Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 20-12496-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Baumnachpflanzungen im Sommer 2019
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 67 Fachbereich Stadtgrün und Sport
- Verantwortlich:
- Geiger
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Grünflächenausschuss
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zur Kenntnis
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23.01.2020
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zu der Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (DS 20-12496) vom 10.01.2020 nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:
Zu 1.:
Die in der Stellungnahme der Verwaltung zur Anfrage der CDU (19-11569-01) genannte Anzahl von 850 abgestorbenen Bäumen hat sich auf insgesamt 1065 erhöht.
Die Zahl der stark geschädigten Bäume (360) bleibt bis auf weiteres unverändert. Erst im Verlauf des ersten Halbjahres 2020 wird es im Hinblick auf den Zustand der Bäume möglich sein eine Aussage zu treffen, ob die 360 vorgeschädigten Bäume nach dem Blattaustrieb wieder ausreichende Blattmasse gebildet haben und einen für das Überleben des Baumes genügenden Vitalitätszustand erreichen.
Zu den in der bisherigen Aufstellung bzw. Zählung nicht enthaltenen Bäumen:
Im Bereich des Stadtwaldes im Naturschutzgebiet Riddagshausen sind gemäß Angaben der Niedersächsischen Landesforsten bis rund 180 Einzelbäume mit unterschiedlichen Durchmessern abgestorben. Hierbei handelt es sich jedoch ausschließlich um Bäume, die in 10 m-Streifen parallel zu Freizeitwegen standen und zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit inzwischen gefällt worden sind. Ersatzpflanzungen sind bisher nicht erfolgt.
Darüber hinaus sind innerhalb der geschlossenen Wald– und Gehölzbestände des Stadtwaldes weitere Bäume vertrocknet, die jedoch nicht erfasst wurden, da von diesen Bäumen keine Gefährdung ausgeht. Sie unterliegen innerhalb des Naturschutzgebietes der weiteren Sukzession und bieten Kleinlebewesen als stehendes oder liegendes Totholz wertvolle Habitate. Ersatzpflanzungen sind hier nicht vorgesehen, da sich eine natürliche Verjüngung einstellen wird.
Innerhalb des Damwildgeheges sind 15 Großbuchen abgestorben. Ersatzpflanzungen erfolgen hier nicht, da die frei werdenden Flächen für die Entwicklung einer dringend benötigten Damwild-Äsungsfläche vorgesehen werden.
Im Arboretum sind 20 Bäume unterschiedlichster Größenklassen abgestorben und gefällt worden, für die inzwischen Ersatz gepflanzt wurde.
Es wurden, mit Ausnahme des Arboretums, bislang keine Ersatzpflanzungen im Bereich von
Straßen, Plätzen, Park- und Grünanlagen vorgenommen.
Zu 2.:
Die Kosten für eine standardisierte Baumpflanzung (Hochstamm, Stammumfang 18-20, Drahtballen etc.) belaufen sich einschließlich Fertigstellungspflege und einer auf die Fertigstellungspflege folgenden dreijährigen Entwicklungspflege auf ca. 1.800 € - 1.900 € pro Baum, nachdem im IV. Quartal 2019 von der Grünflächenverwaltung eine Vielzahl von Ausschreibungsergebnissen der vergangenen 12 Monate ausgewertet worden sind. Hieraus erklärt sich die Abweichung bei der Kostenangabe in der Mitteilung vom 09.09.2019 (Drs.Nr. 19-11569). Hieraus ergäben sich beim kompletten Ersatz von 1065 abgestorbenen Bäumen Kosten von ungefähr 1.917.000 €, verteilt auf die Haushaltsjahre 2021 bis 2024, hierbei unterstellt, man würde die Ersatzpflanzungen im Haushaltsjahr 2021 durchführen und nachfolgend von 2022 bis 2024 die Entwicklungspflege durchführen.
Sollten die vorstehend erwähnten 360 stark geschädigten Bäume tatsächlich im ersten Halbjahr 2020 als abgestorben einzustufen sein, wären bei deren komplettem Ersatz einschließlich dreijähriger Entwicklungspflege ungefähr 648.000 € aufzuwenden.
Wie sich der Zustand des städtischen Baumbestandes vor dem Hintergrund des Klimawandels in den kommenden Jahren entwickeln wird, ist im Voraus nicht prognostizierbar. Demzufolge können auch keine Angaben zum zukünftigen Mittelbedarf, um auf mögliche Ereignisse (Absterben von Bäumen wegen Trockenheit und Hitze), die in der Zukunft liegen, reagieren zu können, getroffen werden.
Zu 3.:
Es liegen dem Fachbereich Stadtgrün und Sport hierzu keine neuen Erkenntnisse vor.
