Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 18-07769-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Sicherheit in den Braunschweiger Krankenhäusern/Kliniken
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 50 Fachbereich Soziales und Gesundheit
- Verantwortlich:
- Dr. Hanke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Soziales und Gesundheit
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zur Kenntnis
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04.04.2018
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Anfrage der AfD-Fraktion vom 22.03.2018 [18-07769] wird wie folgt Stellung genommen:
Zu Frage 1:
Für das Städtische Klinikum werden seit 2013 Meldungen zu Übergriffen systematisch erfasst und ausgewertet. Ab 2015 wurde ein Projekt aufgelegt, einen Handlungsleitfaden für betroffenes Personal zu erstellen. Seit diesem Jahr gibt es auch monatliche Deeskalationstrainings für Beschäftigte, die anfangs mit Unterstützung des GUV, inzwischen von eigenen Deeskalationstrainern monatlich durchgeführt werden. Seit Ende 2017 sind zwei Fachkräfte für Psychiatrie als Deeskalationsmanager vollschichtig freigestellt.
Für alle Bereiche des Klinikums überblicken wir derzeit zwischen 06/2013 und 12/2017 auf 1.513 Meldungen zu Patientenübergriffen. Die Zahl ist hoch bezogen auf die Mitarbeiter des Klinikums (4.000), in Anbetracht der Behandlungsfälle aber gering, bezogen auf die jährlichen ambulanten (200.000) und stationären (59.000) Behandlungsfälle ergibt sich eine Übergriffsrate von 0,0016 %. Die Unfallanalysen und Schwerpunktebereiche werden jährlich im Rahmen des Jahresberichtes der Arbeitsmedizin dargestellt. Im Rahmen von Begehungen wird die Thematik auch im Hinblick auf mögliche bauliche und organisatorische Risiken für Patientenübergriffe analysiert und führt ggf. zu entsprechenden Änderungsmaßnahmen.
Zu Frage 2:
Am Standort Salzdahlumer Straße ist Wachpersonal auf der Psychiatrie eingesetzt, das gleichzeitig auch für die Internistische Intensivstation und die Zentrale Notaufnahme zur Verfügung steht und zwar in den Zeiten von:
Freitag 16:30 bis Montag 08:00 Uhr.
In der Unfallchirurgie in der Holwedestraße wird Wachpersonal in den Zeiten von
Freitag 21:00 bis 06:00 Uhr
Samstag 21:00 bis 06:00 Uhr
Sonntag 22:00 bis 04:00 Uhr eingesetzt.
Zu Frage 3:
Eine Mitarbeiterbefragung hat es zu diesem Thema nicht gegeben. Alle betroffenen Beschäftigten haben das Angebot, sich direkt zur Beratung in der Arbeitsmedizin vorzustellen, von dort aus kann bei Bedarf auch eine Weiterleitung zu traumaspezialisierten Fachärzten u. a. mit Unterstützung des Braunschweigischen Gemeindeunfallverbandes erfolgen. Geprüft wird derzeit, ob ein System der psychosozialen Ersten-Hilfe aufgebaut werden kann.
Die Deeskalationstrainer stehen auch für Teamgespräche vor Ort zur Verfügung.
Weitere bereits getroffene Maßnahmen sind bereits unter Punkt 1 beschrieben.
