Rat und Stadtbezirksräte
Antrag (öffentlich) - 18-09764
Grunddaten
- Betreff:
-
Jasperallee - Denkmalschutz
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- Fraktion BIBS im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Planungs- und Umweltausschuss
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Vorberatung
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30.01.2019
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Vorberatung
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Gestoppt
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Rat der Stadt Braunschweig
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Entscheidung
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12.02.2019
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Beschlussvorschlag
Die BIBS-Fraktion beantragt, die Verwaltung möge bei der oberen Denkmalschutzbehörde um eine Stellungnahme bitten, ob es von der Praxis des Denkmalschutzes her gesehen unbedenklich ist, alle Einzelbäume oder das Gesamtensemble der Alleebäume auf großen Abschnitten auf einmal zu fällen und so in den denkmalgeschützten Bestand der Allee einzugreifen.
Sachverhalt
Sachverhalt:
Sehr viele Einzelhäuser und Häusergruppen (Bremer Häuser) der Jasperallee stehen unter Denkmalschutz, aber auch das ganze Ensemble aus Häusern, Straßen und dem mittigen Alleestreifen.
Als die Jasperallee im ausgehenden 20. Jahrhundert auch als Ensemble zum Denkmal erhoben wurde (siehe Verwaltungsvorlage 18-08855, S. 1-2), vermittelte sie einen ähnlichen Eindruck wie heute: eher aufgelockert und hell, durchlässig und frei als streng gleichförmig und militärisch-diszipliniert (siehe Fotos 1; aus: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Braunschweig, Teilband 2, Hameln, 1996. Jasperallee: S. 94-100, Fotos S. 97). Dies war auch schon in den vorangehenden Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg der Fall (Siehe Foto 2 aus den 1950er Jahren und Fotos 3 aus den frühen 1980er Jahren, aus: Roloff, Ernst August, 100 Jahre Bürgertum in Braunschweig - Bd. 1, Von der Jasperallee zur Kaiser-Wilhelm-Straße, Braunschweig 1985, Fotos S. 85, 87).
Auch Bilder aus der Zeit des frühen 20. Jahrhunderts (Fotos 4) zeigen kleine Bäume, die neben größeren angepflanzt wurden. Dies zeigt, dass offenbar schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts und vor dem 2. Weltkrieg umgestürzte oder abgestorbene Bäume nachgepflanzt wurden. Solche Nachpflanzungen scheinen die regelmäßige Praxis gewesen zu sein seit Einrichtung der Allee gegen Ende des 19. Jahrhunderts.
Aus Denkmalschutzgründen scheint es daher problematisch, diese gute Praxis abzubrechen und dahingehen zu ändern, dass große Abschnitte komplett gefällt werden.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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357,6 kB
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2
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(wie Dokument)
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101 kB
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3
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(wie Dokument)
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251,9 kB
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4
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(wie Dokument)
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317,7 kB
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