Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 19-10920-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Zur Anfrage der SPD-Fraktion vom 16.05.2019 [19-10920] wird wie folgt Stellung genommen:

 

Zu Frage 1:

 

Der Leitsatz der Altenhilfeplanung „Braunschweig - lebenswert auch im Alter“ ist für die Verwaltung weiterhin Anreiz, ihn im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit Leben zu füllen. So ist die konzeptionelle Weiterentwicklung der Nachbarschaftshilfen mit Stärkung der Arbeit im Quartier eine Reaktion auf veränderte Ansprüche und Bedarfe. Für den 28.06.2019 ist ein Workshop mit den bestehenden Nachbarschaftshilfen geplant. Hier werden aktuelle Fragen und Zukunftsperspektiven diskutiert und ggf. handlungsleitende Maßnahmen entwickelt.

 

Ebenso wurde die Sektoralplanung Altenhilfe ins ISEK eingespeist, um zukunftsträchtig die Bedürfnisse der älteren Generation hier mit zu berücksichtigen.

 

Weiterhin werden Netzwerke neu geknüpft und Partner zusammengebracht, die bisher nicht unmittelbar in Kontakt kommen.

 

Um auf Bedürfnislagen eingehen zu können, werden Erkenntnisse vor Ort ermittelt. Mit der Gründung von Foren/runden Tischen in den Quartieren wird der Ansatz verfolgt, die lokalen Experten in die Gestaltung der Quartiere einzubeziehen. Die Umsetzung der Ziele und Maßnahmen der Altenhilfeplanung dient dabei als Anknüpfungspunkt.

 

Im Rahmen des Projektes Nachbarschaftszentren wird die Verwaltung in einem ersten Schritt die Bedarfe nach Begegnungsmöglichkeiten vor Ort ermitteln. In diesem Zuge sollen auch die Erkenntnisse zur Situation älterer Menschen in den Stadtteilen und Quartieren Braunschweigs aktualisiert werden.

 

Auch die vorhandenen Printmedien und die Internetdarstellung werden angepasst und gepflegt, um Zugangswege für Angebote zu ebnen und damit den diversen Ansprüchen von Senioren nach Information zu genügen.

 

Zu Frage 2:

 

Zwar sind wesentliche Bestandteile aus dem Handlungskonzept des Altenhilfeplans nach wie vor aktuell, dennoch müsste die Datenbasis dringend aktualisiert werden. Um neuere Daten und einen konkreten Überblick über die Anzahl der älteren und insbesondere der perspektivisch pflegebedürftigen Menschen zu erhalten, ist eine aufwändige Analyse notwendig, die mit den bestehenden Personalressourcen nur in Ansätzen umsetzbar ist. Dabei wären auch die je individuellen Rahmenbedingungen der einzelnen Stadtteile und Quartiere in Braunschweig zu berücksichtigen. Daraus abgeleitet ist dann eine Anpassung möglicher Maßnahmen zur Umsetzung der jeweiligen Ziele vor Ort erforderlich. Ebenso die Weiterentwicklung notwendiger Angebote, um den unterschiedlichen Ansprüchen genügen zu können.

 

Grundsätzlich werden personelle und finanzielle Ressourcen benötigt. Dabei kann es sich um vorhandenes Personal innerhalb der Verwaltung als auch um den Einsatz von Honorarkräften oder eine Vergabe von Aufträgen an Dritte handeln. Die Größenordnung ist auf die Schnelle schwer bezifferbar.

 

Auch für die Umsetzung von Projekten können Personal- und Sachmittel nicht pauschal beziffert werden. Die Kosten sind abhängig von der Art der Projekte und den Bedingungen des Stadtteiles.

 

Zu Frage 3:

 

Die Stadt verfügt über unterschiedliches Datenmaterial, z.B. über den Mikrozensus und eigene Auswertungen. Daten können u.a. über das Referat Stadtentwicklung und Statistik abgefragt werden. Auf speziell aufbereitete Daten, wie den vom Sozialreferat erstellten Sozialatlas, kann zurückgegriffen werden.

 

Inwieweit sie ausreichend und sinnvoll sind, kann zurzeit nicht eingeschätzt werden, da sich

teilweise erst aus Fragestellungen ergibt, welche Daten erforderlich sein könnten.

 

Aktuell werden die Überarbeitung der Stadtteilanalyse und der Analyse zum Wohnen für Senioren, d. h. eine Aktualisierung, benötigt. Zur Bedarfsfeststellung kann eine Befragung erforderlich sein.
 

 

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