Rat und Stadtbezirksräte

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Mitteilung - 19-10301

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Nachfolgend wird ein Überblick über die geleistete Arbeit im Bereich der Wirtschaftsförderung Braunschweig gegeben:

 

 

Existenzgründungsberatung

 

Beratungsangebot Braunschweig Zukunft GmbH

 

Mit einer großen Auswahl an Dienstleistungen für Existenzgründerinnen und -gründer bietet die städtische Wirtschaftsförderung Braunschweig Zukunft Starthilfe für junge Unternehmen. So werden etwa kostenlose Einzelberatungs- und Orientierungsgespräche angeboten.

 

Im Jahr 2018 wurden bei der Braunschweig Zukunft GmbH 156 persönliche, intensive Beratungsgespräche mit 179 Personen geführt. Dieser Kreis setzt sich fast ausschließlich aus Menschen zusammen, die sich auf eine Existenzgründung vorbereiten und sich im Rahmen der kostenlosen Orientierungsberatung informieren. Ein kleiner Teil der Ratsuchenden befindet sich bereits in den ersten Jahren der Selbstständigkeit.

 

Gemeinsames Beratungsangebot mit dem Fachbereich Kultur

 

Die Kulturverwaltung der Stadt Braunschweig und die Braunschweig Zukunft GmbH bieten seit Ende 2015 ein gemeinsames Beratungsangebot außerhalb der üblichen Diensträume an. Die Beratungen finden jeweils am letzten Dienstag eines Monats – seit Januar 2018 - im einRaum, Handelsweg 5-7, statt. Interessierte können sich dort informieren, wie sie von der finanziellen Unterstützung der Stadt und weiterer Institutionen für kulturelle und künstlerische Projekte, für Projekte zur Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft und für Existenzgründer profitieren können.

Das gemeinsame Angebot in der Galerie soll dazu beigetragen, die „Schwellenängste“ abzubauen, in einem Termin fachübergreifend zu beraten und die Netzwerkbildung zu verbessern.

 

Kooperation mit der Beratungs- und Koordinierungsstelle Frau und Beruf

 

Frauen sind nach wie vor mit einem Anteil von ca. 40 % an allen Existenzgründungen unterrepräsentiert. Das weibliche Gründungsverhalten unterscheidet sich deutlich vom männlichem. So schätzen Frauen ihre Chancen pessimistischer ein, sind risikobewusster und gründen häufiger als Männer aufgrund mangelnder Jobalternativen.

Vor diesem Hintergrund setzte die Braunschweig Zukunft GmbH ihre Zusammenarbeit mit der Beratungs- und Koordinierungsstelle Frau und Beruf der Volkshochschule Braunschweig fort. Auch im Jahr 2018 wurden wieder über das Kursprogramm der Beratungs- und Koordinierungsstelle kostenfreie Einstiegsberatungen für Existenzgründerinnen angeboten. Im Berichtsjahr wurden über die Koordinierungsstelle 10 Beratungsgespräche vermittelt.

 

Übersicht Beratungsgespräche 01.01. bis 31.12.2018

 

An-zahl

Frauen

Männer

Dienst-leistung

Freie Berufe

Gastro

Handel

Hand-werk

Kultur/ Kreativ

Produk-tion

Technik

156

88

91

34

33

17

26

8

19

5

21

 

Neues Beratungsangebot ab Januar 2019

 

Im Januar 2019 erfolgt erstmalig eine gemeinsame Beratung der Gründerberaterinnen der Braunschweig Zukunft GmbH mit dem Gründungs-Coach der Technologietransferstelle der TU Braunschweig. Das Angebot richtet sich an Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter/innen der Hochschule. Ziel ist es insbesondere, die akademischen Ausgründungen aus der TU Braunschweig (Spin-Offs) zu fördern und innovative Start-Ups für das Start-Up-Zentrum MO.IN zu akquirieren. Das gemeinsame Beratungsangebot soll in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. 

 

Gründungsnetzwerk

 

In 2018 konnte ein weiteres, bedeutendes Mitglied für das Gründungsnetzwerk Braunschweig geworben werden. Mit dem Beitritt der Öffentlichen Versicherung hat sich das Gründungsnetzwerk auf 22 Mitglieder vergrößert.

