Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 18-08785
Grunddaten
- Betreff:
-
Zuschussantrag des FUN Hondelage Projekt: Optimierung der vielfältigen Kulturlandschaft in Hondelage
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; 0600 Baureferat; DEZERNAT III - Bau- und Umweltschutzdezernat; 0130 Referat Kommunikation
- Verantwortlich:
- Leuer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Planungs- und Umweltausschuss
|
Entscheidung
|
|
|
|
19.09.2018
|
Sachverhalt
Sachverhalt:
Nach der Richtlinie des Rates über die Auslegung des Begriffs “Geschäfte der laufenden Verwaltung“ ist die Gewährung von unentgeltlichen Zuwendungen an Umweltverbände bis zur Höhe von 5.000,00 € ein Geschäft der laufenden Verwaltung.
Die Beschlusszuständigkeit des Planungs- und Umweltausschusses ergibt sich aus
§ 76 Abs. 2 NKomVG in Verbindung mit § 6 Ziff. 4 der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig. Danach ist die Beschlussfassung über die Gewährung höherer Zuwendungen auf den Planungs- und Umweltausschuss übertragen worden.
Der Förderkreis Umwelt- und Naturschutz Hondelage e.V. (FUN) setzt sich seit vielen Jahren mit verschiedenen Projekten für einen umfassenden Naturschutz in Hondelage und Umgebung ein. Im Rahmen des Gesamtprojektes „Optimierung der vielfältigen Kulturlandschaft in einer Modellregion Hondelage“ sollen mit Unterstützung der Stadt folgende Teilprojekte realisiert werden:
- Sicherung und Entwicklung der Biodiversität des Lebensraums Obstwiese, insbesondere für die Indikatorart Steinkauz
- Aufwertung naturnaher Landschaftselemente im Wald
- Nachhaltige Sicherung der Amphibienpopulationen und naturschutzgerechtes Wirtschaften auf Feuchtgrünland
Der FUN hat bereits im Jahre 1991 eine erste Streuobstwiese in Hondelage angelegt. Mit der geplanten Maßnahme soll durch Pflanzung von ca. 100 Obstbäumen entlang von Weiden und Feldwegen eine weitere Verbesserung des Lebensraums Obstwiese erreicht werden. Hiervon profitieren unter anderem auch Feldhasen, Fasane, Rebhühner und Neuntöter sowie Schwarzkehlchen und Braunkehlchen. Bereits im Jahre 2015 konnte auch ein Steinkauz beobachtet werden.
In Kooperation mit der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz soll eine Teilfläche eines alten Eichen-Hainbuchenwaldes aus der Nutzung genommen und zu einem Urwald entwickelt werden. Es ist geplant, die vorhandenen wasserführenden Gräben zu verfüllen um so die Wasserrückhaltung im Wald zu fördern. Die Beseitigung der nicht naturnahen Gerinne führt darüber hinaus zu einer gestalterischen Aufwertung des entstehenden Urwalds.
Der Moorfrosch kommt in Braunschweig im Naturschutzgebiet Riddagshausen vor, der Bestand dort ist ungefährdet. Eine Ausbreitung dieser Population in Richtung Schunter ist aufgrund der bestehenden Bebauung sowie der vorhandenen Hauptverkehrsstraßen kaum wahrscheinlich. Der Moorfrosch soll durch Entnahme von Laich und Aufzucht der Larven in der Schunteraue angesiedelt werden. Hier sind zahlreiche Feuchtwiesenkomplexe vorhanden, die dem Moorfrosch ausreichend Lebensraum bieten. Durchführung und Dokumentation sollen an ein Büro in Zusammenarbeit mit dem Zoologischen Institut der TU Braunschweig vergeben werden.
Der FUN geht von Gesamtkosten von 29.935,00 € aus. Neben der beantragten städtischen Förderung soll eine Cofinanzierung durch die NBank erfolgen. Ein Eigenanteil von
2.000,00 € soll durch Eigenarbeit der Vereinsmitglieder erbracht werden.
Haushaltsmittel stehen in ausreichender Höhe bei dem Projekt 1.56.5610.12.01 – Förderung von Umweltorganisationen zur Verfügung.
