Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 20-13379
Grunddaten
- Betreff:
-
Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 50 Fachbereich Soziales und Gesundheit
- Verantwortlich:
- Dr. Arbogast
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Integrationsfragen
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zur Kenntnis
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10.06.2020
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Bezug nehmend auf den Ratsbeschluss vom 23. April 2020 zur Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle in Braunschweig sowie den Ergebnissen der Demokratiekonferenz vom 28. November 2019 wurden seitens des Büros für Migrationsfragen und der Koordinierungsstelle Demokratie leben! Vorbereitungen zur Gründung einer Arbeitsgruppe und des weiteren Verfahrens getroffen. Im ersten Schritt geplant ist die Gründung eines Antidiskriminierungsnetzwerkes in Braunschweig, das die Antidiskriminierungsarbeit in Braunschweig vernetzen, ausbauen, evaluieren und konkretisieren soll.
Ziel des Antidiskriminierungsnetzwerks ist somit, Diskriminierung in Braunschweig sichtbar zu machen, zu verringern und gleichzeitig Antidiskriminierungsberatung aufzubauen.
Das geplante Netzwerk dient zudem zur Interessenvertretung der Zielgruppen durch verschiedene Institutionen sowie Informationsaustausch, gegenseitige Unterstützung, Stärkung der Partizipation und Handlungskompetenz von Betroffenen.
Am 19. Mai 2020 traf sich erstmalig die Arbeitsgruppe bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Volkshochschule Braunschweig, des Gleichstellungsreferates der Stadt Braunschweig, des Seniorenbeirates, der Beauftragten für Inklusionsfragen der Stadt Braunschweig, der AWO, des Caritasverbandes, des Hauses der Kulturen, des Büros für Migrationsfragen und Demokratie leben! zum Kennenlernen. Moderiert wird die Gruppe von Martina Helmke. Sie hat einen vergleichbaren Prozess in Lüneburg mitgestaltet und besitzt daher viel Erfahrung für die Umsetzung des geplanten Prozesses.
Aktuell bereitet diese Arbeitsgruppe, die ein breites Spektrum an Menschen repräsentiert, die diskriminiert werden, die Netzwerkgründung vor, identifiziert weitere potenzielle Netzwerkmitglieder und entwickelt die zukünftige Struktur und Arbeitsweise der Antidiskriminierungsberatung in Braunschweig. Als Instrument zur Evaluation der Ist-Situation in Braunschweig und der Identifizierung von Netzwerkmitgliedern werden vorbereitete Telefoninterviews stattfinden. Diese werden von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe mit potenziellen Teilnehmenden des Netzwerkes geführt.
Die Auswertung der geführten Telefoninterviews wird an einem zweiten geplanten Treffen der Arbeitsgruppe am 14. Juli 2020 stattfinden. Bei diesem Treffen wird auch das für November 2020 geplante Netzwerktreffen mit ca. 60 - 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorbereitet. (Termin kann variieren, je nach Corona Situation). Das Netzwerk ist offen und kann jederzeit um Interessierte erweitert werden.
Die Arbeitsgruppe wird zudem in das Netzwerk eine Empfehlung bezüglich einer Antidiskriminierungsstelle bzw. über Antidiskriminierungsarbeit in Braunschweig geben. Im Netzwerk soll dann diskutiert werden, ob und wie eine solche Beratungsstelle aufgebaut und wie Antidiskriminierungsarbeit in Braunschweig gestaltet werden könnte. Somit wird gewährleistet, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerkes Mitgestaltungsmöglichkeiten haben. Es finden regelmäßig Workshops statt, in denen Themen rund um Antidiskriminierungsarbeit erörtert werden.
Ergänzend findet am 9. und 10. Juli 2020 in Braunschweig ein Einführungsseminar in das Thema Antidiskriminierungsarbeit statt. Geleitet wird dieses Seminar von Daniel Bartel, Geschäftsführer des Antidiskriminierungsverbandes Deutschlands. Anmeldungen hierzu werden noch bis 15. Juni 2020 bei der externen Koordinierungsstelle Demokratie leben! entgegengenommen.
Geplant ist, dass der Prozess im Sommer/Herbst 2021 abgeschlossen werden kann.
