Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 19-10564

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

 

„Dem o. a. Bauvorhaben wird gemäß den Plänen vom 01.02.2019 zugestimmt.

 

Die Gesamtkosten - einschl. der Eigenleistung des Fachbereiches Hochbau und Gebäude-management - und eines Zuschlages für Unvorhergesehenes werden aufgrund der  Kostenberechnung vom 06.08.2019 auf 4.318.500 € festgestellt.“
 

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

1. Beschlusskompetenz

 

Die Beschlusskompetenz des Bauausschusses für Objekt- und Kostenfeststellungen ergibt sich aus § 6 Nr. 2 lit. a der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig in Verbindung mit § 76 Abs. 3, Satz 1 NKomVG.

 

 

2. Begründung und Beschreibung des Investitionsvorhabens

 

Zitat Raumprogrammvorlage vom 09.02.2018

 

„Bereits im Juni 2013 hat die Grundschule llmenaustraße einen Antrag auf Einrichtung des

Ganztagsbetriebes zum Schuljahr 2015/2016 gestellt. Zunächst war die Umwandlung in eine

teilweise offene bzw. teilgebundene Ganztagsschule beabsichtigt. Nach intensiver Beratung

wünscht die Schule nun die Einführung eines offenen Ganztagsbetriebes zum nächstmögli-chen Zeitpunkt.

 

Nach der aktuellen Prognose über die Schülerzahlentwicklung der Grundschule llmenau-straße unter Berücksichtigung der zum 1. August 2017 in Kraft getretenen Änderung der

Schulbezirkssatzung für die Schulen in der Weststadt wird sich die Schule weiterhin vierzügig (4 Klassen/Jahrgang) - mit steigender Tendenz in der Schülerzahl - entwickeln.

 

Die Schule wird aktuell als überwiegend vierzügige Grundschule (der 4. Schuljahrgang ist

dreizügig) geführt und verfügt über die entsprechenden räumlichen Ressourcen für eine Vier-zügigkeit. Neu bzw. durch innere Umwidmungen zu schaffen sind die Ressourcen für den angestrebten Ganztagsbetrieb.“

 

3. Angaben zum Raumprogramm

 

Folgende Infrastruktur für den Ganztagsbetrieb ist gem. Raumprogramm vorgesehen:

 - Eine Mensa mit Ausgabeküche und Nebenräumen für insgesamt 384 Mittagessen in

   drei Schichten,

 - die Ausrüstung der Mensa als Veranstaltungsort,

 - ein Freizeitbereich mit insgesamt ca. 350 m², im Einzelnen:

 - zwei unterrichtsergänzende Betreuungs-/Gruppenräume für zwei 17:00 Uhr-

   Gruppen (je 45 m²),

 - ein aktiver Ganztagsbereich (ca. 100 m²),

 - ein passiver Ganztagsbereich (ca. 100 m²),

 - ein Büro/Besprechungsraum für die Kooperationspartner der Schule zur Organisation

 des Ganztagsbetriebs (ca. 15 m²),

 - ein Materialraum Ganztag (ca. 25 m²).

 

Die Grundschule llmenaustraße arbeitet nach einem besonderen pädagogischen und or-ganisatorischen Konzept mit sog. „Lernhäusern". Ein Lernhaus besteht aus je einer Ein-gangsstufe (Klassen 1 und 2), einer Klasse 3 und einer Klasse 4. Damit bildet jeder Zug der Schule ein Lernhaus als pädagogische und organisatorische Einheit. Jedes Lernhaus soll nach dem pädagogischen Konzept der Schule über folgende Raumressourcen verfügen:

 

 -  4 Allgemeine Unterrichtsräume (AUR),

 -  1 Gruppen-/Medienraum (in Größe eines AUR)

 -  1 weiterer kleiner Gruppenraum.

 

Das Schulgebäude bietet ideale Bedingungen, diese räumlichen Ressourcen für die Lernhaus-Arbeit durch kleinere innere Umwidmungen zu schaffen bzw. für den Ganz-tagsbetrieb zu ergänzen, da sich auf jedem Flur genau fünf Räume in der Größe eines AUR und ein Gruppenraum befinden. Damit kann jeder Flur ein Lernhaus bilden.

