Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 20-13740

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

 

1. Ausgangslage

Im Zusammenhang mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept 2030 und den hierzu in Umsetzung oder in Planung befindlichen Baugebieten, der Schulentwicklungsplanung, der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch den Ausbau von Kooperativen Ganztagsgrundschulen, den veränderten schulrechtlichen Rahmenbedingungen durch die Rückkehr zum Abitur nach neun Schuljahren im Gymnasium (G9), der Schulsanierung und der Notwendigkeit, an berufsbildenden Schulen moderne Fachpraxisräume für einen handlungsorientierten Unterricht mit zeitgemäßer Ausstattung anzubieten, befasst sich die Verwaltung aktuell mit der Untersuchung von 19 Investitionsvorhaben an Schulen, für die am Ende die Notwendigkeit eines Raumprogrammbeschlusses stehen könnte bzw. stehen wird. Dabei handelt es sich um die Untersuchung, ob und wie die schulische Infrastruktur an den betroffenen Schulstandorten räumlich weiterentwickelt werden muss, um mit den anfangs dargestellten Entwicklungen Schritt halten zu können.

 

Um diese Untersuchungen, die alle unter einem hohen zeitlichen Druck stehen, für alle Vorhaben parallel durchführen zu können, hat die Verwaltung eine verwaltungsinterne Projektgruppe mit der Steuerung der Untersuchung der Vorhaben eingerichtet.

 

Nachfolgend sind die Sachstände der Vorhaben aufgeführt, zu denen in den Sitzungen des Schulausschusses am 03.07.2020 und des Verwaltungsausschusses am 07.07.2020 noch kein Raumprogramm bzw. noch kein Untersuchungsauftrag zur Beschlussfassung vorgelegt wird.

 

 

2. Vorhaben

Grundschule und Integrierte Gesamtschule Querum

Aufgrund der in Umsetzung bzw. Planung befindlichen Baugebiete Dibbesdorfer Straße-Süd und Holzmoor-Nord in Querum werden die Schülerzahlen an der Grundschule Querum in den nächsten Jahren stark ansteigen, sodass sich die Schule perspektivisch voraussichtlich vierzügig entwickeln wird. Zurzeit wird sie zwei- bis dreizügig geführt. Da die Schule gegenwärtig als Halbtagsschule arbeitet, soll sie im Zusammenhang mit dem notwendigen Ausbau aufgrund der künftigen Schülerzahlentwicklung auch zur Ganztagsschule entwickelt werden. Bei den entsprechenden Planungen soll auch die Raumsituation der ebenfalls auf dem Grundstück gelegenen Integrierten Gesamtschule Querum untersucht und ggf. Optimierungsmöglichkeiten im Sinne einer von beiden Schulen gemeinsam nutzbaren Ganztags-infrastruktur gefunden werden. Außerdem soll der Neubau einer Sporthalle auf dem Schulgelände geprüft werden. Herausfordernd für die Planungen ist die beengte Raum- und Gebäudesituation auf den Schulgrundstück inmitten der umliegenden Siedlungsstruktur. Aufgrund der Komplexität dieses Vorhabens kann den politischen Gremien erst in der 2. Jahreshälfte 2020 der oder die notwendige/n Raumprogrammbeschluss/-beschlüsse vorgelegt werden, da der weitere Projektverlauf verwaltungsintern abgestimmt werden muss.

 

Standardraumprogramm für Ein-, Zwei- und Dreifach-Sporthallen

Für den Neubau von Ein-, Zwei- und Dreifach-Sporthallen soll ein Standardraumprogramm erarbeitet werden. Entwürfe für die Raumprogramme der unterschiedlichen Größe von Sporthallen sind erarbeitet. Erste Abstimmungsgespräche haben stattgefunden. Aufgrund der Komplexität des Standardraumprogramms und noch erforderlicher weiterer verwaltungsinterner Abstimmungen wird ein Standardraumprogramm in der 2. Jahreshälfte zur Beschlussfassung vorgelegt werden können.

 

Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Schuljahren (G9), Erhöhung der Kapazität an den Gymnasien, Baugebietsentwicklungen;

Betrachtung der Gymnasialstandorte

Mit der Rückkehr von G8 zu G9 wird es mit Beginn des Schuljahres 2020/2021 „erstmals“ wieder einen 13. Jahrgang an den Gymnasien geben. Neben diesem zusätzlichen Jahrgang führt auch der davon unabhängig prognostizierte Anstieg der Schülerzahlen an den Gymnasien um ca. 10 % zu einem weiteren Zusatzbedarf an Raumkapazitäten an den Schulen dieser Schulform. Aus diesem Grund werden neben dem Lessinggymnasium auch die Gymnasien Neue Oberschule und Ricarda-Huch-Schule zu fünfzügigen Gymnasien ausgebaut (vgl. Ds. 17-05461). Auch Baugebietsentwicklungen in Grundschulbezirken beeinflussen die räumliche Situation der Gymnasien und zwar dann, wenn die Gymnasien an den betroffenen Grundschulstandorten Außenstellen führen.

