Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 20-13477-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Einbindung der Sonnenstraße und der Sidonienbrücke in das Radverkehrsnetz
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr
- Beteiligt:
- 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen; 0600 Baureferat
- Verantwortlich:
- Leuer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Planungs- und Umweltausschuss
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zur Kenntnis
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01.07.2020
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 03.06.2020 wird wie folgt Stellung genommen:
Die Sonnenstraße bildet mit den anschließenden Straßen eine wichtige Verbindung für den Radverkehr zwischen der Innenstadt und dem westlichen Ringgebiet und darüber hinaus. Diese hohe Bedeutung für den Radverkehr soll durch Umplanungen der Straße gestärkt werden. Je nach Straßenabschnitt ergeben sich sehr unterschiedliche Straßenraumbreiten, die in weiten Teilen keine separaten Flächen für alle Verkehrsteilnehmer zulassen.
Daher ist es Ziel der Verwaltung, auf ganzer Länge zwischen Altstadtring und Altstadtmarkt den Kfz-Durchgangsverkehr zu reduzieren und Gestaltungsspielraum zur Förderung des Rad-, Anlieger- und Linienverkehrs zu schaffen. Wie dies mit verkehrsrechtlichen und baulichen Maßnahmen erfolgen kann, wird derzeit geprüft. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Anpassung der Knotenpunkte, insbesondere dem Knoten mit den Fahrradstraßen des Wallrings. Das Ziel ist, den Radverkehr attraktiv und leistungsfähig und zugleich verträglich mit einem deutlich verringerten Kfz-Verkehr abzuwickeln.
Die im Text der Anfrage beschriebene positive Bewertung der Route über die Sidonienbrücke in Richtung Innenstadt teilt die Verwaltung ausdrücklich. Daher ist die Stärkung dieser ruhigen und sehr attraktiven Route mit der gegenüber dem Bestand deutlich aufgeweiteten neuen Sidonienbrücke und der Beseitigung der steilen Rampe zwischen Brücke und Hohetorwall vorgesehen. Es bleibt aber eine Route, die sich Radfahrer und Fußgänger auf der Brücke ebenso wie im weiteren Streckenverlauf rücksichtsvoll teilen. Somit kann diese Route keine Hauptroute für zügigen Alltagsverkehr und für große Verkehrsmengen werden.
Zu 1.: Die Planungen der Sonnenstraße stehen noch am Anfang. Daher können über die geschilderten Ziele und grundsätzlichen Ansätze hinaus noch keine Angaben gemacht werden. Klar ist, dass das in der Fragestellung angesprochene Natursteinpflaster am Altstadtmarkt aus denkmalrechtlichen und stadtgestalterischen Gründen nicht in Frage steht. Dieses ist aber durchaus befahrbar und beschränkt sich auch nur auf den kleinen Streckenabschnitt am Altstadtmarkt. Zudem wird nur ein Teil der Radfahrer die Route bis zum Altstadtmarkt nutzen.
Zu 2.: Im Innenstadtbereich wird sich der Radverkehr über die Radwege am Wilhelminischen Ring und über das Straßennetz innerhalb des Rings zu den sehr unterschiedlichen innerstädtischen Zielen verteilen. Die Verwaltung begrüßt den Vorschlag, den Wallring mit hoher Priorität u. a. durch Umgestaltung der Kreuzungen mit den Stadtradialen in der Attraktivität für den Radverkehr zu verbessern.
Eine Schließung des Wallrings für den Radverkehr im südlichen Bereich und eine gute Vernetzung mit den Fahrradstraßen wird die Erreichbarkeit der Innenstadt für den Radverkehr deutlich verbessern.
Zu 3.: Die genaue Verteilung der Radfahrer, die über die Sidonienbrücke fahren, ist nicht bekannt. Nach Inaugenscheinnahme fahren die meisten Radfahrer geradeaus Richtung Wohnpark Am Wall weiter, um über die Tweten die Ziele in der Innenstadt zu erreichen. Die Verbindung wird aber auch genutzt, um über den Wallring nach Norden und Süden zu fahren. Diese Verbindungen sind aber augenscheinlich weniger stark genutzt. Das dürfte daran liegen, dass die so zu erreichenden Ziele aus weiten Teilen des westlichen Stadtgebiets über andere Routen schneller zu erreichen sind. Trotzdem sind auch diese Wegebeziehungen aus Sicht der Verwaltung gerade wegen des guten Fahrradstraßennetzes im Wallring wichtig und erhaltenswert, was durch die vorgesehene Erneuerung der Sidonienbrücke auch gewährleistet wird.
