Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 20-12535-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Ausbau der Fernwärme und Gasversorgung in unserem Stadtbezirk
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 20 Fachbereich Finanzen
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; 0300 Rechtsreferat; DEZERNAT III - Bau- und Umweltschutzdezernat; DEZERNAT VII - Finanzen, Stadtgrün und Sportdezernat; 0200 Referat Haushalt, Controlling und Beteiligungen; 10 Fachbereich Zentrale Dienste
- Verantwortlich:
- Geiger
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 213 Südstadt-Rautheim-Mascherode
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zur Kenntnis
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28.01.2020
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Anfrage der CDU-Fraktion vom 16. Januar 2020 (DS 20-12535) wurde an die BS|Energy weitergeleitet, welche hierzu wie folgt mitteilt:
Zu Frage 1:
Einzelne Bereiche der Stadtteile Südstadt und Rautheim werden bereits mit Fernwärme versorgt. Dabei handelt es sich u.a. um die Neubaugebiete Roselies und Heinrich der Löwe. Daneben sind auch Bestandsgebäude wie z.B. in der Julius-Elster-Str., Hans-Geitel-Str., Dedekindstraße, Röntgenstr., Kopernikusstr., Bunsenstr., Weststr. und Schulstr. an das Fernwärmenetz angeschlossen. Im Rahmen eines Förderprogramms von BS|Energy besteht auch in dem Stadtbezirk 213 für einzelne Anlieger bestimmter Straßen die Möglichkeit sogar eine monetäre Förderung von BS|Energy für den Anschluss und die Umstellung auf umweltfreundliche Fernwärme zu erhalten. Die betreffenden Eigentümer der Gebäude wurden in der Vergangenheit diesbezüglich mehrmals auf dieses Förderprogramm hingewiesen. Außerhalb dieses Förderprogramms werden die Möglichkeiten zum Fernwärmeanschluss im Einzelfall geprüft und dem Letztverbraucher individuelle Versorgungsangebote unterbreitet. Gerne prüft BS|Energy auch die Anschlussmöglichkeit ganzer Straßen, die bisher noch nicht mit Fernwärme versorgt werden.
Die Fernwärmeversorgung weist mit 0,22 einen sehr niedrigen Primärenergiefaktor auf. Dies ermöglicht der Bauherrin und dem Bauherrn bzw. der Eigentümerin sowie dem Eigentümer einer Immobilie die Errichtung von Energie-Effizienz-Häusern. So können günstige Kredite oder Zuschüsse von der staatlichen Förderbank in Anspruch genommen (auch bei der Sanierung von Gebäuden) und zugleich Emissionen für die Umwelt verringert werden. Der geringe Primärenergieeinsatz bei der Wärmeerzeugung wird durch den Einsatz von regenerativen Quellen und die hocheffiziente Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung erreicht. Neben den umweltfreundlichen Aspekten weist die Fernwärmeversorgung eine besonders hohe Sicherheit im Betrieb und somit Zuverlässigkeit für den Letztverbraucher auf. Insgesamt leisten die Eigentümer von Immobilien somit einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen.
In dem Stadtteil Mascherode wird derzeit ein lokales Nahwärmenetz betrieben, bei dem aus Gas u.a. in Kraft-Wärme-Kopplung die Energieträger Wärme und Strom erzeugt werden. Vor Ort werden bisher mehr als 150 Wohneinheiten mit energieeffizienter Wärme versorgt. Die Erweiterung dieses Nahwärmenetzes ist technisch möglich. Ebenso wie der oben genannte Ausbau der Fernwärme hängt der Ausbau der Nahwärme im Wesentlichen von der
Anschlussquote in dem jeweiligen Gebiet ab. Der Ausbau des Fernwärmenetzes ist in Mascherode derzeit nicht vorgesehen.
Zu Frage 2:
Der Zeitrahmen für die Anbindung weiterer Gebäude variiert im Einzelfall stark und hängt u.a. von der Länge der auszubauenden Leitung sowie der Anzahl der anzuschließenden Objekte ab. Der Anschluss einzelner Objekte entlang der bestehenden Fernwärmeleitung kann innerhalb einiger Monate erfolgen, die Erschließung weiterer Straßen oder ganzer Gebiete kann einen Zeitrahmen von einem oder mehrerer Jahre überschreiten.
Ergänzend wird seitens der BS|Energy ein persönlicher Austausch zu diesem Thema angeboten.
