Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 20-14174
Grunddaten
- Betreff:
-
Verlängerung des Grabnutzungsrechts der Grabstätte Friedrich Kreiß auf dem Hauptfriedhof
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 41 Fachbereich Kultur und Wissenschaft
- Beteiligt:
- DEZERNAT IV - Kultur- und Wissenschaftsdezernat
- Verantwortlich:
- Dr. Hesse
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Kultur und Wissenschaft
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Vorberatung
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11.09.2020
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Entscheidung
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Gemäß „Sechster Satzung zur Änderung der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig“, beschlossen vom Rat der Stadt Braunschweig am 24.03.2020, liegt die Zuständigkeit über die Entscheidung über diese Beschlussvorlage beim Verwaltungsausschuss. Der Ausschuss für Kultur und Wissenschaft ist zur Vorberatung eingebunden.
Der Verwaltungsausschuss der Stadt Braunschweig hat in seiner Sitzung am 4. Mai 2010 beschlossen, die seit 1962 als Ehrengrab geführte Ruhestätte von Friedrich Kreiß für weitere zehn Jahre als Ehrengrab auszuweisen. Es folgte der Nachkauf der Grabnutzungsrechte und die Übernahme der Pflege der Grabstätte durch die Stadt Braunschweig. Das Grab befindet sich auf dem Hauptfriedhof in Abt. 17/98-100.
Lebensdaten:
Am 19. Oktober 1915 verstarb Friedrich Kreiß in Braunschweig (*28. August 1842 in Ortenberg). Es war Sohn des Architekten und Maurermeisters Georg Kreiß. Nach dem Besuch der Gewerbeschule in Nidda, wo er im Zeichen, in der Feldmesskunst und darstellenden Geometrie Auszeichnungen errang, absolvierte er eine Lehre in der gräfischen Gärtnerei Stolberg-Rossler in Ortenberg.
1864 kam Kreiß nach Braunschweig. Bis 1866 arbeitete er als Obergehilfe in der Herzoglichen Landesbaumschule, um dann zur weiteren Ausbildung für zwei Jahre nach England zu wechseln, wo der als Obergärtner Veränderungen und Erweiterungen des berühmten Batterseaparks (London) vornahm und die kulturgeschichtlich bedeutendsten Gartenanlagen und Gärtnereien Englands und Schottlands besuchte. 1868 kehrte er nach Braunschweig zurück und trat als Obergärtner in den Dienst der Generaldirektion der herzoglichen Eisenbahnen. 1880 wurde er als Promenadenverwalter in den braunschweigischen Staatsdienst übernommen. 1884 ernannte ihn Herzog Wilhelm zum herzoglichen Promenadeninspektor.
Für seine Leistungen hat Friedrich Kreiß zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten. Sein Wirken prägt auch heute noch das Stadtbild. Von ihm geschaffen wurden:
- Der heutige Kiryat-Tivon-Park
- Der Stadtpark
- Der Bürgerpark (hier wurde ein Weg nach ihm benannt)
- Der Prinz-Albrecht-Park
Umgestaltet wurden von Friedrich Kreiß der Windmühlenberg, das „Okertal“ am Löwenwall, der Gaußberg und Teile des Inselwalls sowie der Lessing- und Siegesplatz.
Obwohl es auch einen Friedrich-Kreiß-Weg im Bürgerpark gibt, wurde bereits in 2010 entschieden, die Grabstätte aufgrund der herausragenden Verdienste Kreiß´ für die Stadt Braunschweig als Ehrengrabstätte weiter zu erhalten. Aufgrund der Bedeutung Friedrich Kreiß´ für die Gestaltung der Parkanlagen Braunschweigs sollte die Verlängerung des Grabnutzungsrechts von der Stadt erneut übernommen werden.
Ein Nachkauf des Grabnutzungsrechts ist ab dem 18. Oktober 2020 erforderlich. Die Kosten für den Erwerb des Grabnutzungsrechts für 10 Jahre betragen einmalig 1.069,00 €. Für die laufende Grabpflege entstehen der Stadt Braunschweig jährliche Kosten in Höhe von
ca. 150 €. Die erforderlichen Haushaltsmittel für die Grabpflege und den Kauf des Grabnutzungsrechts stehen im Budget des Fachbereichs Kultur und Wissenschaft zur Verfügung.
