Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 17-05703-03
Grunddaten
- Betreff:
-
Haushalt 2018: Verwendung des bezirklichen Bürgerhaushaltes zur Verbesserung der Qualität von Schulhöfen und Kinderspielplätzen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 67 Fachbereich Stadtgrün und Sport
- Verantwortlich:
- Loose
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 120 Östliches Ringgebiet
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zur Kenntnis
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16.09.2020
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Beschluss des Stadtbezirksrates 120 vom 26.10.2017:
„1. Die Verwaltung wird gebeten
- zu überprüfen, welche Schulhöfe sinnvoll durch Spielgeräte und/oder neue Aufenthaltsorte für Schülerinnen und Schüler ergänzt werden könnten
- zu überprüfen, auf welchen Spielplätzen Spielgeräte ergänzt werden könnten
- (dabei sollen nur solche Maßnahmen überprüft werden, die von der Seite der Verwaltung nicht ohnehin geplant sind)
- darzustellen, welche Kosten entstünden und in welcher Reihenfolge eine Abarbeitung sinnvoll wäre.
2. Die finanziellen Mittel werden aus dem Bürgerbudget des Stadtbezirkes 120 zur Verfügung gestellt.
3. Der Bezirksrat entscheidet nach Vorstellung der Prüfergebnisse über die Maßnahmen.“
Die Verwaltung teilt hierzu Folgendes mit:
Ende des vergangenen Jahres wurde eine gesamtstädtische Spiel- und Bewegungsraumanalyse für die städtischen Spielplätze durchgeführt. Die Einzelauswertung der Ergebnisse für den Stadtbezirk Östliches Ringgebiet liegt nun vor. Eine weitere Analyse, in der die Ausstattung und der Zustand von Schulhöfen begutachtet wird, ist zurzeit in der Erstellung. Diese wird voraussichtlich im Herbst 2020 vorliegen, sodass zum Ende des Jahres fachlich fundierte Aussagen zu möglichen und sinnvollen Ergänzungen von Spielgeräten und zu neuen Aufenthaltsorten für Schülerinnen und Schüler auf den Schulhöfen gemacht werden können.
Ergebnisse der Spiel- und Bewegungsraumanalyse
Im Allgemeinen ist der Stadtbezirk gut und weitgehend flächendeckend mit Spielplätzen versorgt. Eine räumliche Unterversorgung mit Spielmöglichkeiten für Kinder bis sechs Jahre (Einzugsgebiet von 175 m um den Spielplatz) besteht in mehreren Bereichen im Stadtbezirk. Die Versorgung mit Spielplätzen für 6- bis 12-Jährige (Einzugsradius 350 m) und mit Bewegungsräumen für 12- bis unter 18-Jährige (Einzugsradius 750 m) ist nur in wenigen Bereichen nicht gegeben. Hier könnte insbesondere die Öffnung der Schulhöfe der beiden städtischen Grundschulen Heinrichstraße und Comeniusstraße zu einem Defizitabbau deutlich beitragen.
Hinsichtlich der Vielfalt besteht insbesondere für Kinder bis zwölf Jahre ein sehr gutes Spiel- und Bewegungsangebot im Östlichen Ringgebiet. Für die älteren Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahre wird die Schaffung vielfältigerer Angebote empfohlen.
