Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 20-13756
Grunddaten
- Betreff:
-
Herbizidfreies Braunschweig
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Grünflächenausschuss
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zur Beantwortung
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09.07.2020
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Sachverhalt
Sachverhalt:
In den letzten Jahren hat es im Rat und speziell im Grünflächenausschuss wiederholt intensive Debatten zum Themengebiet „Herbizidfreies Braunschweig“ gegeben. Entsprechende Maßnahmen wurden bereits beschlossen (vgl. Antrag 18-09387), wiederholt wurde dazu eine regelmäßige Evaluation eingefordert.
Ein Zwischenbericht der Verwaltung erfolgte zuletzt in der Sitzung des Grünflächenausschusses am 1. November 2018 (DS-Nr. 18-09387) und ausschließlich zu den Erkenntnissen in der Kernverwaltung. Die mit dem bereits genannten Antrag eingeforderte Einbeziehung einiger städtischer Gesellschaften (Braunschweiger Verkehrs-GmbH, Hafenbetriebsgesellschaft Braunschweig mbH, Städtisches Klinikum gGmbH und Nibelungen-Wohnbaugesellschaft GmbH) ist inzwischen in Teilen umgesetzt.
Die Internetzeitung braunschweigheute.de berichtete bereits am 14. Dezember 2017, dass zum einen gegebenenfalls die Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung stellen würde und zum anderen die Hafenbetriebsgesellschaft mbH ihrerseits ein Mal jährlich ein Blattherbizid zur Freihaltung der Schienenwege einsetze.
Andere deutsche Städte verfügen bereits seit vielen Jahren, teilweise sogar Jahrzehnten, Erfahrungen mit dem Verzicht auf Herbizide. So hat zum Beispiel Münster die Bevölkerung um mehr Toleranz gebeten, weil nicht mehr jede Fläche so unterhalten werden kann, dass sie vollständig unkrautfrei bleibt. Darüber hinaus hat Münster inzwischen unter anderem auf Pflasterflächen mit einem hohen Fugenanteil verzichtet.
Da nunmehr eine längere Erfahrungsphase vorliegt und auch einige städtische Gesellschaften involviert sind, können verlässlichere Schlüsse gezogen werden.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. In welchem Umfang und auf welchen Flächen werden weiterhin wie oft pro Jahr Herbizide eingesetzt (aufgeschlüsselt nach Kernverwaltung und städtischen Gesellschaften)?
2. Wie haben sich die alternativen Methoden in Braunschweig bewährt und gibt es möglicherweise Pläne, diese zu verändern?
3. Gibt es inzwischen weitergehende Überlegungen, zum Beispiel die Reduktion befestigter Flächen auf ein Mindestmaß bei Neuplanungen?
