Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 20-12503-01
Grunddaten
- Betreff:
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Fernwärmeversorgung im Stadtbezirk 211
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 20 Fachbereich Finanzen
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; DEZERNAT III - Bau- und Umweltschutzdezernat; DEZERNAT VII - Finanzen, Stadtgrün und Sportdezernat; 0200 Referat Haushalt, Controlling und Beteiligungen; 10 Fachbereich Zentrale Dienste
- Verantwortlich:
- Geiger
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 211 Stöckheim-Leiferde
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zur Kenntnis
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23.01.2020
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Anfrage der CDU-Fraktion vom 13. Januar 2020 (DS 20-12503) wurde an die BS|Energy weitergeleitet, welche hierzu wie folgt mitteilt:
Zur Erschließung des Baugebietes Trakehnenstraße (Bebauungsplan mit örtlicher Bauvorschrift ST81 Trakehnenstraße/Breites Bleek) ist nach derzeitigen Planungsstand ein Wärmenetz in dem Bereich südöstlich der Straßenbahn vorgesehen. Eine Entscheidung über die Wahl der Energieerzeugung bzw. die Energieträgerart ist derzeit noch nicht abschließend getroffen. Derzeit werden die Errichtung eines Energie-Effizienz-Quartiers (mit Nahwärmenetz) als auch die Anbindung des Neubaugebietes an das Fernwärmenetz auf technische Machbarkeit untersucht und miteinander verglichen. Beide Versorgungsvarianten bieten die Möglichkeit zur energieeffizienten Wärmeversorgung für die neue Wohnbebauung. Der Bereich des Neubaugebietes entlang der Straße Breites Bleek (nordöstlich der Straßenbahn) ist nicht für ein Wärmenetz vorgesehen.
Stetig ändernde Förderbedingungen im Bereich des energieeffizienten Bauens und gesetzliche Anforderungen an die Energieerzeugung erfordern zusätzliche Planungssicherheit um die Errichtung von Wärmenetzen zukünftig zu ermöglichen. Diese Sicherheit sollte in Form einer hundertprozentigen Anschlussquote der Gebäude an das Wärmenetz innerhalb eines Neubaugebietes erfolgen und durch den Initiator des Bauvorhabens verabschiedet werden.
Auf Grund ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte ist eine gleichzeitige Erschließung des Baugebietes mit einem Gas- und einem Wärmenetz in diesem Fall nicht vorgesehen. Die beiden in Betracht kommenden Versorgungsvarianten, Energie-Effizienz-Quartier mit einem Nahwärmenetz oder die Anbindung an das Fernwärmenetz, weisen einen sehr guten Primärenergiefaktor auf. Dies ermöglicht der Bauherrin bzw. dem Bauherrn die Errichtung von Energie- Effizienz-Häusern. So können günstige Kredite oder Zuschüsse von der staatlichen Förderbank in Anspruch genommen und zugleich Emissionen für die Umwelt verringert werden. Der geringe Primärenergieeinsatz bei der Wärmeerzeugung wird durch den Einsatz von regenerativen Quellen und die hocheffiziente Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung erreicht. Neben den umweltfreundlichen Aspekten weisen die beiden Erzeugungsvarianten eine hohe Sicherheit im Betrieb und somit Zuverlässigkeit für den
Letztverbraucher auf. Insgesamt leisten die Bauherrinnen und Bauherren somit einen wesentlichen Beitrag zu Reduzierung der Treibhausgasemissionen.
Ergänzend wird seitens der BS|Energy ein persönlicher Austausch zu diesem Thema angeboten.
