Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 18-08710

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Sachverhalt



Angesichts der wochenlangen Dürre / Trockenheit in Niedersachsen und Braunschweig fragen wir:

 

Sind Unterstützungsgelder seitens der Stadt für die Braunschweiger Landwirte bzgl. ihrer Ernteausfälle beim Land oder Bund beantragt?
 

Gibt es einen Nothilfe-Etat für diese Fälle?
 

Welche Budgets könnten in welcher Höhe für die Unterstützung der heimischen Landwirtschaft in Anspruch genommen werden, kann die Stadt hier notwendige Zuschüsse für Policen gegen Wetterrisiken fördern - wie es viele EU-Staaten tun - ohne auf den Bund oder die Landesregierung warten zu müssen?

 

Sachverhalt:

Seit Anfang April 2018 fehlen - regional natürlich sehr unterschiedlich - bis zu mehrere 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.

Trotz vereinzelter Niederschläge in den letzten Tagen ist die Wasserversorgung für die Pflanzen weiter sehr angespannt und großenteils unbefriedigend.
 

"Wie viel Flächen niedersachsenweit von der Trockenheit massiv betroffen sind, lässt sich bisher nicht genau sagen. Auch das Ausmaß der Ernteeinbußen bei den verschiedenen Kulturen ist derzeit noch nicht zu beziffern. Insbesondere bei Getreide und Raps  sagen die Fachleute der Landwirtschaftskammer bereits heute für große Teile Niedersachsens eine schlechte Ernte voraus."
Quelle: Topagrar.com

 

"Die Jahre 1992 und 2003 waren mit wetterbedingten Milliardenschäden schlimm für die heimische Landwirtschaft. „2018 passt in diese Reihe, vielleicht wird es auch schlimmer“, schätzt Rainer Langner. Er ist Vorstandschef des Gießener Spezialversicherers Vereinigte Hagel, der Landwirten hierzulande marktführend Policen gegen schlechtes Erntewetter anbietet.

„Ich fürchte, dass wir die Summe von zwei Milliarden Euro überschreiten werden“, sagt der Experte mit Blick auf die sich abzeichnenden Ernteausfälle. 2,3 Milliarden Euro war der bisherige Negativrekord. Es könnte also eng werden, wenn es auf deutschen Äckern staubtrocken bleibt. Eigentlich schreit die Lage nach einer Versicherung. Aber die gibt es in Deutschland nicht.

Drei Viertel aller EU-Staaten fördern ihre Bauern bei Policen gegen Wetterrisiken. Die mit bis zu 70 Prozent bezuschussten Versicherungsbeiträge summieren sich EU-weit auf 2,2 Milliarden Euro. Für Deutschland errechnen Versicherungsexperten ein Fördervolumen von jährlich 300 bis 400 Millionen Euro, sollte der Staat auch hier analog zur gängigen EU-Praxis Zuschüsse leisten."

Quelle: fr.de , 10.07.2018

 

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