Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 20-13583

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Beschlussvorschlag

Beschluss:

 

Der Anlage einer Streuobstwiese im Rahmen des Förderprojektes „Förderung der biologischen Vielfalt in der Stadt Braunschweig“ im Stadtbezirk 322 auf der in dem als Anlage beigefügten Plan gekennzeichneten städtischen Fläche wird zugestimmt.
 

 

Reduzieren

Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Im Rahmen des Projektes „Förderung der biologischen Vielfalt in der Stadt Braunschweig“ sind Maßnahmen zur Biodiversität, des Biotopverbundes, des Artenschutzes im urbanen Raum sowie Gestaltungsmaßnahmen unter ökologischen Gesichtspunkten geplant.

Das gesamte Projekt wird aus Mitteln des Landes Niedersachsen sowie aus EFRE-Mitteln (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) - Programmgebiet SER (Stärker entwickelte Regionen) mit 80 % gefördert.

Als eine Maßnahme sollen sechs Streuobstwiesen über das gesamte Stadtgebiet verteilt mit insgesamt 270 Bäume entstehen. Diese werden in verschiedenen Stadtbezirken in der sogenannten „Gebietskulisse“, das heißt in unmittelbarer Nähe urbaner Bereiche angelegt. Die Größen der Wiesenflächen variieren zwischen 5 000 bis 18 000 m².

Streuobstwiesen sind Hotspots der Biodiversität, auf denen hunderte verschiedener Tier- und Pflanzen­arten leben können. Vom Wurzelbereich über den Stamm bis zu den Blättern, Blüten und Früchten in der Baumkrone dienen die Obstbäume mit zunehmendem Alter Bienen, Hum­meln und vielen anderen Insekten, Schmetterlingen, Vögeln wie dem Buntspecht, dem Gartenbaumläufer oder dem Gar­tenrotschwanz und Säugetieren wie der Garten-Spitzmaus oder dem Dachs als Speisekam­mer oder Wohnort.

Neben der Pflanzung von alten Obstsorten oder seltenen Obstgehölzen ist eine Initialsaat mit gebietsheimischem Saatgut unter den Bäumen geplant. Die Wiesenflächen werden nach der Herstellung je nach Typ ein- bis dreimal jährlich gemäht.

Auf der ehemaligen Pferdeweide südlich des Sportplatzes am Ortsrand von Rühme mit Blick über die Schunterniederung soll eine dieser Streuobstwiesenfläche angelegt werden. Eine Ansaat aus ausdauernden, feuchtigkeitsliebenden Kräutern wie z. B. Wiesenknopf, Rote Lichtnelke, Kuckucks-Lichtnelke, Sumpfdotterblume und Wald-Engelwurz bildet die Grundlage für eine Fettwiese. Diese Wiese wird zweimal jährlich im Juni und September/Oktober gemäht werden. Das Mähgut wird je nach Witterung nach zwei bis drei Tagen zu Ballen gepresst und von den Flächen abgefahren. Soweit möglich bleiben einzelne Streifen alternierend über das Jahr stehen, sodass stängelbewohnende Insekten Brut- und Überwinterungsmöglichkeiten geboten werden.

Auf der ca. 12 600 m² großen Fläche werden ca. 60 Obstbäume in Reihen gepflanzt. Der Abstand in den Reihen wird dabei ca. 10 m betragen und ca. 15 m zwischen den Reihen. Damit sich die Bäume zu stattlichen, gesunden Obstgehölzen entwickeln können, erhalten die Bäume in den ersten Jahren einen jährlichen Erziehungsschnitt und später alle zwei Jahre einen Erhaltungsschnitt.

Auf Grund der relativ feuchten Lage in der Schunterniederung werden auf dieser Wiese geeignete Steinobstsorten wie z. B. Pflaumen und Grüne Renekloden gepflanzt. Der Boden für die Baumreihen auf dieser Wiese wird zu kleinen Wällen modelliert, um die Obstbäume gegen Staunässe zu schützen.

Die Kosten der geplanten Anlage belaufen sich auf ca. 59.000 €. Haushaltsmittel in ausreichender Höhe stehen im Teilhaushalt des Fachbereichs Stadtgrün und Sport zur Verfügung.

Die Ausführung der Pflanzung ist für den Herbst 2020 geplant.

 

 

Reduzieren

Anlagen

Loading...

Erläuterungen und Hinweise