 

Existenzgründerfonds

 

Der Existenzgründerfonds der Stadt Braunschweig wurde im Juli 2007 auf Vorschlag der Braunschweig Zukunft GmbH eingerichtet. Es werden Zuschüsse in Höhe von bis zu 7.500 € für die Gründung, den Erwerb oder die Erweiterung eines Kleinstunternehmens mit Sitz in Braunschweig als Einstieg in die Selbstständigkeit gewährt.

Im Berichtsjahr wurden sieben Neugründungen bzw. Erweiterungen in Braunschweig bezuschusst. Dabei wurden Mittel in einer Gesamthöhe von 50.000 € bewilligt. Insgesamt sollen 26 Arbeitsplatze neu geschaffen oder gesichert werden.

 

Seit Einrichtung des Fonds im Juli 2007 wurden bis Ende 2018 119 Neugründungen bzw. Erweiterungen in Braunschweig durch einen Zuschuss unterstützt. Dabei sind Mittel in einer Gesamthöhe von 816.089,85 € bewilligt und 355 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert worden. Unterstützt wurden Existenzgründerinnen und –gründer aus den Bereichen Dienstleistungen, Handel, Handwerk, Produktion und Kultur- und Kreativwirtschaft. Von den seit Juli 2007 geförderten 119 Unternehmen mussten sieben ihre Betriebstätigkeit innerhalb der Zweckbindungsfrist von 36 Monaten einstellen. Fünf Betriebsaufgaben erfolgten nach Ablauf der Zweckbindungsfrist.

 

Für die Jahre 2018 bis 2020 wurde eine Reduzierung des Gründerfonds auf 50.000 € pro Jahr festgelegt, um aus den freiwerdenden Mitteln den neuen Accelerator für Wachstum und Innovation – W.IN – zu finanzieren. Im Berichtsjahr wurde der Gründerfonds komplett ausgeschöpft. Ablehnungen, weil kein Budget mehr zur Verfügung stand, hat es nicht gegeben.

*Arbeitsplätze bei Gründung oder zusätzlich geschaffen bei Erweiterung, hochgerechnet auf Vollzeit.

 

 

 

Veranstaltungen für Gründer

 

2018 wurden neben den persönlichen Beratungsgesprächen zur Existenzgründung vier Beratungsnachmittage mit den Wirtschaftssenioren Region Braunschweig e. V., acht gemeinsame Beratungsnachmittage mit dem Fachbereich Kultur, vier Gründerforen, zwei dreitägige Existenzgründerseminare und eine Großveranstaltung, der Gründungstag, durchgeführt.

 

TRAFO Hub: Entwicklung der Wichmannhalle zu einem Digital Hub

 

In seiner Sitzung am 24.08.2018 hat der Wirtschaftsausschuss einer Kooperation zwischen der Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH und der TRAFO Hub GmbH zur Umsetzung von innovativen Veranstaltungsformaten in der Wichmannhalle in den Jahren 2018 bis 2020 zugestimmt. Die Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH hat einen Zuschuss erhalten um ein mehrstufiges Veranstaltungskonzept zu entwickeln, welches bestehende Akteure und Initiativen berücksichtigt und aktiv einbindet. Für die Finanzierung wurden die erforderlichen Mittel für das Jahr 2018 in Höhe von 20.000 € aus dem Ansatz für die Kultur- und Kreativwirtschaft zur Verfügung gestellt.

 

Die Braunschweig Zukunft GmbH wird das Projekt weiterhin begleiten und Veranstaltungen, insbesondere aus dem Bereich der Gründungsförderung, in der Wichmannhalle platzieren.


 

Bisherige Veranstaltungen im TRAFO:

 

Veranstalter

Thema

Termin

Braunschweig Zukunft

Matching-Abend des Start-up-Zentrums MO.IN

26.06.2018

Haus der Wissenschaft /Zuschuss der Stadt Braunschweig

Auftaktveranstaltung

25.10.2018

Braunschweig Zukunft GmbH

Smart City Hackathon

24. - 25.11.2018

Haus der Wissenschaft

Webmontag

17.12.2018

 

 

Gründerpreis 2018

 

