Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 20-14035-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Bedeutung des Flug-Betriebs für die hiesige Wirtschaft
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 0800 Stabsstelle Wirtschaftsdezernat
- Verantwortlich:
- Leppa
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Wirtschaftsausschuss
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zur Kenntnis
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04.09.2020
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur oben stehenden Anfrage der BIBS-Fraktion nimmt die Verwaltung nach Einbindung der Braunschweig Zukunft GmbH und der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH wie folgt Stellung:
zu Frage 1.:
Am Forschungsflughafen befinden sich unter anderem das Luftfahrt-Bundesamt als Bundesoberbehörde und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, ebenso das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das Niedersächsische Forschungszentrum für Luftfahrt und das Niedersächsische Forschungszentrum Fahrzeugtechnik. Als jüngster Ansiedlungserfolg ist das neue Fraunhofer Projektzentrum für Energiespeicher und Systeme (ZESS) hinzugekommen.
Zusammen mit über 40 Unternehmen bilden sie am Forschungsflughafen ein Netzwerk, das eng zusammenarbeitet. Unternehmen wie Simtec oder Aerodata sind mittlerweile Weltmarktführer bei Flugvermessungs- und Simulationssystemen. Sie alle finden am Forschungsflughafen Braunschweig optimale Standortbedingungen vor. An keinem anderen Flughafen in Europa sind neben Landebahn und Flughafen-Infrastruktur so viele Forschungsflugzeuge, Windkanäle, Simulatoren und Prüfstände von derart hoher Qualität versammelt. So hat sich die Zahl der überwiegend hochqualifizierten Arbeitsplätze im unmittelbaren Umfeld des Forschungsflughafens seit 2004 mehr als verdoppelt und liegt aktuell bei rund 3.400.
Quelle: www.braunschweig.de/forschungsflughafen
zu Frage 2.:
Die von Ihnen Ihrer Anfrage beigefügte Studie des „Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft“ „Regionalflughäfen – Ökonomisch und klimapolitisch unverantwortliche Subventionen“ (veröffentlicht am 19. August 2020) ist der Verwaltung bekannt.
Die Studie befasst sich mit 14 Regionalflughäfen, die normalerweise zwischen 200.000 und 3.000.000 Passagiere pro Jahr haben. Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg hat in den letzten Jahren zwischen 150.000 und 160.000 Passagiere p. a. gehabt und wurde daher im Rahmen dieser Studie nicht untersucht. Aus diesem Grund erfolgte seitens der Verwaltung keine weitere inhaltliche Befassung mit der Studie.
zu Frage 3.:
In Abstimmung mit der Geschäftsführung der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH wird hierzu wie folgt Stellung genommen:
Die Geschäftsführung der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH erarbeitet zurzeit einen Masterplan zur zukünftigen Ausrichtung. Hierbei werden insbesondere die Einnahmen aus dem sogenannten Non-Aviation-Bereich einer gesonderten Betrachtung unterzogen und zusätzliche Erlöspotentiale identifiziert.
Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Intensivierung der Flächenvermarktung.
Des Weiteren sollen neue Geschäftsfelder erschlossen und durch eine Digitalisierung aller wirtschaftlichen und operativen Prozesse mehr Transparenz, Kostensenkung und Erlössteigerungen erzielt werden.
Erste Maßnahmen wie Neuabschlüsse und Anpassungen von Verträgen sowie die Machbarkeitsprüfung eines Remote-Tower-Konzeptes am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg wurden bereits durchgeführt bzw. befinden sich in der Abwicklung. Weiterhin wird versucht, Aufgaben und Prozesse vermehrt innerhalb des Unternehmens wahrnehmen zu lassen („Insourcing“), um Kosten zu sparen.
