Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 19-11744-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Planfeststellung für das Vorhaben "Bahnhof Braunschweig-Gliesmarode: Änderung der Verkehrssituation von Bahn-km 56,200 bis 56,738 der Strecke 1722 Celle-Braunschweig in der Stadt Braunschweig" Anhörungsverfahren - Stellungnahme Stadt Braunschweig
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz
- Beteiligt:
- DEZERNAT III - Bau- und Umweltschutzdezernat; 0600 Baureferat; 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr
- Verantwortlich:
- Leuer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Planungs- und Umweltausschuss
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Entscheidung
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01.10.2019
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Beschlussvorschlag
Beschluss:
„Der Stellungnahme der Stadt Braunschweig (Beschlussvorlage 19-11744 – Anlage 1) wird zugestimmt. Die Verwaltung wird beauftragt, erneut auf den Regionalverband Großraum Braunschweig und die DB AG zuzugehen, mit dem Ziel, dass diese die Planungen zur Herstellung eines zweiten Zugangs zum Bahnhof Gliesmarode von der Grünewaldstraße aus aufnehmen.“
Sachverhalt
Sachverhalt:
Stand der Beratungen
Der Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 112 Wabe-Schunter-Beberbach hat in seiner Sitzung am 25.09.2019 die Vorlage 19-11744 beraten und einstimmig abgelehnt mit der Begründung, dass zum einen ein Zugang zu den Bahnsteigen von der Grünewaldstraße aus für Bahnreisende wichtig und für Rettungskräfte notwendig sei, in der Planung aber nicht berücksichtigt wurde. Darüber hinaus lehnt der Stadtbezirksrat die Planung ab, weil statt eines Aufzuges eine ca. 100 m lange Rampe zu den Bahnsteigen führen soll, die als zu lang und zu steil erachtet wird.
Zugang von der Grünewaldstraße
In den bisherigen Gesprächen wurde der Wunsch der Stadt, einen offiziellen Zugang von der Grünewaldstraße mit in die Planung aufzunehmen, seitens der DB abgelehnt. Begründet wurde dies damit, dass der jetzige Zugang illegal sei und die Sicherheitsvorschriften einen solchen Zugang auch nicht zuließen. Es wurde darüber hinaus auf den Unterhaltungs-aufwand hingewiesen. Eine erneute Prüfung wurde seitens der DB außerhalb des Projektes Gliesmaroder Bahnhof angeboten. Ein Ergebnis liegt hierzu noch nicht vor.
Aus Sicht der Verwaltung sollte vermieden werden, dass durch die Forderung der Stadt nach diesem zweiten Zugang das Gesamtprojekt langfristig verzögert wird. Um die noch offenen Fragen der technischen Realisierbarkeit, der Kosten als auch des Zeithorizonts für einen solchen zweiten Zugang zu den Bahnsteigen von Osten abzuklären, hält die Stadt an dem Vorgehen fest, diese Zuwegung als separates Projekt zeitnah zu verfolgen und mit dem Regionalverband und der DB eine Abstimmung herbeizuführen.
Rampe von der Gliesmaroder Straße
Die DB AG und der RVB sind dem Wunsch der Stadt, den Zugang zum Bahnhof Gliesmarode in Richtung Östliches Ringgebiet so nah wie möglich an die Stadtbahn-haltestelle heranzurücken, gefolgt. Dadurch wird ein kurzer Umstieg und eine gute Orientierung zwischen den beiden Transportmitteln erreicht. Hierbei müssen allerdings sehr enge Platzverhältnisse am Zwangspunkt der Eisenbahnbrücke über dem Stadtbahngleis hingenommen werden. Dies bedingt, dass die Flächenverhältnisse keinen Aufzug im Nahbereich des Einganges des Bahnhofes zulassen. Erst etwa auf Höhe der eingeplanten Treppenanlage ließe sich ein Aufzug realisieren – also etwa auf halber Höhe der Rampenanlage. Daher wurde zwischen den Planungsbeteiligten die Lösung einer durchgehenden Rampe plus der abkürzenden Treppe auf der Ostseite der Bahnsteige favorisiert. Die Vorteile der technisch robusten Rampenlösung ohne Wartezeiten vor einem Aufzug überwogen gegen eine Doppellösung mit Rampe plus Aufzug auf halber Höhe.
Auch die Barrierefreiheit ist dauerhaft und ohne Ausfallzeiten sichergestellt. Sowohl das Steigungsniveau, die Rampenlängen als auch die Zwischenpodeste entsprechen den üblichen Standards.
Weitere Bedenken standen der Planung seitens des Stadtbezirksrates nicht entgegen.
Es wird daher empfohlen, der Stellungnahme der Stadt zuzustimmen und die Verwaltung zu beauftragen, erneut auf den Regionalverband Großraum Braunschweig und die DB AG zuzugehen, mit dem Ziel, dass diese die Planungen zur Herstellung eines zweiten nahezu ebenerdigen Zugangs zum Bahnhof Gliesmarode von der Grünewaldstraße aus aufnehmen.
