Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 18-09167-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Zur Anfrage 18-09167 der SPD-Fraktion vom 2. Oktober 2018 wird wie folgt Stellung genommen:

 

Seit Gründung des Umweltamtes 1990 wurden viele Maßnahmen und Konzepte erarbeitet, um eine Verbesserung der Biodiversität zu erreichen. Bereits mit dem Landschaftsrahmen­plan 1999, dem Artenschutzkonzept 2007 und insbesondere dem Biotopverbundkonzept

von 2014 der Stadt Braunschweig liegen Konzepte vor.

 

Darin werden die bestehenden Naturflächen mit ihren Wertigkeiten hervorgehoben und für die jeweils unterschiedlichen Biotoptypen die geeigneten Vernetzungsachsen aufgezeigt. Gerade über die Realisierung einer solchen Vernetzung ist es möglich, Verinselungseffekten entgegenzutreten und das Überleben der betreffenden Arten zu sichern. Die entsprechend entwickelten Verbindungsflächen sind so erheblich wirksamer als ein bestehendes Biotop um die gleiche Fläche zu vergrößern.

 

Die Siedlungsgebiete in Braunschweig können durch die angegebenen Vernetzungsachsen wirksam umgangen werden. Die diesen Achsen entgegenstehenden wesentlichen Barrieren sind im Biotopverbundkonzept lokalisiert. Für terrestrisch gebundene Arten sind dies die stark befahrenen Verkehrswege und Wasserstraßen sowie für die gewässergebundenen Arten die Wehre und deren Rückstaubereiche.

 

In der zurückliegenden Zeit konnten gerade mit der Renaturierung der Fließgewässer Schunter, Sandbach, Beberbach und Wabe sowie deren Auen über Braunschweig hinaus beachtete Erfolge für die Biotopvernetzung erreicht werden. In den Auen können alle erforderlichen Biotoptypen wie z. B. Wald, Grünland und Trockenbiotope entlang der Fließgewässer als durchgehende Lebensadern gebündelt werden. Die für diese Aufwertung noch anstehenden Gewässerabschnitte sind auch im ISEK benannt.

 

Zu beachten ist, dass ökologisch ähnliche Biotope miteinander verbunden werden. So gibt es eine gesonderte Vernetzungskarte für Waldflächen und eine für Extrembiotope. Für alle Biotope gilt es entlang der Verbundachsen, Flächen jeweils gezielt aufzuwerten. Zum einen berät die Verwaltung Investoren, geeignete Flächen zu erwerben und als Kompensations­maßnahmen für Bauvorhaben aufzuwerten. Zum anderen wirbt, berät und fördert die Verwaltung die ökologisch vertretbare Bewirtschaftung von geeigneten Flächen. Der wirksamste Ansatz ist weiterhin die Bereitstellung städtischer Eigentumsflächen und deren Aufwertung durch finanzielle Eigen- und Fördermittel und die programmatische Umsetzung des aufgestellten Biotopverbundkonzeptes.
 

 

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