 

Nach dem Vorschlag der Schule soll die vorhandene Aula (155 m²) künftig eine Doppel-nutzung erhalten: Sie soll sowohl als FUR Musik als auch als Aktivbereich für den Ganz-tagsbetrieb genutzt werden. Der Raum der bisherigen Schülerbibliothek wird künftig in ei-nem der Lernhäuser als AUR benötigt. Mit dem eigenen Gruppen-/Medienraum, den jedes Lernhaus erhält, ist eine zentrale Schülerbibliothek nicht mehr erforderlich. Der zentrale passive Bereich für den Ganztagsbetrieb wird dadurch ersetzt. Die benötigten zwei Betreuungsräume für 17:00 Uhr-Gruppen und das Büro für die Kooperationspartner der Schule im Ganztag werden durch Umwidmungen im Bestand realisiert.

 

Darüber hinaus werden im Bestand Räume für einen Pflegeraum (25 m²), ein zweites Besprechungszimmer (15 m²; Nutzung als Trainingsraum/Elternsprechzimmer) und ein Raum für die Schulsozialarbeiterin bzw. den Schulsozialarbeiter (15 m²) geschaffen.

 

Zur Herstellung der barrierefreien Erschließung des Schulgebäudes ist im Innenhof ein Aufzug vorgesehen.

 

Da das Schulgebäude nicht unterkellert ist, fehlen der Schule Lagermöglichkeiten, insbe-sondere ein Möbellager, das nicht im Gebäudebestand geschaffen werden kann.

 

In dem geplanten Neubau werden für die Einrichtung des Ganztagsbetriebes folgende Ressourcen neu geschaffen:

 

Mensa mit Nebenräumen  190 m² zzgl. Nebenräume

Stuhllager für die Mensa   30 m²

Möbellager     15 m²

WC's      entwurfsabhängig

 

 

Die Mensa soll so ausgestattet werden, dass sie auch als Versammlungsstätte für bis zu 380 Personen nutzbar ist. Sie soll eine mobile Bühne erhalten und auch für außerschulische Veranstaltungen nutzbar sein. Die Mensa wird als eingeschossiger Neubau barrierefrei mit Behinderten-WC hergestellt.

 

 

4. Erläuterungen zur Planung

 

Umbau und Umnutzung im Bestand:

Das zweigeschossige Hauptgebäude orientiert sich als Solitär um einen Innenhof, die Fas-saden sind als Produkt der 1970er Jahre aus Sichtbeton. Der Baukörper ist grundrisslich streng strukturiert, lässt für die kommende Nutzung eine perfekte Aufteilung in vier „Lernhäuser“ zu, die jeweils vier AUR, einen Multifunktionsraum für Ganztagsbetrieb und einen kleineren Raum für Sondernutzungen umfassen. Die Südspange des Baukörpers wird von Lehrerzimmer, Verwaltung, Fachunterrichtsräumen und anderen übergeordneten Funktionen belegt.

 

Das Konzept beinhaltet die Schaffung von vier Multifunktionsräumen Ganztagsbetrieb für die vier neu geschaffenen „Lernhäuser“ der vier Jahrgänge der Grundschule; jeweils mit einer mehrfachen Nutzung: PC-Raum, Bücherei und AUR. Ein Musikraum wird für den Ganz-tagsbetrieb aktiv/passiv genutzt. Der große Pausenflur im EG wird zur Schaffung von vier Räumen verkleinert. Es werden ein Raum für Sozialpädagogen und die Schulassistenz, ein Raum als Inklusions-/Pflegeraum, ein Behinderten-WC und ein Lagerraum für den Ganztagsbetrieb geschaffen.

