Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 20-12882
Grunddaten
- Betreff:
-
Corona-Virus, Vorgehen und Abläufe in Braunschweig
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 50 Fachbereich Soziales und Gesundheit
- Verantwortlich:
- Dr. Arbogast
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Soziales und Gesundheit
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zur Kenntnis
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05.03.2020
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Coronavirus-Epidemie 2019/2020 ist ein erstmals Ende Dezember 2019 in der Millionenstadt Wuhan der chinesischen Provinz Hubei auffällig gewordener Ausbruch der neuartigen Erkrankung namens "COVID-19" (oder "Covid-19", für Corona virus disease 2019), ausgelöst durch das bis dahin unbekannte Coronavirus SARS-CoV-2. Um einer Ausbreitung in Staaten ohne leistungsfähige Gesundheitssysteme entgegenzuwirken, rief die Weltgesundheitsorganisation am 30. Januar 2020 die internationale Gesundheitsnotlage aus. In China wurden umfangreiche Sperrzonen eingerichtet.
Strukturell liegt für Deutschland ein nationaler Pandemieplan vor, der ebenfalls länderspezifisch und kommunal erstellt wurde. Hier sind zentralisierte Abläufe auf nationaler Ebene sowie auf Länder- oder Kommunalebene festgelegt. In Braunschweig steuert die sogenannte Gefahren-Abwehr-Leitung die Abläufe nach Pandemieplan, sollten diese Schritte notwendig werden.

Bis zum 21. Februar 2020 sind aktuelle und weltweit über 80.000 nachgewiesene Fälle bekannt. Ca. 2600 Menschen sind bisher an der Erkrankung verstorben. Da sich die Lage in Europa täglich anders darstellt, wird hierüber mündlich berichtet. Durch die Entwicklungen in Italien ist aktuell nicht absehbar, inwiefern sich auch für Deutschland sehr schnell eine veränderte Lage entwickelt.
In Deutschland beliefen sich die Erkrankungsfälle bisher (Stand 25.2.2020) auf eine Zahl von 16. 14 Fälle stehen im Zusammenhang mit der Firma Webasto. 2 Fälle sind Rückkehrer aus China, die von der Bundesregierung ausgeflogen wurden. Eine Übertragung außerhalb dieser Cluster hat durch die gut abgestimmte Arbeit aller Beteiligten nicht stattgefunden. In keinem anderen Bundesland, außer Bayern, gab es bisher nachgewiesene Fälle.
In Braunschweig sind bisher 7 nicht begründete Verdachtsfälle (siehe Anlage 1, RKI Ablaufschema) untersucht worden. Keine der Untersuchungen war positiv auf COVID-19 getestet.
Durch die Vernetzung aller beteiligten Einrichtungen wie Krankenhäuser, Rettungsdienst, niedergelassenen Ärzte und natürlich das Gesundheitsamt als Koordinationsstelle besteht schon über die letzten Jahre ein funktionierendes System, dass die vergangenen Krisen wie beispielsweise SARS, Schweinegrippe oder auch Ebola, sehr gut gemeistert hat.
Die Arbeit des Gesundheitsamtes stützt sich auf die Vorgaben der übergeordneten Behörden wie das Niedersächsische Landesgesundheitsamt oder das Robert-Koch-Institut. Von dort werden übergreifende Ablaufschemata, der Umgang mit Kontaktpersonen, Abstrichuntersuchungen, Hygienerichtlinien usw. als Arbeitsgrundlage zur Umsetzung in den jeweiligen Kommunen zur Verfügung gestellt. All diese Unterlagen finden sie auch unter www.rki.de. Diese Unterlagen und Empfehlungen werden bundesweit angewandt.
Das Gesundheitsamt hat innerhalb der COVID-19 Krise einen Bereitschaftsdienst eingerichtet und ist außerhalb der normalen Dienstzeiten über die Leitstelle für alle entsprechenden Einheiten erreichbar, auch am Wochenende. Dieser Bereitschaftsdienst besteht entweder aus einer Ärztin und einem Hygienekontrolleur oder einer Ärztin und einem Gesundheitsingenieur.
Sollten Laboruntersuchungen und Unterstützung fachlicher Art notwendig werden, steht uns das NLGA rund um die Uhr zur Verfügung. Innerhalb des Bereitschaftsdienstes wurde ein Ablaufschema festgelegt, welches die Abläufe im Gesundheitsamt sichern soll (siehe Anlage 2, Ablaufschema GA BS).
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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203,8 kB
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2
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(wie Dokument)
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43,6 kB
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