Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 19-11118
Grunddaten
- Betreff:
-
Honorare für Dolmetschende
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- Jalyschko, Lisa-Marie; Fraktion Bündnis 90-DIE GRÜNEN im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Integrationsfragen
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zur Beantwortung
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19.06.2019
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Auf dem Fachtag „Verständigung ist unsere Aufgabe“ am 22.Mai 2019 sind wir mit mehreren interkulturell Dolmetschenden, die für die Servicestelle für Interkulturelles Dolmetschen und Übersetzen arbeiten, ins Gespräch gekommen. Die Dolmetschenden werden für ihre Arbeit auf Honorarbasis entlohnt. Uns wurde einhellig mitgeteilt, dass es dabei allerdings Schwierigkeiten gibt: Zum einen wurde vor ca. zwei Jahren der Stundensatz von 28€ auf 20€ reduziert, ebenso wurde die Anfahrtspauschale von 10€ auf 5€ reduziert. Das führt bei zum Teil weiten Anfahrtswegen und langen Wartezeiten vor der eigentlichen Arbeit zu einer hohen Stundenbelastung bei geringer Entlohnung. Teilweise, so wurde uns versichert, kämen die Dolmetschenden bei ihrem Zeitaufwand auf ein Honorar unter dem Mindestlohn. Zum anderen würden Kolleg*innen zu Dolmetscherbüros abwandern und man könne geeignete Bekannte nicht mehr überzeugen, auch Dolmetscher*in zu werden. Oft überlege man es sich zudem genau, ob man einen Auftrag annimmt, von dem man weiß, dass der Zeitaufwand hoch, aber die Entlohnung niedrig ist. Auf dieser Grundlage unsere Fragen:
1. Ist die Information über die gesenkten Honorare korrekt und wieso wurden die Honorare gesenkt?
2. Wie hat sich die Zahl der Honorarkräfte sowie der Bewerber*innen entwickelt?
3. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, die Arbeit der Dolmetschenden attraktiver zu machen?