 

Der entsprechende Bereich im 1. OG wird in seiner Raumteilung geändert, um zwei gleichwertige Räume für die 17:00 Uhr Gruppenbetreuung und ein Büro für Kooperati-onspartner zu erhalten. Der Druckerraum wird vergrößert, um einen zusätzlichen Lehr-mittellagerraum zu erzeugen; ein vorhandener Lehrmittelraum wird zu einem Trainings-raum/Elternsprechzimmer umgebaut.

 

Eine weitere Maßnahme wird der Einbau eines Aufzuges in den Innenhof sein.

 

Neubau:

Der Neubau der Mensa wird auf dem Grundstück im Nordwesten neben der Sporthalle platziert. Der rechteckige und eingeschossige Bau orientiert sich mit seinem Eingang zur Pausenfläche. Den Speiseraum erreicht man über einen Windfang. Ihm zugeordnet sind der Ausgabebereich mit Dachoberlicht, die WC-Anlage (je 1x w, m, Beh.) und ein Stuhllager, in dem auch die mobilen Bühnenpodeste untergebracht sind. Der Küchenbereich orientiert sich in Längsachse zum Gebäude auf der Nordseite. Auf der Rückseite im Westen des Gebäudes sind die Lager- und Technikräume angeordnet.

 

Die beiden Fassaden zur Pausenfläche und zur Terrasse schaffen mit großen Glasflächen eine Verbindung zwischen Innen- und Außenraum. Die übrigen Fassaden sind größtenteils geschlossen und mit farbigen Platten verkleidet.

 

 

5. Techniken für regenerative Energien

 

Auf dem Flachdach des Neubaus wird neben dem Lüftungsgerät auch eine Photo-voltaikanlage platziert.

 

 

6. Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen

 

Zur Herstellung der barrierefreien Erschließung des Schulgebäudes ist im Innenhof ein

Aufzug vorgesehen. Die Mensa wird als eingeschossiger Neubau barrierefrei mit Behin-derten-WC hergestellt.

7. Kosten

 

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen gemäß der Kostenberechnung vom 06.08.2019 4.318.500 €.

 

Für evtl. Baupreissteigerungen werden im Projekt vorsorglich zusätzliche Haushaltsmittel von 20 % der Gesamtkosten eingeplant (863.700 €) Diese Gelder stehen auf Bedarf zusätzlich zur Verfügungg. Sollten diese Gelder benötigt werden, wird der Bauausschuss entsprechend einbezogen.

 

 

8. Bauzeit

 

Die Maßnahme soll zwischen dem Frühjahr 2020 und dem Jahresbeginn 2022 durchgeführt

werden.

 

 

9. Finanzierung

 

Die Finanzierung stellt sich wie folgt dar:

 

Im Haushaltsplan 2019 sind bei dem Projekt 4E.210235 GS Ilmenaustraße, Einrichtung GTB veranschlagt:

 

 Kassenwirksame Haushaltsmittel:   1.000.000 €

 Verpflichtungsermächtigung zu Lasten 2020:          1.300.000 €

 Verpflichtungsermächtigung zu Lasten 2021:             400.000 €

 

Für das Projekt sind im aktuellen Investitionsprogramm 2018 - 2022 folgende Finanz-

raten eingeplant:

 

Gesamtkosten in T €

bis 2018 in T €

2019 in T €

2020 in T €

2021 in T €

2022 in T €

Restbedarf ab 2023 in T €

3.480

350

1.000

1.630

500

 

 

 

Es ist geplant folgende Finanzraten im Haushaltsplanentwurf  2020 / IP 2019-2023 zu berücksichtigen:

 

 

bis 2018 in T €

2019 in T €

2020 in T €

2021 in T €

Gesamt in T €

GS Ilmenaustr. / Einrichtung GTB (4E.210155 und 4E.210235)

350

836

2.000

1.996,2

5.182,2

 

In den einzuplanenden Raten sind die zusätzlichen Gelder für evtl. Baupreissteigerungen in Höhe von 863.700 € bereits enthalten. Über den Haushalt 2020 wird der Rat voraussichtlich im Februar nächsten Jahres entscheiden.
 

 

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Anlagen

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