Erfolgreiche Jungunternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftswachstum und schaffen Arbeitsplätze. Die Braunschweig Zukunft GmbH und die Braunschweigische Landessparkasse ermutigen daher mit dem Braunschweiger Gründerpreis zu Unternehmensgründungen. So werden seit 2010 alle zwei Jahre vorbildliche Unternehmen, außerordentliche Leistungen oder die Entwicklung innovativer Ideen ausgezeichnet. Ein Schwerpunkt liegt auf der Persönlichkeit des Gründers, der „Mutmacher“ für andere Existenzgründungen sein soll. Dafür hat die Braunschweigische Landessparkasse Preisgelder von insgesamt 10.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Siegertrophäe ist ein weißer Löwe aus Fürstenberg-Porzellan. Am 17. Oktober 2018 erfolgte die Preisverleihung im Rahmen einer Festveranstaltung.

 

Aus der Wirtschaftsstatistik

 

Die statistischen Auswertungen beziehen sich auf den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2017. Nur für die Arbeitslosenquote erfolgt die Darstellung bis einschließlich Dezember.

 

Gewerbeanzeigen

 

Datenquelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand Oktober 2018

Bis zum 30.09.2018 ist für Braunschweig im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wiederum eine leichte Abnahme an Gewerbeanmeldungen von -77 (-5,76 %) zu verzeichnen. Dieser Wert liegt über dem Landesdurchschnitt von -0,96 %. Die Zahl der Gewerbeabmeldungen ist im gleichen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um -36 (-2,98 %) zurückgegangen. Im Landesdurchschnitt ist dagegen eine Zunahme der Gewerbeabmeldungen von 1,28 % zu verzeichnen.

 

Insolvenzen

 

Datenquelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand Oktober 2018

In Braunschweig ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um -9 (-22,5 %) von 40 auf 31 zurückgegangen.

 

Entwicklung der Arbeitslosenquote SGB II und SGB III

Datenquelle: Bundesagentur für Arbeit, Statistik, monatlicher Arbeitsmarktreport

 

Die Arbeitslosenquote lag für den Bereich Braunschweig, Stadt, im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr wieder in jedem Monat unter den Vorjahreszahlen. Im Jahresdurchschnitt ergibt sich eine Reduzierung der Arbeitslosenquote von 5,8 % auf 5,3 %. Im Dezember 2018 lag die Arbeitslosenquote mit 4,9 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 5,3 %. Der Landeswert lag im Dezember 2018 bei 5,0 %.

 

 

 

Start-up-Zentrum Mobilität und Innovation - MO.IN

 

Braunschweig hat eine neue Anlaufstelle für innovative Start-up-Unternehmen. Pro Jahr sollen sechs technologieorientierte Start-ups umfassend betreut werden, die mit einem innovativen Geschäftsmodell einen schnellen und nachhaltigen Wachstumskurs anstreben. Im MO.IN wurden insgesamt 7 Teams betreut. 4 Teams wurden jeweils 6 Monate und 3 Teams jeweils 3 Monate begleitet, was insgesamt 33 Betreuungsmonate ergibt.

 

Accelerator für Wachstum und Innovation – W.IN

 

Der Accelerator W.IN unterstützt innovative Start-ups in der Wachstumsphase und war im Jahr 2018 7 Monate personell besetzt.

 

Für die Umsetzung ab 2019 wurden 4 Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen. Die Partner beteiligen sich neben der Zurverfügungstellung von Mentorenstunden auch monetär. Das Projekt wurde zudem - über Multiplikatoren und direkt – bei weiteren potentiellen Partnern vorgestellt. Im Jahr 2019 wird der Partnerkreis auf Basis dieser Anbahnungen weiter steigen.

 

Am 12. Dezember 2018 wurde eine Jury-Sitzung durchgeführt. Ziel dieser Sitzung war die Auswahl von drei geeigneten Start-ups für den ersten W.IN Betreuungsdurchlauf 2019. Es stellten sich fünf Start-ups vor, die im Rahmen von Bewerberakquisition passgenau identifiziert worden sind.


