Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 20-14275

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

Der Sanierung und Umgestaltung des Spielplatzes Georg-Westermann Allee im Prinzenpark wird zugestimmt.
 

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Der Spielplatz an der Georg-Westermann-Allee hat innerhalb des Stadtbezirks 120 Östliches Ringgebiet eine besondere Stellung. Durch seine Lage im beliebten Prinz-Albrecht-Park, der sowohl von Bürgern des Stadtbezirk 120 als auch von Besuchern anderer Stadtteile und umliegenden Kommunen genutzt wird, besitzt er eine überregionale Bedeutung und erfreut sich bei den Nutzern großer Beliebtheit. Gerade an Wochenenden und bei schönen Wetter ist dieser Platz hochfrequentiert.

Im vergangenen Jahr hat die Verwaltung eine gesamtstätische Spiel- und Bewegungsraumanalyse bzw. -konzeption für städtische Spielplätze in Auftrag gegeben. Gegenstand der Untersuchung war unter anderem auch der Spielplatz an der Georg-Westermann-Allee. Im Rahmen der Spiel- und Bewegungsraumanalyse wurden die Spielplätze im Östlichen Ringgebiet hinsichtlich ihres Zustands und ihrer Ausstattung mit Spiel- und Bewegungsangeboten sowie mit Aufenthaltsbereichen begutachtet und es erfolgte eine Priorisierung hinsichtlich des Bedarfs an einer Verbesserung des Spiel- und Bewegungsangebotes. Für den Spielplatz Georg-Westermann-Allee wurde die Priorität I (hoher Handlungsbedarf) ermittelt. Die Rückmeldung zum Zustand der vor Ort befindlichen Spielgeräte wird durch die verwaltungseigenen Spielplatzkontrolleure untermauert. Sämtliche Spielgeräte sind deutlich in die Jahre gekommen, abgängig oder besitzen keinen attraktiven und zeitgemäßen Spielwert.

Im Rahmen der Spielraumkonzeption wurde der Spielplatz als sogenannter Mittelpunktspielplatz im östlichen Ringgebiet definiert. Hierbei spielen insbesondere die Wiederherstellung der Bespielbarkeit unter Berücksichtigung der aktuellen demografischen Entwicklung sowie die Stärkung des Spielplatzes mit hoher Bedeutung für den gesamten Stadtbezirk eine Rolle. Daher wurde sich seitens der Verwaltung für eine vollumfängliche Überplanung des gesamten Platzes entschieden.

Bei dem bestehenden Spielplatzgelände handelt es sich im historischen Kontext um eine ehemalige Reitanlage in kreisrunder Form. Dieser Grundgedanke floss wesentlich mit in die planerische Neukonzeption des Spielplatzes ein. Entstehen soll hier thematisch ein Reiter-/Pferdespielplatz.

Insgesamt wird für die Zuordnung der Funktionsflächen der kreisrunden Form Rechnung getragen. Die Funktionsbereiche werden konzentrisch angeordnet und durch verschiedene Gestaltungs- und Nutzelemente voneinander abgegrenzt. So werden Räume durch Heckenboskette, wie sie auf Reitplätzen zu finden sind, geschaffen und Sitzgelegenheiten aus Beton mit Holzauflagen bieten eine weitere Abgrenzung. Am Außenrand wir ein neuer Weg angelegt, auf dem der gesamte Spielplatz umrundet werden kann. In den Verlängerungen der Zuwegungen führen Wege bis in den direkten Spielplatzbereich hinein, über die man die einzelnen Spielbereiche erreichen kann. Alle Wege sind ebenerdig, so dass auch gehbehinderte Personen alle Bereiche mit dem Rollstuhl oder Gehhilfen erreichen können (Inklusionsgedanke).

Die Auswahl der Spielangebote erfolge ebenfalls unter Berücksichtigung inklusiver Aspekte. Deshalb sind Spielgeräte verschiedener Anforderungsstufen und Schwierigkeiten geplant. Hauptsächlich sollen mit der Auswahl der Spielgeräte die Altersgruppen 6 Jahre bis einschl. 12 Jahre angesprochen werden. Grundsätzlich handelt es sich aber um einen Spielplatz für die ganze Familie.

Im Zentrum des Spielplatzes steht ein stilisierter Reiter, der ein Pferd an einer Longe führt. Beide Geräte weisen eine imposante Größe auf und sollen die Hauptattraktion des Platzes werden. Das Pferd selbst wird ca. 7,50m hoch werden (Kopfhöhe) und von Schnauze bis Schwanz etwa 16m Länge haben. Sowohl der Reiter als auch das Pferd bieten viele Spielmöglichkeiten. Der Reiter ist begehbar und über eine Seil- bzw. Hängebrücke gelangt man zum Pferd, dass sowohl von innen als auch von außen bespielbar ist (z.B. Kletternetz, Boulderwand, Holzaufstiege etc.). Durch den Körper des Pferdes gelangt man zu einer Röhrenrutsche, die den Schwanz des Pferdes stilisiert.

Das Thema "Reitbahn" wird auch durch die ergänzenden Spielgeräte fortgeführt. So sollen weitere kleinere Holzpferde aufgestellt werden. Hindernisse wie beim Springreiten sollen z.B. Wackelbalken und weitere Spielgeräte darstellen, ebenso eine (Futter-)Fassanlage, die bekletterbar ist und ein Stangenmikado (z.B. gelagerte Hindernisbalken).

Im Bereich des Reiters ist ein Sandspielbereich angeordnet, der auch kleineren Kindern die Möglichkeit zum Buddeln und Kuchenbacken bietet. Weitere Bereiche werden aus Hackschnitzel und als Rasenfläche gestaltet.

In den Randbereichen werden Sitznischen angelegt. Die Aufenthaltsqualität wird zusätzlich durch Tisch-Bank-Kombinationen aufgewertet.

Zur Veranschaulichung des Planungsgedankens liegt der Vorlage ein Gestaltungsplan als Anlage bei.

 

Es ist geplant, das Vergabeverfahren noch in 2020 zu beginnen und abzuschließen, um im Frühjahr mit der Umsetzung der Maßnahme beginnen zu können. Erfahrungsgemäß bedarf die Beschaffung von Spielgeräten ca. 15 20 Wochen. Da es sich bei Pferd und Reiter um eigens für die Stadt Braunschweig konzipierte Spielgeräte handelt, ist auch hier mit entsprechender Lieferzeit zu rechnen.

 

Die Kosten für die Sanierung des Spielplatzes Georg-Westermann-Allee im Prinzenpark betragen ca. 270.000 €.

Haushaltsmittel stehen im Teilhaushalt des Fachbereiches Stadtgrün und Sport in ausreichender Höhe zur Verfügung.
 

 

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Anlagen

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