Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 20-13597-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Denkmale auf dem Braunschweiger Wallring
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 0610 Stadtbild und Denkmalpflege
- Beteiligt:
- DEZERNAT III Stadtplanungs-, Verkehrs-, Tiefbau- und Baudezernat; 0600 Baureferat; 0100 Steuerungsdienst; 10 Fachbereich Zentrale Dienste
- Verantwortlich:
- Hornung
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 131 Innenstadt
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zur Kenntnis
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23.06.2020
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zu 1.
Dem beigefügten Plan „Kulturdenkmale innerhalb der Okerumflut“ ist die hohe Anzahl an hochbaulichen Kulturdenkmalen entlang der Wallringanlagen zu entnehmen.
Zu den Hochbauten - darunter so wichtigen Kulturbauten wie das Staatstheater, Herzog-Anton-Ulrich Museum, Städtisches Museum, Salve-Hospes…. - sind noch zusätzlich 10 Brücken und 7 teils großflächige Parkanlagen (Theater- und Museumspark, Löwenwall…) zu den Kulturdenkmalen hinzuzuzählen.
Der gesamte Wallring muss zudem als archäologische „Verdachtsfläche“ angesehen werden; d. h. bei Bodenarbeiten ist immer mit entsprechenden Funden zu rechnen.
Von den insgesamt 27 auf dem Gebiet der Stadt Braunschweig befindlichen Naturdenkmalen befinden sich 3 auf dem Braunschweiger Wallring. Die Verwaltung wirkt derzeit auf eine gesammelte Unterschutzstellung von weiteren insgesamt 45 besonders wertvollen und prägenden Bäumen als Naturdenkmale im Sinne von § 28 BNatSchG auf dem Stadtgebiet hin. Von diesen 45 zunächst nur potentiellen Naturdenkmalen befinden sich weitere 14 auf dem Braunschweiger Wallring.
Entsprechend seiner stadträumlichen Bedeutung sind insbesondere in den Grünanlagen auch eine Vielzahl von Kunstobjekten und Personendenkmalen zu finden.
Zu 2.
Zur Bedeutung des Wallrings in Braunschweig und seiner Baudenkmale gibt es eine große Anzahl von beschreibender und bewertender Literatur. An dieser Stelle sei nur auf die Veröffentlichungen „der Braunschweiger Wallring“ (Autoren Simon Paulus und Ulrich Knufinke) und „Okerbrücken in Braunschweig“ (Autoren Elmar Arnhold und Sandor Kotyrba) verwiesen. Auf eine ausführliche Beschreibung und Bewertung wird daher hier verzichtet.
Der Braunschweiger Wallring wird von der Verwaltung als ein für diese Stadt herausragendes und stadthistorisch bedeutendes stadträumliches und stadtgestalterisches Element angesehen. Die Erhaltung seiner gestalterischen Qualitäten bzw. die Rücknahme bestehender Störungen (insbesondere im Süden z. B. im Bereich Kalenwall, Bruchtorwall) ist daher ein großes Anliegen der Verwaltung. Dies belegt die erst vor wenigen Jahren erfolgte Erarbeitung von Bebauungsplänen, die den wesentlichen Teil der Okerumflut mit dem Wallring umfassen und seine Qualitäten verbindlich sichern.
Die positive Ausstrahlung des Wallrings wirkt nach Auffassung der Verwaltung in jedem Fall über Braunschweig hinaus und ist auch ein wichtiger identitätsstiftender Faktor für die Gesamtstadt und die Region. Eine Einmaligkeit des Wallrings in nationaler also deutschlandweiter Hinsicht wird allerdings nicht gesehen. Das Thema Umbau von alten militärisch bedeutungslosen Befestigungsanlagen hat sich im ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhundert als Bauaufgabe in vielen deutschen Städten gestellt. So sind z. B. in Münster, Lübeck, Oldenburg oder Ingolstadt ebenfalls sehr schöne zusammenhängende Wallanlagen zu sehen.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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8,5 MB
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