Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 19-10505
Grunddaten
- Betreff:
-
Projekt "Stolpersteine 2019"
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 41 Fachbereich Kultur und Wissenschaft
- Beteiligt:
- DEZERNAT IV - Kultur- und Wissenschaftsdezernat; 10 Fachbereich Zentrale Dienste
- Verantwortlich:
- Dr. Hesse
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 310 Westliches Ringgebiet
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Entscheidung
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07.05.2019
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Gemäß § 93 Abs. 1 Ziffern 5 und 10 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG) in Verbindung mit § 16 Abs. 1 Ziffer 8 der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig
vom 8. November 2011 in der derzeit geltenden Fassung entscheiden die Stadtbezirksräte
über die Aufstellung von Kunstwerken. Vorliegend handelt es sich bei der Verlegung sogenannter Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig um derartige Kunstwerke.
Entsprechend dem Konzept des Projektes Stolpersteine enthalten jeweils neu zu verlegende Steine den Namen der Opfer des Nationalsozialismus sowie kurze Angaben zum Geburtsjahr und zum jeweiligen Schicksal.
Der Verein „Stolpersteine für Braunschweig e. V.“ hat die folgenden Daten zu den Personen
ermittelt und der Verwaltung mitgeteilt:
Frankfurter Straße 272 (ehemals 72)
Simon Salomo Jastrow
Geboren: 09.05.1885 in Ritschenwald/Oborniki, Poznan, Polen. Siedelte 1922 mit seiner Familie nach Braunschweig um.
Ausbildung/Beruf: Kaufmann und Schneider. Er führte ein Geschäft in der Braunschweiger Innenstadt.
Wohnort: Frankfurter Straße 272
Grund der Verfolgung: Jude
Verfolgung: Zunächst wurde sein Geschäft geschlossen. Es folgte eine Zwangsübersiedlung in das Judenhaus Höhe 3. Am 31.03.1942 wurde er mit seiner Familie in das Warschauer Ghetto transportiert. In den folgenden Wochen/Monaten folgte der Transport und die Ermordung im Vernichtungslager Treblinka.
Verlegungsort: Frankfurter Straße 272
Grund der Verlegung: Recherche: Schüler*innen der Heinrich-Büssing-Schule im Religionskurs der 12. Klasse
Hertha Jastrow, geb. Schimmek
Geboren: 17.02.1894 in Exin/Posen, Polen
Ausbildung/ Beruf: Hausfrau und Mutter
Wohnort: Frankfurter Straße 272
Grund der Verfolgung: Jüdin
Verfolgung: Zwangsübersiedlung in das Judenhaus Höhe 3. Wurde am 31.03.1942 nach Warschau deportiert. Gestorben im Konzentrationslager oder im Ghetto Warschau.
Verlegungsort: Frankfurter Straße 272
Grund der Verlegung: Recherche: Schüler*innen der Heinrich-Büssing-Schule im Religionskurs der 12. Klasse
Alice Jastrow
Geboren: 18.02.1922 in Exin/Poznan, Polen
Ausbildung/ Beruf:
Wohnort: Frankfurter Straße 272
Grund der Verfolgung: Jüdin
Verfolgung: Im Jahr 1939 Zwangsübersiedlung in das Judenhaus Höhe 3. Am 31.03.1942 nach Warschau deportiert. Gestorben im Konzentrationslager oder im Warschauer Ghetto.
Verlegungsort: Frankfurter Straße 272
Grund der Verlegung: Recherche: Schüler*innen der Heinrich-Büssing-Schule im Religionskurs der 12. Klasse
Herbert Jastrow
Geboren: 06.11.1928 in Braunschweig
Ausbildung/ Beruf:
Wohnort: Frankfurter Straße 272
Grund der Verfolgung: Jude
Verfolgung: Im Jahr 1939 Zwangsübersiedlung in das Judenhaus Höhe 3. Am 31.03.1942 nach Warschau deportiert. Gestorben im Konzentrationslager oder im Warschauer Ghetto.
Verlegungsort: Frankfurter Straße 272
Grund der Verlegung: Recherche: Schüler*innen der Heinrich-Büssing-Schule im Religionskurs der 12. Klasse
