Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 19-10934
Grunddaten
- Betreff:
-
Sachstand Wohnwagenaufstellplatz Madamenweg
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 50 Fachbereich Soziales und Gesundheit
- Verantwortlich:
- Dr. Arbogast
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Soziales und Gesundheit
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zur Kenntnis
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29.05.2019
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Verwaltung erstellt die Mitteilung zum Sachstand Sanierungsarbeiten auf dem Wohnwagenaufstellplatz am Madamenweg 94 als Tischvorlage, weil sich kurzfristige Erkenntnisse ergeben haben, die leider keine andere Möglichkeit zugelassen haben.
Aufgrund der aktuell vorliegenden Sachlage bittet die Verwaltung die Mitglieder des Ausschusses um eine Einschätzung, welche der vorgeschlagenen Varianten favorisiert wird.
Sachstand vom 27.05.2019:
Mit der Vorlage 18-09617 wurde im Rat am 18. Dezember 2018 beschlossen, für die Maßnahmen am Madamenweg 94 (Installation von neun Versorgungssäulen mit Strom, Frisch- und Schmutzwasser-Anschlüssen) außerplanmäßige Haushaltsmittel in Höhe von 297.000 EUR bereitzustellen.
Insbesondere durch den sehr hohen Anstieg der Kosten für die zur Umsetzung notwendigen Tiefbauarbeiten aufgrund der guten Baukonjunktur, gestaltet sich die Ausstattung des Wohnwagenaufstellplatzes mit den Versorgungssäulen schwierig.
- Die zuletzt auf 297.000 EUR gestiegenen Kosten sind nach Ausschreibung und Submission der Arbeiten an die Firmen auf 411.200 EUR gestiegen
- Für die gestiegenen Kosten sind keine Deckungsmittel vorhanden
- Bei der Bestellung und Lieferung der Versorgungssäulen gibt es Schwierigkeiten hinsichtlich des rechtlich vorgegebenen Vergabeverfahrens
Aus Sicht der Verwaltung stehen die Kosten in der momentanen Höhe von 411.200 EUR in keinem guten Verhältnis zum Nutzen und der Wirtschaftlichkeit des Standortes, sodass das Konzept mit den Versorgungssäulen neu überdacht werden sollte. Insbesondere, da die vorhandenen Sanitärgebäude in absehbarer Zeit mindestens ertüchtigt werden müssen.
Die Verwaltung legt als Alternative zum Konzept „Versorgungssäulen“ zwei Varianten der Sanierung der auf dem Platz vorhandenen Sanitärgebäude vor.
Über die Sicherheit und Funktionsfähigkeit der Elektroinstallation auf dem Platz kann zurzeit noch keine konkrete Aussage getroffen werden. Fest steht, dass die Stromanlage erneuert werden muss. Aktuell wird die vorhandene Installation durch eine Fachfirma überprüft. Ein endgültiger schriftlicher Bericht sollte bis zum Sitzungstermin vorliegen. Aktuell zeichnet sich durch Vorgespräche mit der Firma vor Ort allerdings ab, dass die Stromleitungen in den Rohrgräben und die Verteilerkästen erneuert werden müssen, da sie der abgeforderten Leistungsmenge nicht genügen.
Eine Kostenschätzung liegt hierfür noch nicht vor.
Variante 1:
Die statisch nicht relevanten Trennwände (gelb dargestellt) entfallen, sodass pro Haus 4 gleich große Räume entstehen.
Das Haus 1 würde wie folgt aufgeteilt:
- Damen-WC mit zwei Toiletten und einem Waschbecken
- Herren-WC mit einer Toilette und einem Waschbecken
- Ein Damen- und ein Herren-Waschraum mit jeweils zwei Waschbecken und einer Dusche mit Vorraum
Das Haus 2 würde wie folgt aufgeteilt:
- Barrierefreies WC mit Dusche, WC und Waschbereich (vergrößerte rollstuhlgerechte Außentür)
- Mutter-Kind-Bereich mit Dusche, WC, Waschbereich und evtl. Klappwickeltisch (Barrierefreiheit nicht erforderlich)
- Wasch- und Spülküche mit zwei Spülbecken und einem Waschbereich mit Waschmaschinen, evtl. Wäschetrockner
- Technikraum bleibt bestehen
Vorraum mit Ausgussbecken und zwei Trinkwasserzapfstellen sowie einer Möglichkeit zur Abwasserentsorgung entstehen.
Diese Variante der Aufteilung wird von Seiten der Verwaltung als am sinnvollsten angesehen. Zudem entsteht die Möglichkeit für ältere Menschen oder Familien einen größeren geschlossenen Einzelbereich zu nutzen. Eine Möglichkeit zum Abwaschen und Wäsche waschen besteht zurzeit noch nicht auf dem Platz und würde hiermit geschaffen.
Der vorhandene Sanitär-Container (Haus 3) bleibt ohne Veränderung bestehen.
Variante 2:

In den Häusern würden Innenwände stehen bleiben und nur die Fliesen abgebrochen und erneuert. Die Installation wird erneuert und die Bereiche neu gefliest und mit neuen Objekten (WC, Waschbecken, Dusche) ausgestattet.
Im Haus wird ein Wasch- und Spülbereich wie in Variante 1 eingebaut.
Der vorhandene Sanitär-Container (Haus 3) bleibt ohne Veränderung bestehen.
Hierbei handelt es sich um die Mindestinstandsetzung, die wahrscheinlich die geringsten Kosten und Aufwand verursacht.
Zu beiden vorgeschlagenen Alternativen kämen die Kosten der Sanierung der Stromanlage dazu.
Genaue Kostenschätzungen liegen für die vorgeschlagenen Alternativen zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor. Die Variante 1 wird sich allerdings nach Aussage der Bauverwaltung im selben Umfang wie die Baumaßnahme „Versorgungssäulen“ bewegen.
Aktuell ist im Haus 2 ein Wasserschaden entstanden. Die Auswirkungen hinsichtlich der Kosten und die zur Beseitigung anfallenden Arbeiten können noch nicht abgeschätzt werden.
