Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 18-09169-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Biodiversitätsförderung in der Landschaft
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz
- Beteiligt:
- DEZERNAT III - Bau- und Umweltschutzdezernat; 0600 Baureferat
- Verantwortlich:
- Leuer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Planungs- und Umweltausschuss
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zur Kenntnis
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24.10.2018
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Anfrage 18-09169 der SPD-Fraktion vom 2. Oktober 2018 wird wie folgt Stellung genommen:
Zu Frage 1:
Die Problematik des überregionalen wie auch lokalen Artenschwundes ist in der Naturschutzbehörde der Stadt Braunschweig bekannt. Seit Gründung des Umweltamtes 1990 wurden viele Maßnahmen und Konzepte erarbeitet um gegen diese Problematik anzugehen. Bereits mit dem Landschaftsrahmenplan, dem Biotopverbundkonzept und dem Artenschutzkonzept der Stadt Braunschweig liegen Konzepte zum Gegensteuern vor. In
dem Bewusstsein für den Artenschutz einzutreten, hat im Jahr 2012 die Stadt die
Deklaration „Kommunen für Biologische Vielfalt“ unterzeichnet und ist dem Bündnis „Kommunen für Biologische Vielfalt“ 2013 beigetreten.
Zu Frage 2:
Es gibt in der zurückliegenden Zeit viele positive Beispiele für die Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt und Biodiversität:
- die Fließgewässerrenaturierungen und deren Auen an Schunter, Sandbach und Wabe sowie für Auenamphibien an der Oker zusammen mit Verbänden und Naturschutzvereinigungen
- das Totholzprogramm zum Ankauf von Habitatbäumen im Privat- und Genossenschaftswald
- Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen in Schutzgebieten
- der „Ökotopf“ zur Förderung und Unterstützung privater Initiativen auf diesem Gebiet
- Realisierung diverser oben beschriebener Kleinmaßnahmen im Zuge von Renaturierungen und Kompensationsmaßnahmen
Die Verwaltung kann dem Artensterben alleine aber nicht Einhalt gebieten, sie wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiterhin die Verbesserung der Artenvielfalt, insbesondere bei den anstehenden Renaturierungsmaßnahmen (z. B. Schunter – Butterberg) sowie bei den Ausgleichs- und Ersatzflächen für Bauprojekte forcieren.
Zu Frage 3:
Wie o. g. werden diverse Maßnahmen bereits umgesetzt und auch weiterhin geplant. Als Beispiel sei an dieser Stelle auf den aktuellen B-Plan zur Dibbesdorfer Straße Süd QU 62 hingewiesen, im nördlichen und östlichen Bereich dieses Bebauungsplanes werden diverse artenschutzfachliche Maßnahmen (Stein- u. Totholzhaufen, Bruch- u. Feldsteine, Laichgewässer, Strauchhecken, Sanddünen, etc.) berücksichtigt. Aktuell wird eine Biodiversitätsstrategie durch das Büro Aland im Auftrage der Verwaltung erarbeitet, welches auch schon den Landschaftsrahmenplan und das Biotopverbundkonzept aufgestellt hat. Diese Strategie zielt genau auf diese Problematik und deren Verbesserung ab. Anfang des kommenden Jahres wird die Verwaltung die darin untersuchten Maßnahmen vorstellen können.