Technologiepark

 

Gründerteams (ohne MO.IN), die Flächen gemietet haben oder hatten
Gesamtzahl

Hiervon Neuvermietungen

Branchen (neu)

Hiervon Auszüge

Arbeitsplätze per 31.12.2018 incl. Firmengründer


19
(Vorjahr 20)

 

3
(Vorjahr  1)

 

optische Technologien, Mobilität, Navigationstechnik

4
(Vorjahr 5)

73

 

Insgesamt 19 Gründerteams waren 2018 im Technologiepark ansässig. Daneben sind Räume an Kooperationspartner im Bereich der Gründerförderung vermietet. Vorübergehend wurden außerdem Räume für städtische Zwecke bereitgestellt, da die ursprünglich genutzten Räume saniert werden mussten. Bei fast allen betreuten Start-ups steigt der Raumbedarf im Laufe der Jahre kontinuierlich. Der Raumbedarf einzelner Teams lag 2018 zwischen 30 und 175 m².

 

Insgesamt war die Nachfrage nach Flächen im Jahr 2017 und 2018 verhaltener als in den Vorjahren. Als Ursache für die geringere Nachfrage wird neben zeitgleich weiteren in Braunschweig entstanden Hotspots für Gründerteams auch die derzeit gute konjunkturelle Lage angenommen.

 

 

 

Kultur – und Kreativwirtschaft

 

Folgende Bewilligung sind erfolgt:

 

  • Kreativregion Braunschweig e.V. 
    55.000 € zur Durchführung von Projekten und Maßnahmen der Kultur- und Kreativwirtschaft

 

Standortberatung

 

In 2018 erreichten die Braunschweig Zukunft GmbH ca. 36 Anfragen nach Gewerbegrundstücken. Wegen des derzeit herrschenden Gewerbeflächenmangels können leider seit längerem keine Grundstücke angeboten werden. Die Braunschweig Zukunft GmbH führt daher eine Interessentenliste, welche aktuell insgesamt 50 Unternehmen umfasst, die in Braunschweig eine Wirtschaftsfläche suchen. Die erwähnten Anfragen kommen aus allen Branchen und decken neben Handwerk, Handel/Logistik, Produktion/Verarbeitung und Dienstleistung auch Freizeitnutzungen ab.

 

2018 wurden insgesamt 5 Gewerbeflächen verkauft mit insgesamt 67.500 m². Der Gewerbeflächenbedarf der erwähnten 50 Unternehmen liegt aktuell bei ca. 40 ha.  Es handelt sich hierbei um Anfragen in der Größenordnung von 2.000 bis 5.000 m², in Ausnahmefällen werden auch deutlich größere Flächen von bis zu 30.000 m² gesucht. Die Wirtschaftsförderung betreut darüber hinaus auch Großvorhaben.

 

Die Braunschweig Zukunft GmbH erreicht darüber hinaus auch Anfragen, deren Bearbeitung aufgrund der thematischen Zuordnung zu anderen Fachabteilungen in der Stadtverwaltung nicht unmittelbar der Wirtschaftsförderung obliegen. Als Beispiel hierfür zählen Anfragen von Investoren für Projekte aus den Bereichen Wohnungsbau, Tageskliniken und Ärztezentren. Auch hier ist die Wirtschaftsförderung stets unterstützend tätig, vermittelt entsprechende Ansprechpartner und begleitet bei Bedarf auch weiterführende Gespräche bzgl. Entwicklungs- und Ansiedlungsvorhaben.

 

Eines der wichtigen Tätigkeitsfelder der Braunschweig Zukunft GmbH im Bereich der Bestandspflege ist das Genehmigungsmanagement. Hierunter versteht man die kontinuierliche und umfassende Begleitung von Unternehmen bei Bauanträgen, Projekt-, Investitions- oder Entwicklungsvorhaben usw. Die Wirtschaftsförderung agiert hier als Schnittstelle zwischen Unternehmen und der Stadtverwaltung.

 

In 2018 wurden insgesamt 15 Anfragen zu planungsrechtlichen Vorprüfungen für Bauvorhaben und ca. 9 Anfragen zu Problemen im Baugenehmigungsverfahren koordiniert und zusammen mit der Stadtverwaltung bearbeitet. Darüber hinaus wird die Braunschweig Zukunft als Träger öffentlicher Belange bei sämtlichen Bebauungsplanverfahren eingebunden und prüft und beurteilt daher diese unter Berücksichtigung der Belange der lokalen Wirtschaft.

 

Das Genehmigungsmanagement zeichnet sich insbesondere durch hohen Aufwand für die Einarbeitung in neue Projekte mit hoher Komplexität aus.
 

 

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