Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 18-07674
Grunddaten
- Betreff:
-
Verlängerung der Kooperationspartnerschaft im Fachkräftebündnis SüdOstNiedersachsen von 2018 - 2021
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 0800 Stabsstelle Wirtschaftsdezernat
- Verantwortlich:
- Leppa
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Wirtschaftsausschuss
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Vorberatung
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01.06.2018
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Entscheidung
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Beschlussvorschlag
Beschluss:
Mit Unterzeichnung der neuen Kooperationsvereinbarung ab dem Jahr 2018 bleibt die Stadt Braunschweig weiterhin Kooperationspartner im „Fachkräftebündnis SüdOstNiedersachsen“. Sie unterstützt damit den Antrag auf Verlängerung der Anerkennung des Bündnisses beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.
Sachverhalt
Sachverhalt:
Mit Beschluss des Verwaltungsausschusses vom 14.07.2015 (DS 15-00153) wurde die Stadt Braunschweig Kooperationspartner im „Fachkräftebündnis SüdOstNiedersachsen“ für die erste Förderphase von 2015 - 2018.
Die erste Phase des Fachkräftebündnisses SüdOstNiedersachsen hat die Fachkräftesituation bzw. die Angebotssituation zum Thema Fachkräftesicherung in der Region noch nicht grundlegend verändert, aber wichtige Impulse für die Weiterentwicklung gesetzt. Die dafür erarbeitete Fachkräftestrategie für die Jahre 2015 bis 2018 bildete die Grundlage. Die Arbeit des Fachkräftebündnisses in der ersten Förderphase hat die der Kooperation der Arbeitsmarktakteure bereits deutlich verbessert: Hatten vorher nur wenige Akteure die gesamte Region im Blick, so ist die Wahrnehmung der Region als Handlungsraum mittlerweile deutlich ausgeprägter. Besonders der inhaltliche Austausch der Arbeitsmarktakteure innerhalb des Fachkräftebündnisses hat zu einer Weiterentwicklung beigetragen. Insgesamt wurden durch das Bündnis bislang zehn Projekte gefördert und in die Umsetzung begleitet, wie z. B. die Projekte Welcome Center, AWO-Praktikumsbörse für Migrantinnen und Migranten sowie Stille Reserve. An mehreren Projekten hat sich auch die Stadt Braunschweig beteiligt.
In der ersten Förderphase hat das Fachkräftebündnis das vom Land zugewiesene virtuelle Budget in Höhe von 1,5 Mio. € komplett verteilt und bei einem Fördersatz von 50% somit Projekte mit einem Volumen von 3 Mio. € auf den Weg gebracht.
Die Akteure des Fachkräftebündnisses haben erste Schritte zur Fortschreibung der regionalen Fachkräftestrategie 2018 bis 2021 unternommen. In der Steuerkreissitzung des Bündnisses im März 2018 wurde die folgende Themenstruktur final verabschiedet:

In den drei thematischen Schwerpunkten Beratungsinfrastruktur, Digitalisierung / Innovation, Rekrutierung und Matching sollen für die zweite Förderphase des Fachkräftebündnisses Projekte konzipiert und umgesetzt werden. Diese Aufzählung ist nicht als abschließend anzusehen. Es wird im Rahmen des Fachkräftebündnisses auch weiter eine thematische Offenheit geben.
Zentrales Entscheidungsgremium des Fachkräftebündnisses ist und bleibt der Steuerkreis. In ihm sind alle 28 Mitglieder des Fachkräftebündnisses SüdOstNiedersachsen stimmberechtigt vertreten, das Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig nimmt an den Sitzungen mit beratender Funktion teil. Der Steuerkreis tagt quartalsweise.
Dies ermöglicht einen regelmäßigen Austausch der Mitglieder und eine thematische Diskussion auch über die formelle Tagesordnung hinaus. Die Entscheidungen des Steuerkreises werden einvernehmlich gefällt. Die Steuerkreissitzungen werden durch den Sprecherkreis vorbereitet. Dieser besteht aus dem Sprecher des Fachkräftebündnisses sowie vier stellvertretenden Sprechern, von denen jeweils einer aus der Gruppe der Arbeitsagenturen, Kommunen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden entsandt wird.
Jedes beantragte Förderprojekt wird in einem zweistufigen Verfahren im Fachkräftebündnis beraten. Nach mindestens einer obligatorischen Beratung reicht der Interessent im ersten Schritt eine Kurzskizze ein, die zunächst im Sprecherkreis besprochen und anschließend im Steuerkreis vorgestellt und diskutiert wird. Nach dessen positivem Votum erarbeitet der Projektträger die vollständige Projektbeschreibung, die wiederum zunächst im Sprecherkreis und anschließend im Steuerkreis beraten wird.
Die operative Arbeit des Fachkräftebündnisses wird über die Geschäftsstelle des Fachkräftebündnisses sichergestellt. Diese ist bei der Allianz für die Region GmbH angesiedelt. Die Geschäftsstelle bildet die zentrale Plattform in organisatorischer und administrativer Hinsicht
und fungiert dabei als Informations-, Kommunikations-, Koordinations- und Entscheidungsdrehscheibe. Das Bündnis fungiert als zentraler Ansprechpartner für alle externen und internen Anfragen, koordiniert die Projektideen der Partner untereinander und führt die verschiedenen Aufgabenstellungen synergetisch zusammen. Die für die Öffentlichkeit notwendige Transparenz und Information wird in geeigneter Form über die Internetpräsenz www.fachkraeftebuendnis-son.de gewährleistet.
