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Mitteilung - 19-11446

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

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Ausgangslage

Anfang 2017 hat die Braunschweig Zukunft GmbH gemeinsam mit regionalen Akteuren ein Konzept zur Errichtung eines Accelerators (W.IN) entworfen, der branchenoffen Start-ups aus der Region Braunschweig in der Wachstumsphase unterstützt. Der im April 2017 veröffentlichte rderaufruf zum Aufbau von Start-up-Zentren in ganz Niedersachsen korrespondierte jedoch nicht mit dem bereits geplanten Konzept: Gefördert wurden Projekte in der Frühgründungsphase, die einem Branchenprofil zuzuordnen sind. Die Förderung betrug max. 50% (bis 100.000 p. a.) r die Jahre 2018 und 2019. Da der vom Land Niedersachsen geförderte Ansatz für die Frühgründungsphase (MO.IN) sowie das zuvor entworfene Konzept für die Wachstumsphase (W.IN) sinnvoll aufeinander aufbauen, bewarb sich die BSZ um die Landesmittel zum Aufbau des „Start-up-Zentrums Mobilität und Innovation“ (MO.IN).  Nach Zusage der NBank Förderung für das MO.IN wurden beide Projekte synchron umgesetzt. Bereits in den ersten Betreuungsphasen konnten aus dem Austausch zwischen beiden Projekten wertvolle Effekte erzielt werden.

 

Im Januar 2018 hat das Start-up-Zentrum Mobilität und Innovation (MO.IN) seine Arbeit aufgenommen. Technologieorientierte Start-ups, die mit ihrem innovativen Geschäftsmodell einen schnellen und nachhaltigen Wachstumskurs einschlagen wollen, werden in der frühen Phase der Unternehmensgründung durch ein maßgeschneidertes Beratungs- und Coachingangebot unterstützt. Zur Umsetzung des von der NBank geförderten Projekts, hat die Braunschweig Zukunft GmbH einen Kooperationsvertrag mit dem Entrepreneurship Hub der TU Braunschweig und der Ostfalia Hochschule sowie der Innovationsgesellschaft Technische Universität Braunschweig mbH geschlossen.

 

Seit Beginn des Projekts wurden 12 Start-ups erfolgreich betreut. Weitere vier Start-ups beginnen in diesem Monat die letzte Runde des aktuellen rderprojekts. Durch Beratungen und Coachings (u.a. in den Bereichen Geschäftsmodellentwicklung, Pitchtraining, Markt- und Konkurrenzanalyse, Grundlagen des Gesellschaftsrechts und Finanzierung) und Feedbackevents mit regionalen Unternehmern werden Gründende gezielt auf die eigene unternehmerische tigkeit vorbereitet. Im Anschluss an das Programm beziehen die Gründerteams i.d.R. eigene ros, z. B. im Technologiepark. Die ersten der bisher betreuten Start-ups haben inzwischen Mitarbeiter eingestellt und konnten zudem nachhaltig am Wirtschaftsstandort Braunschweig verankert werden.

 

Weitere Landesförderung

Der aktuelle rderzeitraum uft zum 31.12.2019 aus. Seit 01.08.2019 liegt die Programminformation der NBank zur weiteren Förderung von Start-up-Zentren vor. Vorgesehen ist die rderung von max. zehn Start-up-Zentren in Niedersachsen. Die rderung orientiert sich an den bisherigen Rahmenbedingungen: Sie beträgt max. 50% (max. 100.000 p. a.) und istr die Jahre 2020 bis 2022 (Gesamtkosten 200.000 p. a.) vorgesehen. Danach sollen sich die Start-up-Zentren selbst tragen. Der rderantrag ist bis zum 16.09.2019 bei der NBank einzureichen. Die Kofinanzierungsmittel sind auch durch Mittel von Partnern darzustellen.

 

Bewertung

Mit dem MO.IN ist ein wichtiges Instrument zurrderung von Gründenden in der sog. Seed-Phase, also Frühphase der Gründung, geschaffen worden. Die Arbeit des MO.IN und seiner Partner kann als Erfolg gewertet werden. Anfang 2019 wurde das Angebot r Start-ups erweitert: Im W.IN, Accelerator r Wachstum und Innovation, werden wachstumsorientierte Start-ups, die ein innovatives marktreifes Produkt oder Dienstleistung vorweisen nnen, unterstützt. Das MO.IN und der W.IN setzen an unterschiedlichen Phasen der Entwicklung von Start-ups an und bauen sinnvoll aufeinander auf. Sie bilden zusammen mit der Erstgründerberatung sowie Angeboten von Initiativen wie borek.digital eine Wertschöpfungskette, die alle Phasen einer Gründung abbildet. Diese sollte erhalten bleiben, um das Braunschweiger Gründerökosystem nachhaltig zu stärken. Insofern strebt die BSZ die Fortführung des MO.IN und eine erneute Bewerbung um Landesmittel an.

 

r die Fortführung des MO.IN ist im Erfolgsfall der Bewerbung in den Jahren 2020 bis 2022 die Bereitstellung von Kofinanzierungsmitteln in Höhe von bis zu 100.000 € p. a. notwendig. Die Braunschweig Zukunft GmbH strebt an, etwa ein Viertel der Mittel über Partner und Sponsoren einzuwerben. Da aufgrund der aktuellen Haushaltslage der gesamtstädtische Haushalt nicht zusätzlich belastet werden soll, könnten Mittel aus dem Teilhaushalt meiner Stabsstelle Wirtschaftsdezernat im Rahmen einer haushaltsneutralen Umsetzung zur Braunschweig Zukunft transferiert werden. Hierzu würde auf frei werdende Haushaltsmittel zum Haushaltsplan 2020 i. H. v. 36.000 € vom Projekt „Regionales Innovationsscouting“ zugegriffen werden können. Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass die dann noch offene Differenz i. H. v. rd. 39.000 € über Restmittel aus dem Jahr 2019 (z. B. Baustellenfonds) finanziert werden kann. Für die darauffolgenden Haushaltsjahre könnten ggf. Mittel aus auslaufenden Projekten eingesetzt werden.

 

Kommt die BSZ allerdings nicht in den erneuten Genuss der Fördermittel des Landes, können diese dann fehlenden 100.000 € p. a. nicht aufgebracht und das Projekt nicht fortgeführt werden. 

 

Der Wirtschaftsausschuss wird über den Ausgang des Bewerbungsverfahrens und die damit einhergehenden finanziellen Auswirkungen -spätestens im Rahmen der Haushaltsberatungen 2020- informiert.

 

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