Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 20-13762

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

Der Instandsetzung und der Modernisierung der Schulsportanlage IGS Sally Perel wird zugestimmt.
 

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Die Freisportanlagen an der IGS Sally-Perel sind mittlerweile trotz vereinzelter Modernisierungsmaßnahmen in die Jahre gekommen und genügen darüber hinaus aufgrund ihrer sportfunktionalen Ausstattung nicht mehr in Gänze den modernen schulsportlichen Anforderungen.

 

Im Zuge der Unterhaltungsmaßnahmen hatte der Fachbereich Stadtgrün und Sport zuletzt im Winter 2018/2019 eine Renovation der Tennendeckschicht durchgeführt, um die sportfunktionalen Eigenschaften der 400 m Laufbahn durch eine verbesserte Wasserdurchlässigkeit wieder herbeizuführen.

 

Auf dem Areal der Schulsportanlage erstreckt sich als zentrales Element in Nord-Süd-Ausrichtung eine leichtathletische Wettkampfbahn mit einem Naturrasen-Großspielfeld. In den beiden Segmenten der Wettkampfanlage befindet sich jeweils eine Weitsprunganlage sowie ein Beach-Volleyballfeld.

 

Die vorhandene Sportinfrastruktur wurde in den vergangenen 10 Jahren durch die Sportfachverwaltung um eine Beregnungs- sowie eine Trainingsbeleuchtungsanlage für das Rasen-Großspielfeldes ergänzt. Davon profitiert insbesondere der ortsansässige Sportverein SC Rot-Weiß-Volkmarode e.V. in unmittelbarer Nachbarschaft zu der Freisportanlage der IGS Sally-Perel.

 

Der Verein leistet seit Jahren eine hervorragende Nachwuchsarbeit und stellt aktuell 14 Mannschaften im Herren- und Juniorenbereich ohne hierbei die jüngsten Nachwuchsmannschaften zu berücksichtigen. Räumliche Engpässe und ausgeschöpfte Kapazitäten beschäftigen den Verein schon seit geraumer Zeit und führten in der Vergangenheit im Belegungsmanagement zu kreativen Lösungen.

Unter anderem nutzt der Verein in Abstimmung mit der Schulleitung das Rasen-Großspielfeld auf der Schulsportanlage zu Trainingszwecken. Bislang erfolgte dies in harmonischer Koexistenz unter Wahrung der unterschiedlichen schul-/und vereinssportlichen Bedarfe.

Der Verein hatte den Wunsch an die Verwaltung herangetragen, den vereinssportlichen Kapazitätsengpässen mit der Umwandlung in Kunststoffrasen des in Rede stehenden Groß-Spielfeldes auf dem Schulsportgelände zu begegnen.

 

Vor dem skizzierten Hintergrund und der künftigen Sportentwicklung der Freisportanlagen an der IGS Sally-Perel wurde die Schulleitung im Juni 2019 zu einem ersten Auftaktgespräch und Austausch geladen.

 

Die Sportfachverwaltung hatte kurz zuvor den Impuls zur Modernisierung/Umgestaltung der Schulsportanlage aufgriffen und erste Ideen in einem Vorentwurf skizziert.

 

Diese beispielhafte Gestaltung sah vor, das Naturrasen-Großspielfeld in ein Kunststoffrasenspielfeld umzuwandeln sowie ein multifunktionales Kleinspielfeld mit leichtathletischer Ausrichtung innerhalb des nördlichen Segmentes unter Rückbau der vorhandenen Weitsprunganlage zu errichten.

 

Die Schulleitung wurde gebeten, den beispielhaften Vorentwurf intern abzustimmen und auf Übereinstimmung mit den individuellen, schulsportlichen Bedarfen zu prüfen. 

 

Im September 2019 sprach sich die Schulleitung deutlich gegen die Umwandlung des Naturrasen-Großspielfeldes in Kunststoffrasen aus schulsportlichen Gründen aus, da unter anderem bestimmte verbindliche Unterrichtsinhalte nicht weiter auf einem Kunststoffrasen-Spielfeld umsetzbar seien (z.B. Sperrwurf).

 

Ein gemeinsamer Vor-Ort-Termin zwischen Verwaltung und allen beteiligten Akteuren (Schule und Verein) im Juni 2020 verdeutlichte noch einmal die konträren Ansichten hinsichtlich eines potentiellen Kunststoffrasenspielfeldes.

 

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass der SC Rot-Weiß-Volkmarode e.V. bereits seit geraumer Zeit ein über 2000 m² großes und beleuchtetes Kunstrasenfeld auf der städtischen Sportanlage in Schapen intensiv mit nutzt und hier zusätzlich noch ein weiteres beleuchtetes Naturrasengroßspielfeld zur Nutzung zur Verfügung steht, konnte bei dem gemeinsamen Gesprächstermin mit dem Vorstand des Vereins letztendlich Benehmen darüber hergestellt werden, dem aus Sicht der Verwaltung prioritär zu berücksichtigenden Wunsch der Schule, das Naturrasenspielfeld nicht in ein Kunstrasenfeld umzuwandeln, zu entsprechen.

 

Die Schulsportanlage soll in ihrer wesentlichen Grundstruktur als Kampfbahn erhalten bleiben und durch entsprechende Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen an die priorisierten Bedarfe und Wünsche der schulsportlichen Belange angepasst werden:

 

-          Umwandlung des nördlichen Kreissegmentes der vorhandenen Leichtathletik- Kampfbahn in ein multifunktionales Kleinspielfeld in Kunststoffbauweise mit leichtathletischer Ausrichtung (20 m x 40 m) unter Rückbau der vorhandenen Weitsprunganlage.

 

-          Instandsetzung und Egalisierung des Naturrasen-Großspielfeldes

Auch der Sportverein würde von den geplanten Baumaßnahmen profitieren. Mit der Instandsetzung des Naturrasen-Großspielfeldes werden sich die Trainingsbedingungen für den Verein deutlich verbessern. Das Naturrasen-Spielfeld bietet aufgrund seiner Ausstattung mit einer Bewässerungs- und Beleuchtungsanlage bereits sehr gute Voraussetzungen.

 

Kosten/Finanzierung

Die Herstellungskosten für die zu beschließenden Maßnahmen belaufen sich insgesamt auf 350.000 €.

 

Die erforderlichen Haushaltsmittel stehen im Teilhaushalt des Fachbereichs Stadtgrün und Sport für das Kunststoff-Kleinspielfeld (250.000,- €) auf dem Projekt 4S.670051. sowie für die Instandhaltung des Rasen-Großspielfeldes (100.000 €) auf dem Projekt 4S.670048. im laufenden Kalenderjahr zur Verfügung.
 

 

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Anlagen

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