 

Um die räumlichen Auswirkungen der vorgenannten Entwicklungen analysieren zu können, ist die Betrachtung jedes einzelnen Gymnasialstandortes (soweit vorhanden mit Außenstelle) erforderlich. Mit der Analyse von Raumbestand und Raumbedarf wurde unmittelbar im Anschluss an die Beschlussfassung des Standardraumprogramms für Gymnasien im Verwaltungsausschuss am 17.03.2020 begonnen (vgl. Ds 20-12485).

 

Für alle Braunschweiger Gymnasialstandorte entwickelt die Verwaltung aktuell standortbezogene Raumprogramme, die den politischen Gremien sukzessive zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Entsprechend dem erreichten Bearbeitungsstand wird nachfolgend zu den einzelnen Gymnasien berichtet:

 

Gymnasium Gaußschule/Wilhelm-Gymnasium

Die Raumbedarfsanalyse ist abgeschlossen. Für beide Schulen sind die Defizite ermittelt und in Erstgesprächen mit den Schulleitungen ausgetauscht und perspektivische Lösungsmöglichkeiten erörtert worden.

 

Sollten die in der Vorlage zur Prüfung einer möglichen Verlagerung der Technikakademie der Stadt Braunschweig an die Heinrich-Büssing-Schule dargestellte Zusammenführung der Schulangebote beider Schulen möglich sein (vgl. Ds 20-13763), könnten die aktuell von der Technikakademie am Schulstandort Kastanienallee genutzten Räume perspektivisch für andere schulische Zwecke genutzt werden, z. B. als Außenstelle für die beiden Gymnasien.

 

Hierzu besteht allerdings noch weitergehender Abstimmungsbedarf, weshalb auch noch weitere Gespräche mit den Schulen geführt werden müssen, über deren Ergebnisse der Schulausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen unterrichtet wird.

 

An einer kurzfristigen Lösung zum Schuljahresbeginn 2020/2021 zur Behebung der dringendsten Raumprobleme der beiden Gymnasien wird bereits gearbeitet. So wird für die Gaußschule beispielweise eine Nutzung von fünf bisher von der Technikakademie in der Schulanlage Kastanienallee genutzten Allgemeinen Unterrichtsräumen (AUR) vorgesehen.

 

Um dem Wilhelm-Gymnasium kurzfristig zu helfen, soll eine bereits für die Brandschutzsanierung auf dem Schulhof des Hauptstandortes aufgestellte Raumcontaineranlage genutzt werden, um mindestens für eine Klasse einen zusätzlichen Unterrichtsraum bereitzustellen. So schnell wie möglich soll außerdem eine weitere Raumcontaineranlage mit vier AUR in der Außenstelle Leonhardstraße 12 aufgestellt werden. Bis zur Bereitstellung dieser Containeranlage behilft sich die Schule mit Räumen im Bestand, die vorübergehend als AUR genutzt werden (z. B. Nebenraum der Aula).

 

Gymnasium Hoffmann-von-Fallersleben-Schule

Die Raumbedarfsanalyse ist abgeschlossen. In dem mit der Schule hierüber geführten Gespräch wurde das geringe räumliche Defizit erörtert und einvernehmlich festgestellt, dass es keiner Erweiterung der Schule bedarf. Die Schule profitiert hierbei von der in den vergange-nen Jahren vorgenommenen Brandschutz- und allgemeinen Sanierung. Im Zuge der Sanierung konnten bereits u. a. durch den Tausch der Nutzung von Räumen, der Nutzung von Verkehrsflächen für Unterrichts- oder Aufenthaltszwecke und intelligenten Ausstattungslösungen von Räumen Defizite in der Raumbilanz beseitigt werden, sodass die Schule mit den am Hauptstandort und der Außenstelle zur Verfügung stehenden Raumressourcen gut zurechtkommt. An einer optimierten Ausstattung einiger weniger Räume wird zurzeit noch gearbeitet.

 

Gymnasium Kleine Burg

Der Abgleich zwischen Raumbedarf nach dem Standardraumprogramm und dem Raumbestand der Schule ist für den Hauptstandort erfolgt. In dem mit der Schule geführten Erstgespräch wurde deutlich, dass neben dem Fehl an Unterrichtsräumen viele Bestandsräume zu klein oder wegen der Erfüllung von aktuellen Brandschutzauflagen noch zusätzlich in ihrer Nutzung eingeschränkt sind. Im Ergebnis fehlen der Schule Raumressourcen in einer Größenordnung, deren Abdeckung kurzfristig nicht zu einer Lösung geführt werden kann. Da die innerstädtische Lage eine bauliche Erweiterung am Standort Kleine Burg nahezu ausschließt, müssen andere Lösungen geprüft werden.

