Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 19-10210
Grunddaten
- Betreff:
-
Braunschweig Inklusiv: 1. Braunschweiger Inklusions-Konferenz (BIK) am 8. und 9. Februar 2019
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 50 Fachbereich Soziales und Gesundheit
- Verantwortlich:
- Dr. Arbogast
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Soziales und Gesundheit
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zur Kenntnis
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07.03.2019
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Der Kommunale Aktionsplan (KAP) „Braunschweig Inklusiv“ wird die wesentliche Grundlage für die Entwicklung einer inklusiven Stadtgesellschaft sein. Die 1. Braunschweiger Inklusions-Konferenz (BIK), die am 8. und 9. Februar 2019 im Congress Saal der Stadthalle Braunschweig mit rund 450 Teilnehmenden an beiden Konferenztagen stattgefunden hat, ist für diesen Entwicklungsprozess entscheidend. Alle Teilnehmenden konnten gemeinsam klären, was in Braunschweig getan werden muss, um zukünftig gut und inklusiv zusammenzuleben zu können. Dies ist auch ein großes und wichtiges Ziel des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts ISEK 2030. Inklusion ist als ein dauerhafter Prozess zu verstehen, dem die Stadtgesellschaft zukünftig eine große Bedeutung einräumen muss.
Grundlage für die Entwicklung eines Kommunalen Aktionsplanes (KAP) „Braunschweig Inklusiv“ ist die vom Rat der Stadt Braunschweig am 2. Juni 2015 beschlossene Leitlinie zur gleichberechtigten Teilhabe "Braunschweig Inklusiv". Diesem Beschluss ging ein im Jahr 2013 begonnener Entwicklungsprozess voraus, an dem Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wohlfahrtsverbänden, Wohnungsunternehmen, der Agentur für Arbeit, des Jobcenters, Anbieter von Leistungen für Menschen mit Behinderungen, verschiedene städtische Fachbereiche und vor allem Menschen mit Behinderungen und Verbände zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen beteiligt waren.
Bei der 1. Braunschweiger Inklusions-Konferenz (BIK) konnten sich erneut interessierte Braunschweigerinnen und Braunschweiger, Menschen mit einer Behinderung sowie Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Institutionen, Verbänden und Vereinen mit ihren Ideen und Erfahrungen einbringen. In insgesamt 26 Workshops an beiden Tagen und anderen Beteiligungsmöglichkeiten (Ideenwand, Gesprächstische, Online-Beteiligungsportal) wurden zu den in der Leitlinie definierten Lebensbereichen Ziele und Handlungsempfehlungen (Projekte und Maßnahmen) erarbeitet, die das inklusive Zusammenleben in Braunschweig fördern. Die umfangreichen Arbeitsergebnisse (Ideen, Anregungen, Hinweise etc.) werden nach einer, wegen des hohen Datenvolumens zeitintensiven Auswertung im Kommunalen Aktionsplan zusammengefasst und sollen dem Rat der Stadt Braunschweig im Herbst 2019 zur Beschlussfassung vorgelegt werden (siehe beigefügtes Handlungskonzept).
Das Format der Konferenz orientierte sich an diesen Lebensbereichen und bot insgesamt folgende sieben Workshops zur Auswahl an:
- „Ich bin mobil in Braunschweig.“ - Verkehr und Mobilität
Jede/r kann sich ungehindert und selbstbestimmt von einem Ort zum anderen bewegen.
- „Ich wohne gut.“ - Wohnen
Jede/r soll frei wählen können wie, wo und mit wem sie oder er wohnen möchte.
- „Ich habe heute frei.“ – Freizeit und Kultur
Unterschiedliche Teilhabevoraussetzungen der Menschen werden von Kulturschaffenden und Kulturveranstaltern sowie von den Verantwortlichen für Erholung und Freizeit berücksichtigt.
- „Ich lebe gesund.“ - Sport und Gesundheit
Unterschiedliche Teilhabevoraussetzungen der Menschen werden von den Verantwortlichen für Sport und Gesundheit berücksichtigt.
- „Ich arbeite gern.“ - Arbeit
Jede/r erhält Anerkennung und Respekt für ihre/seine Fertigkeiten, Fähigkeiten und ihren/seinen verdienstvollen Beitrag zur Arbeitswelt.
- „Ich will lernen.“ - Erziehung und Bildung
Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen können gemeinsam aufwachsen und lernen.
- „Ich bin dabei!“ - Öffentliches und politisches Leben
Es werden Mitbestimmung und Beteiligung an politischen Prozessen sowie die damit in Zusammenhang stehenden Förderung und ggf. erforderlichen Assistenzleistung gewährleistet.
Der Einstieg in die Konferenz erfolgte durch ein „Eröffnungsgespräch“ zwischen Frau Petra Wontorra, Nds. Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, und Frau Stadträtin Dr. Christine Arbogast, in dem wichtige Aspekte zum Thema „selbstbestimmte gleichberechtigte Teilhabe“ angesprochen wurden. Anschließend folgten drei informative Podiumsgespräche u.a. mit „Experten in eigener Sache“ zu den Themenbereichen Wohnen und Mobilität, Arbeit sowie Freizeit, die sowohl Impulse zum Nachdenken als auch zum Diskutieren gegeben haben.
Parallel zu den Beteiligungsangeboten gab es am ersten Konferenztag auch einen „Markt der Möglichkeiten“, an dem sich insgesamt 15 Institutionen, Vereine und Verbände mit diversen Informationsangeboten für die Konferenz-Teilnehmenden beteiligt haben. Darüber hinaus gab es noch ein attraktives Rahmenprogram, das insbesondere unter dem Aspekt „Inklusion“ ausgewählt wurde (siehe beigefügte Programm-Informationen). Mit der Gesamtmoderation der Konferenz sowie der Durchführung der vorbereitenden Workshops u.a. für das zehnköpfige Orga-Team wurde die Agentur „MehrWert Inklusion“ beauftragt (www.mehrwert-inklusion.de).
Die wesentlichen Veranstaltungsdaten:
- Insgesamt ca. 450 Teilnehmer*innen an 2 Konferenztagen
- 3 Podiumsgespräche (Wohnen, Arbeit, Freizeit) mit insgesamt 9 Teilnehmer*innen
- Durchführung von 26 Workshops in 7 Themenbereichen (Lebensbereiche)
- Einsatz von insgesamt 20 (ehrenamtlichen) Moderator*innen diverser Institutionen, Verbände, Vereine
- Durchführung eines „Markt der Möglichkeiten“ mit 15 Info-Ständen und ca. 40 Personen (Standpersonal) am ersten Konferenztag
- 4 Programmpunkte auf der Bühne des Congress Saales mit insgesamt über 20 Aktiven
- Dokumentation der BIK durch Sicherung der Workshop-Ergebnisse, Ideenwand, Fotos, Video, Graphic Recording, Online-Beteiligungsportal
- Assistenz durch insgesamt 22 Nachwuchskräfte der Stadt Braunschweig
- Assistenz durch Gebärdensprachdolmetschen während der gesamten Konferenz
- Assistenz durch Schriftdolmetschen der Moderation und der Gespräche im Congress Saal
- Vorbereitung durch das zehnköpfige Orga-Team (7 Besprechungstermine seit November 2018) unter Federführung des Fachbereiches Soziales und Gesundheit
Weitere Informationen zur 1. Braunschweiger Inklusions-Konferenz (BIK) können den städtischen Internetseiten unter www.braunschweig.de/bik entnommen werden.
Anlagen
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