In der Konzeption wurden folgende Spielplätze im Östlichen Ringgebiet hinsichtlich ihres Zustands und ihrer Ausstattung mit Spiel- und Bewegungsangeboten sowie mit Aufenthaltsbereichen begutachtet (siehe auch Anlage 1):
- Spielplatz Kasernenstraße/Steinbrecherstraße
- Spielplatz Giersbergstraße
- Spiel- und Bolzplatz Gliesmaroder Straße
- Spielplatz Bindestraße
- Spiel- und Jugendplatz Allerstraße
- Spielplatz Menzelstraße/ Karlstraße/Richterstraße
- Spielplatz Hans-Sommer-Straße/Methfesselstraße
- Spielplatz Hopfengarten
- Spielplatz Hopfengarten/Hartgerstraße
- Spielplatz Prinz-Albrecht-Park/Georg-Westermann-Allee
- Spielplatz St.-Leonhards-Garten
Eine Priorisierung gibt Hinweise, welchen Spielplätzen ein besonderes Augenmerk gelten sollte. Hierbei spielen insbesondere die Wiederherstellung der Bespielbarkeit unter Berücksichtigung der aktuellen demografischen Entwicklung sowie die Stärkung eines Spielplatzes als Mittelpunktplatz mit hoher Bedeutung für den gesamten Stadtbezirk eine Rolle. Als Spiel- und Bewegungsräume mit dringendem Handlungsbedarf (Priorität 1) wurden folgende Spielplätze benannt:
- Spiel- und Bolzplatz Gliesmaroder Straße,
- Spielplatz Menzelstraße/Karlstraße/Richterstraße,
- Spielplatz Hans-Sommer-Straße/Methfesselstraße und
- Spielplatz Prinz-Albrecht-Park/Georg-Westermann-Allee.
Maßnahmen zur Verbesserung der Spiel- und Aufenthaltsqualität
Als so genannter Mittelpunktplatz mit Bedeutung für den gesamten Stadtbezirk wird der Spielplatz Prinz-Albrecht-Park/Georg-Westermann-Allee definiert. Diesem Ansatz kommt die Verwaltung bereits mit einer aktuellen umfänglichen Überplanung des Spielplatzes nach. Die dafür geplanten Maßnahmen können voraussichtlich bis 2021 umgesetzt werden.
Neben den umfänglichen Maßnahmen auf den hochpriorisierten Spielplätzen werden in der Konzeption weitere Einzelmaßnahmen empfohlen. Hier sind vor allem der Ersatz älterer Spielgeräte mit geringem Spielwert bzw. die Ergänzung des vorhandenen Spielangebotes durch attraktive und zeitgemäße Spiel- und Bewegungsangebote genannt. Außerdem ist auffällig, dass vielerorts ein nur unzureichendes Angebot an Sitz- und Picknickgelegenheiten besteht. Hier könnte insbesondere durch das Aufstellen von Tisch-Bank-Kombinationen und/oder Jugendbänken die Aufenthaltsqualität auf den Spielplätzen deutlich erhöht werden.
In der Anlage 2 sind die seitens der Verwaltung empfohlenen Maßnahmen sowie die anstehenden notwendigen und geplanten Ersatzbeschaffungen von voraussehbar abgängigen Spielgeräten einschließlich ihrer Priorisierung und einer groben Kostenschätzung zusammengestellt.
Empfehlung der Verwaltung
Die Verwaltung empfiehlt für die Beschlussfassung über die Umsetzung der Maßnahmen - abhängig vom Haushaltsbudget - folgende Reihenfolge:
- Gesamtes Maßnahmenpaket auf dem Spielplatz Menzelstraße/Karlstraße/ Richterstraße (insgesamt ca. 20.000 €)
- Gesamtes Maßnahmenpaket auf dem Spielplatz Gliesmaroder Straße (insgesamt ca. 11.000 €)
- Gesamtes Maßnahmenpaket auf dem Spielplatz Hans-Sommer-Straße/ Methfesselstraße (insgesamt ca. 11.500 €).
Optional könnten auf den drei genannten Spielplätzen prioritär folgende Maßnahmen umgesetzt werden (insgesamt ca. 23.000 €):
- Spielplatz Menzelstraße Karlstraße/Richterstraße: Kombinationselement für Sand-und Rollenspiel für Kinder bis sechs Jahre inkl. Erneuerung des Fallschutzes und Einfassung zum Sitzen (ca. 10.000 €)
- Spielplatz Gliesmaroder Straße: Anlage einer Tisch-Bank-Kombination und einer Jugendbank (ca. 4.000 €)
- Spielplatz Hans-Sommer-Straße/Methfesselstraße: Anlage eines Niedrigseilgartens inkl. Fallschutz (ca. 9.000 €)
Die empfohlene Reihenfolge der Maßnahmenumsetzung ist ebenfalls in Anlage 2 dargestellt.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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1 MB
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2
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(wie Dokument)
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190,8 kB
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