 

Mit Beginn des kommenden Schuljahres benötigt die Schule bereits dringend einen Klassenraum. Hierzu wird an einer Lösung gearbeitet.

 

Für die Abteilung Leopoldstraße, in der ein spezielles Angebot für Realschulabsolventinnen bzw. -absolventen, die gemeinsam zum Abitur geführt werden, untergebracht ist, wird die Raumbedarfsanalyse zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt.

 

Das Raumprogramm wird in der 2. Jahreshälfte zur Beschlussfassung vorgelegt werden können.

 

Lessinggymnasium/Grundschule Wenden

Das Ergebnis der Raumbedarfsanalyse für das Lessinggymnasium liegt vor. Das Erstgespräch mit der Schule wurde geführt.

 

Für die angestrebte Fünfzügigkeit wurde die Schulanlage bereits in einem 1. Bauabschnitt um neun AUR und drei Kursräume in Holztafelbauweise erweitert. Ein 2. Bauabschnitt soll folgen. Außerdem sollen im Bestand Umbauten vorgenommen werden.

 

Das Lessinggymnasium führt eine Außenstelle in der unmittelbar benachbarten Grundschule Wenden in den dortigen Räumen der früheren Orientierungsstufe. Die Grundschule Wenden wird sich infolge der in Bauabschnitten geplanten Realisierung des Neubaugebietes „Wenden-West“ voraussichtlich vierzügig entwickeln. Mit der Realisierung des 2. Bauabschnittes mit geplanten ca. 650 Wohneinheiten wird die Grundschule alle zurzeit in der Schulanlage vom Lessinggymnasium genutzten Unterrichtsräume selbst benötigen. Für die Grundschule Wenden wird daher aktuell an einem Raumprogramm für eine Vierzügigkeit einschl. des Ganztagsbetriebs gearbeitet, da sie zurzeit als Halbtagsschule geführt wird. Das Ergebnis der Raumbedarfsanalyse für die Grundschule Wenden liegt vor. Das Erstgespräch mit der Schule soll in Kürze stattfinden.

 

Die künftige Entwicklung der Grundschule Wenden wird im zu erarbeitenden Raumprogramm für das Lessinggymnasium berücksichtigt und wird zu einem deutlich größeren Bauvolumen führen, als bei der Entscheidung über den Ausbau des Lessinggymnasiums für eine Fünfzügigkeit absehbar war. Eine Fläche für eine bauliche Erweiterung der Schule ist vorhanden.

 

Die Raumprogramme für beide Schulen werden in der 2. Jahreshälfte zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

 

Gymnasium Martino-Katharineum

Das Ergebnis der Raumbedarfsanalyse liegt für das Martino-Katharineum vor. Das Erstgespräch mit der Schule erfolgt in Kürze. Das Raumprogramm wird erst in der 2. Jahreshälfte zur Beschlussfassung vorgelegt werden können.

 

Gymnasien Neue Oberschule/Ricarda-Huch-Schule

Für die Neue Oberschule ist die Raumbedarfsanalyse abgeschlossen. Mit der Schule wurden schon mehrere Gespräche geführt.

 

Für die Ricarda-Huch-Schule ist die Raumbedarfsanalyse fast abgeschlossen. Das Erstgespräch mit der Schule hat stattgefunden.

 

Die Ricarda-Huch-Schule führt eine Außenstelle in der Grundschule Gliesmarode in den dortigen Räumen der früheren Orientierungsstufe. Die Grundschule Gliesmarode wird sich infolge des Baugebietes Kurzekampstraße-Südwest voraussichtlich zwei- bis dreizügig entwickeln. Die Schule wird dann alle zurzeit in der Schulanlage von der Ricarda-Huch-Schule genutzten Unterrichtsräume selbst benötigen. Für die Grundschule Gliesmarode wird zu gegebener Zeit an einem Raumprogramm für eine Zwei- bis Dreizügigkeit einschl. des Ganztagsbetriebs gearbeitet, da sie zurzeit als Halbtagsschule geführt wird. Für die Ricarda-Huch-Schule bedarf es daher eines größeren Anbaus.

 

Gymnasium Raabeschule

Die Raumbedarfsanalyse ist für die Raabeschule fast abgeschlossen. Das Erstgespräch mit der Schule soll in Kürze geführt werden. Ein ggf. zu erstellendes Raumprogramm wird erst in der 2. Jahreshälfte zur Beschlussfassung vorgelegt werden können.

 

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