Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 18-08201
Grunddaten
- Betreff:
-
GS Isoldestraße, Isoldestr. 60, 38106 Braunschweig Schulsanierungsprogramm II, Ganztagsbetrieb und Sanierung Objekt- und Kostenfeststellungsbeschluss
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 65 Fachbereich Hochbau und Gebäudemanagement
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; DEZERNAT III - Bau- und Umweltschutzdezernat; 0600 Baureferat; 40 Fachbereich Schule; 20 Fachbereich Finanzen; 0200 Referat Haushalt, Controlling und Beteiligungen
- Verantwortlich:
- Leuer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Bauausschuss
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Entscheidung
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29.05.2018
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Beschlussvorschlag
Beschluss:
„Dem o. a. Investitionsvorhaben wird gemäß den Plänen vom 15.05.2018 zugestimmt.
Die Gesamtkosten – einschl. der Eigenleistung des Fachbereichs Hochbau und Gebäudemanagement – und eines Zuschlags für Unvorhergesehenes ohne Baukostensteigerung, werden aufgrund der Kostenberechnung vom 25.04.2018 auf 11.316.000 € festgestellt.“
Sachverhalt
Sachverhalt:
1. Beschlusskompetenz
Die Beschlusskompetenz des Bauausschusses für Objekt- und Kostenfeststellungen ergibt sich aus § 6 Nr. 2 lit. a der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig in Verbindung mit § 76 Abs. 3, Satz 1 NKomVG.
2. Begründung und Beschreibung des Investitionsvorhabens
Zitat Raumprogrammvorlage vom 20.02.2017:
„In der Nordstadt sollen auf einem Areal zwischen Mitgaustraße, Wodanstraße,
Ringgleis, Nordstadt, Mittelweg und dem BS-Energy-Gelände bis zu 1200 neue Wohneinheiten entstehen (Bauvorhaben „Taubenstraße, HA 135“). Dieser erste Bauab-schnitt mit 500 Wohneinheiten befindet sich bereits in der Realisierung. Er liegt im Schul-bezirk der Grundschule Isoldestraße und führt dort in den kommenden Jahren zu stei-genden Schülerzahlen. Das hat zur Folge, dass die räumlichen Kapazitäten und die Res-sourcen für den Ganztagsbetrieb künftig nicht mehr ausreichen. Der sich bereits in Planung befindliche weitere Bauabschnitt „Nordanger, HA 136“ liegt anteilig in den Grund-schulbezirken Isoldestraße und Bültenweg. Auch dieser Bauabschnitt, dessen Realisierung frühestens ab 2019 geplant ist, wird die Schülerzahlen an der Grundschule Isoldestraße voraussichtlich weiter ansteigen lassen.“
Gemäß des Städtebaulichen Vertrages vom 15. Januar 2015 - § 12 Erweiterung der Grundschule Isoldestraße – übernimmt die Niwo als Investor eine Kostenbeteiligung an der Mensa und Küchenerweiterung sowie für die Einrichtung des Ganztagsbetriebes in Höhe von 1.212.800 €.
3. Angaben zum Raumprogramm
Auf der Grundlage des am 17.03.2017 vom Fachausschuss beschlossenen Raumpro-gramms erhält die Grundschule Isoldestraße einen Erweiterungsbau. In dem Erweite-rungsbau wird eine Mensa mit einer Fläche von 200 m² realisiert. Die Mensa soll multi-funktional auch als Versammlungsstätte nutzbar sein. Dienende Funktionen, wie ein Stuhllager, WC´s, Technikräume und Putzmittelraum sind dem Versammlungsraum an-gegliedert. In einer Zwischenzone zum Bestandsgebäude findet die Essensausgabe statt. Die Küche wird im Bestandsgebäude untergebracht.
Darüber hinaus stehen für den Ausbau der Grundschule Isoldestraße zu einer vierzügigen Schule mit der dazugehörigen Infrastruktur, ausreichend Räume und Flächen im Bestand zur Verfügung, um das Raumprogramm realisieren zu können.
4. Erläuterungen zur Planung
Die GS Isoldestraße erhält einen Erweiterungsbau (Mensa/Versammlungsstätte). Die da-zugehörige Küche wird im angrenzenden Bestandsgebäude untergebracht. Die Flächen der im Bestand vorhandenen Lehrküche (ehemals Förderschule) können durch Umbauten für die Küche genutzt werden. Die Lage der neuen Mensa resultiert aus der erforderlichen Anbindung an die Küche. Die Mensa wird teilunterkellert. Für den Keller wird der ohnehin vorhandene Geländeversprung genutzt. Hier wird sich die Lüftungsanlage für die Mensa und die Küche befinden.
Die gesamte Schulanlage wird saniert. Umfangreichere Umbauten werden im Bereich der zu sanierenden WC-Anlage im Erdgeschoss erforderlich. Der offene Arkadengang im Bereich der WC-Anlage wird mit einer Verglasung versehen und damit zukünftig witterungsgeschützt sein. Die Hausmeisterloge und der Windfang im Eingangsbereich werden erneuert. Die noch verbliebenen alten Fenster (Teile wurden bereits 2013 ausgetauscht) werden durch neue Fenster ersetzt. Im Gebäudeteil B wird zur Vermeidung von Schimmelbefall im Fensterlaibungsbereich innenseitig eine Dämmung aufgebracht. Die Fassaden werden von außen saniert und gestrichen. Die Dachdeckung des Gebäudeteiles C sowie die Dämmung der obersten Decke in diesem Gebäudeteil wird erneuert.
Über einen schmalen Anbau an der Westseite des Gebäudeteiles B, der den Aufzug be-inhaltet, werden alle Geschosse der Gebäudeteile A und B barrierefrei angebunden. Zahl-reiche kleinere Umbauten sind im Zusammenhang mit dem Einbau der Aufzugsanlage und der barrierefreien Anbindung erforderlich.
