestelle „Unterdorf“ auf der Berliner Heerstraße liegen wird. „Das Ein- und Aussteigen sollen Ampeln sichern, die beim Halt der Straßenbahn die Autos stoppen.“ (s. o.g. Zeitungsartikel)
- In Abhängigkeit der bevorzugten Lösung für den Gleisverlauf ist es nötig, dass die Bahngleise die für Kraftfahrzeuge vorgesehenen Spuren ein- oder zweimal kreuzen.
(s. https://www.stadt-bahn-plus.de/infomaterial/#c292 )
Die Berliner Heerstraße ist bekanntlich eine der großen Braunschweiger Ein- und Ausfallstraßen, über die insbesondere im Berufsverkehr sehr viele Pendler in die Innenstadt hinein- bzw. in das Umland hinausfahren, wie insbesondere nach Wolfsburg.
Wenn im Rahmen der geplanten Stadtbahnverlängerung die Haltestelle „Unterdorf“ auf der Berliner Heerstraße liegen sollte, wird zwar ermöglicht, dass (IGS-) Schüler lediglich eine Richtungsfahrbahn überqueren müssten (s. o.g. Zeitungartikel). Dabei ist jedoch auch zu beachten, dass eine solche Haltestelle auch von vielen anderen Bürgern benutzt werden wird und wohl auch benutzt werden soll, die nicht nur in südlicher Richtung (Unterdorf, IGS, Grundschule, usw.) ein- bzw. aussteigen, sondern auch in nördlicher Richtung (Remenhof, usw.).
In Abhängigkeit vom Alter sowie der Anzahl der ein- bzw. aussteigenden Personen ist damit zu rechnen, dass das Ein- und Aussteigen entsprechend lange dauern wird.
Während dieser Zeit sollen die Autos durch Ampeln gestoppt werden, was insbesondere während des Berufsverkehrs, der morgens ja zeitlich auch mit dem Schulbeginn (ca. 8.00 Uhr) zusammenfällt, zu entsprechenden Staus führt. Bei dem Warten der Kraftfahrzeuge im Stau sowie bei dem anschließenden Anfahren ist mit erhöhter Umweltbelastung durch Lärm, NOX, CO2, usw. zu rechnen, was insbesondere Kindern und älteren Bürgern sowie auch den Anwohnern nicht zugemutet werden kann.
Falls außerdem eine Gleisführung auf der Südseite der Berliner Heerstraße realisiert wird, ist mittels entsprechender Ampelschaltung zu berücksichtigen, dass die stadtauswärts-führende Kraftfahrzeug-Spur zweimal von den Gleisen gekreuzt wird, nämlich einmal im Bereich der Hordorfer Straße und ein weiteres Mal im Bereich der Einmündung Unterdorf.
Dadurch käme es zu einer zusätzlichen Staubildung.
gez.
Dr. Volker Garbe
Gruppenvorsitzender
