Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 20-14085-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Umsetzung des Baumspendenprogrammes "Mein Baum für Braunschweig"
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 67 Fachbereich Stadtgrün und Sport
- Verantwortlich:
- Herlitschke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Grünflächenausschuss
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zur Kenntnis
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18.09.2020
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Anfrage der CDU-Fraktion vom 25.08.2020 (20-14085) wird wie folgt Stellung genommen:
Nach dem Ratsbeschluss zum Baumspendenprogramm „Mein Baum für Braunschweig“ wurde mit der Umsetzung des beschlossenen Konzeptes begonnen. Dazu wurde zunächst für die Spendenoption der „Stadtbäume“ mit einer umfassenden Bestandserfassung von leeren Baumscheiben und abgängigen Bäumen im Straßenraum begonnen und mit den Planungen von bevorstehenden Baumaßnahmen, Sturmschäden-Ersatzpflanzungen sowie von Baumpflanzungen im Rahmen des Klimaschutz-Förderprojektes abgeglichen, um Standorte für mögliche Baumspenden zu eruieren. Im Ergebnis wurden in diesem ersten Schritt 177 Baumstandorte im Straßenraum ermittelt, an denen Bäume durch Spendeneinnahmen gepflanzt werden können. In einem nächsten Schritt werden sukzessive weitere mögliche Baumstandorte im Stadtgebiet (u.a. in Grün- und Parkanlagen, an öffentlichen Spiel-, Bolz- und Jugendplätzen, auf Freiflächen öffentlicher Gebäude) bestimmt, die sich für Baumpflanzungen im Rahmen des Baumspendenprogramms eignen. Hinzu kommen die Standorte zukünftig abgängiger Bäume.
Zeitgleich wurde das online zur Verfügung stehende Baumkataster um die Möglichkeit erweitert, die erfassten freien Standorte für Stadtbäume abzubilden. So können interessierte Bürger und Bürgerinnen durch weitgehend einfache und übersichtliche Handhabung einen geeigneten Standort für eine Baumspende auswählen. Es besteht zudem die Möglichkeit, die Baumspende direkt über ein hinterlegtes Spendenformular beim Fachbereich Stadtgrün und Sport anzumelden.
Weiterhin wurde intensiv daran gearbeitet, den bisherigen Prozess der Spendenabwicklung zu vereinfachen und benutzerfreundlich zu gestalten. Dies wird u.a. dadurch erreicht, dass mit Absendung der Spendenanmeldung alle weiteren Informationen zur Tätigung der Baumspende automatisiert mitgeteilt werden.
Neben den Möglichkeiten über das Baumkataster für Stadtbäume zu spenden, wurden für das Spendenmodul „Ereignisbäume“ zwei Flächen hinsichtlich ihrer Eignung überprüft. Ein Gestaltungskonzept für eine bereits für diesen Zweck angelegte Fläche in Volkmarode („Im Kieffeld“) wurde unverändert wiederaufgenommen. Dieses sieht eine Bepflanzung mit Obstbäumen alter Sorten vor. Für eine weitere Fläche im Westpark wurde ein Gestaltungskonzept entwickelt und soll dem Grünflächenausschuss in seiner nächsten Sitzung zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Dieses sieht eine Bepflanzung mit verschiedenen heimischen sowie stadtklimaverträglichen Baumarten vor, die zudem eine hohe ökologische Bedeutung haben.
Zur Bewerbung des Baumspendenprogramms wurde eine eigene Webseite erstellt, die während der Entwicklungsphase des Baumspendenprogramms lediglich rudimentäre Informationen bereitstellte. Mit der Freischaltung der Baumspenden im Online-Baumkataster wird die Webseite um Informationen zum Spendenvorgang ergänzt. Trotz des zunächst eingeschränkten Informationsgehaltes der Webseite verzeichnete der Fachbereich Stadtgrün und Sport einen deutlichen Zuwachs an Anfragen zu Baumspenden und auch die ausdrückliche Bereitschaft für Baumspenden durch den Eingang von Spendenanmeldungen.
Zu Frage 1.:
Nach Inkrafttreten der Spendenrichtlinie durch den Ratsbeschluss am 18. Februar 2020 wurde eine erhöhte Nachfrage nach Baumspenden registriert. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gingen 33 Anfragen für Baumpflanzungen beim Fachbereich Stadtgrün und Sport ein. Davon werden - in enger Abstimmung mit dem Fachbereich Stadtgrün und Sport - voraussichtlich 16 Baumpflanzungen durch Spendengelder im Herbst 2020 verwirklicht. Dabei handelt es sich ausschließlich um die so genannten Stadtbäume, die auf leeren Baumscheiben bzw. an Standorten von abgängigen Bäumen gepflanzt werden. Weiterhin liegen vier konkrete Anfragen für Ereignisbäume im Westpark vor, die voraussichtlich im Frühjahr 2021 gepflanzt werden könnten, sofern das Gestaltungskonzept durch den Grünflächenausschuss beschlossen wird.
Zum Pflanzzeitpunkt im Frühjahr 2020 konnten aufgrund des kurzen Planungszeitraums keine Spendenbäume gepflanzt werden.
Zu Fragen 2. und 3.:
Zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit wurde eine Webseite erstellt, die mit Voranschreiten der Umsetzung des Baumspendenprogramms an Informationsgehalt zunimmt. So werden mit der Erweiterung des Baumkatasters die Informationen zu Spenden für Straßenbäume auf der Webseite ergänzt.
Im Rahmen des „Startschusses“ für das erweiterte Baumkataster soll im Septemberverlauf eine Pressekonferenz stattfinden, in der das Baumspendenprogramm beworben wird. Auch ist geplant, im Rahmen der ersten Baumspenden-Pflanzaktionen, die im Herbst 2020 stattfinden werden, medienwirksam auf das Programm „Mein Baum für Braunschweig“ hinzuweisen. Dafür vorgesehen sind eine Pressemitteilung sowie die Informationsweitergabe über die sozialen Medienkanäle der Stadt.
Das Baumspendenprogramm sollte intensiv im Rahmen von geplanten öffentlichen Veranstaltungen (Veranstaltung zum „Tag des Baumes“, Jubiläum des Freibad Bürgerpark und „Bienenmarkt im Magniviertel“) beworben werden. Diese fanden jedoch aufgrund der Maßnahmen zur Einschränkung des Coronavirus nicht statt. Aus diesem Grund wurde eine intensivere Öffentlichkeitsarbeit, u.a. die Entwicklung eines Flyers, der im Rahmen der Veranstaltungen verteilt werden sollte, zunächst zurückgestellt.