In dem Gebäudeteil B wird im Bestand ein Flur geschaffen, der die innenräumliche An-bindung an die neue Mensa ermöglicht und die Erschließung dieses Bereiches neu ordnet.
Die Schule erhält neue Unterdecken, die im Bestand vorhandenen Parkettböden werden aufgearbeitet. Im Erdgeschoss des Gebäudeteiles B ist der Austausch des Fußbodens vorgesehen, da dieser schadstoffbelastet ist.
Im Zuge der Sanierung wird das Trinkwassernetz, die Regenwasserleitungen und die Heizungsanlage erneuert. Eine Regenwasserrückhaltung wird erforderlich. Das Datennetz wird auf den aktuellen Stand gebracht. W-LAN wird flächendeckend vorgerüstet. Die Elektroinstallationen, inklusive der Leuchten werden erneuert. Mensa und Küche werden mit einer Lüftungsanlage ausgestattet.
Die Schule wird brandschutztechnisch auf den aktuellen Stand gebracht.
Beide Schulhofbereiche werden für die inklusive Nutzung hergerichtet und an den Erwei-terungsbau angepasst. Der Mensaneubau erhält eine überdachte Terrasse, die gleichzeitig die Überdachung die Funktion des Sonnenschutzes für die Westfassade des Neubaus übernimmt.
Für die Schulnutzung sind Stellplätze in ausreichender Zahl vorhanden. Ein Behinderten-stellplatz wird eingerichtet. Für die Nutzung als externe Versammlungsstätte ist beabsichtigt, zusätzlich den vorderen Schulhofbereich abends für PKW- Stellplätze zu öffnen.
Als Interimslösung während der Sanierungszeit werden Unterrichtsräume in einer Contai-neranlage ausgelagert werden.
5. Techniken für regenerative Energien
Die Schule wird bereits jetzt mit Fernwärme versorgt.
Eine Photovoltaikanlage kommt nicht zum Einsatz, da sich der Erweiterungsbau nördlich des Bestandsgebäudes befindet und damit verschattet wird.
Das Dach des Erweiterungsbaus wird mit einer extensiven Begrünung versehen.
6. Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen
Die GS Isoldestraße wird im Zuge der Sanierungsmaßnahmen inklusiv hergerichtet.
Zwei der drei Gebäudeflügel sind dann barrierefrei erreichbar - d. h. alle Räume für den Ganztagesbetrieb, alle Fachunterrichtsräume, die Verwaltung incl. Lehrerzimmer sowie die Mensa und acht allgemeine Unterrichtsräume mit den dazugehörigen Gruppen- bzw. Inklusionsräumen. Einer der Inklusionsräume erhält eine besondere Ausstattung als Multi-funktionsraum. Der Schulhof wird in Teilflächen barrierefrei nutzbar sein. Es werden zwei Behinderten-WC´s (1 x für die Versammlungsstätte/Mensa und 1 x im Schulgebäude bei der Toilettenanlage) eingebaut und ein Einstellplatz für Behinderte geschaffen.
7. Kosten
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen aufgrund der Kostenberechnung vom 25.04.2018 11.316.000 €.
Einzelheiten sind aus den Anlagen zu entnehmen.
8. Bauzeit
Die Maßnahme soll in der Zeit von Dez. 2018 bis 2022 durchgeführt werden.
Kleinere für den Ganztagsbetrieb erforderliche Maßnahmen sollen zeitnah umgesetzt werden. Eine Fertigstellung für den Neubau der Mensa wird bis Ende 2019 angestrebt.
9. Finanzierung
Die Finanzierung stellt sich wie folgt dar:
Der Rat hat am 6. Februar 2018 beschlossen, für das Projekt „GS Isoldestraße/Erweiterung (4E.210157)“ für das Jahr 2018 Haushaltsmittel von 1.250.000 € bereit zu stellen. Weiterhin besteht eine Verpflichtungsermächtigung zu Lasten 2019 in Höhe von 2.000.000 €.
Im Investitionsprogramm 2017 – 2021 sind folgende Jahresraten eingeplant:
Gesamt-kosten in T€ | bis 2017 in T€ | 2018 in T€ | 2019 in T€ | 2020 in € | 2021 in T€ | Restbedarf ab 2022 in T€ |
9.900 | 150 | 1.250 | 2.500 | 2.900 | 2.100 | 1.000 |
Das Vorhaben ist Teil eines Städtebaulichen Vertrages, so dass mit Zuwendungen für das Jahr 2020 in Höhe von 1.212.800 EUR gerechnet wird. Entsprechende Einzahlungen sind im IP 2017- 2021 eingeplant worden.
Im Rahmen der Erstellung des Haushaltsplans 2019 beabsichtigt die Verwaltung den zusätzlichen Mittelbedarf in Höhe von 1.416.000 EUR haushaltneutral in das IP 2018 – 2022 aufzunehmen.
Im Investitionsprogramm 2018 – 2022 würden sich – vorbehaltlich der Ratsentscheidung - somit folgende Jahresraten ergeben:
Gesamt-kosten | bis 2017 in T€ | 2018 in T€ | 2019 in T€ | 2020 in T€ | 2021 in T€ | Restbedarf ab 2022 |
11.316 | 150 | 1.250 | 2.000 | 2.500 | 2.200 | 3.216 |
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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76,2 kB
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2
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18,7 kB
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18 kB
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18,6 kB
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5
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17,4 kB
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6
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18,1 kB
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7
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189,7 kB
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8
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(wie Dokument)
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3,3 MB
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9
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909,4 kB
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10
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782,4 kB
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463,8 kB
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416 kB
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