Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 20-13800-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

 

Den in Ziffer 2 der Vorlage genannten und in der Anlage näher beschriebenen zusätzlichen Ausbauten im Gebäudekomplex Berliner Platz – Business Center III (BC III; Stand der Kos-tenschätzung: rd. 2,06 Mio. €) wird zugestimmt. Die Finanzierung der von der Vermieterin nachgewiesenen Kosten erfolgt über einen verlorenen Baukostenzuschuss der Stadt. Die notwendigen Mittel werden im Haushalt für das Jahr 2022 bereitgestellt. Den in der Vorlage genannten zusätzlichen Ausbauten wird zugestimmt.

 

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Mit der Beschlussvorlage DS 20-13800 für den Rat wurden am 15.09.2020 auch dem Bauausschuss die Mehrkosten für nutzerspezifische zusätzliche Ausbauten im Rahmen der Anmietung des Business Center III im BraWo-Park der Volksbank zur Vorberatung mitgeteilt.

 

Es wurde darum gebeten nachzuliefern, wie die Entscheidung zustande gekommen ist, einen durch die Stadt Braunschweig in Eigenregie betriebenen Redundanzserverraum für die städtische IT im BCIII zu errichten. Wurden hierzu Alternativen, wie z.B. die Auslagerung an einen externen IT-Dienstleister in Form eines Hostings geprüft? Sollte dies nicht erfolgt sein, soll dies noch betrachtet werden.

 

 

Hierzu nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

Der Bedarf für eine Geo-Redundanz der Serverräume innerhalb des lokalen Netzes der Stadtverwaltung wird in der IT-Strategie 2018 (am 29.11.2018 bzw. 11.12.2018 als Vorlage 18-09483 im FPA und im Verwaltungsausschuss einstimmig beschlossen) auf Seite 16 erläutert:

 

Im Hinblick auf die bauliche Situation der zentralen Technikräume für Server, Netzwerk und Telefonanlage im Rathaus existieren Restrisiken, es besteht Handlungsbedarf: Der Zweitstandort der Server im Rathaus-Zusatzbau ist in Bezug auf die Gefährdung durch Feuer zu nah am Hauptstandort am Rathaus-Altbau. Die redundanten Instanzen der Kernkomponenten von Netzwerk und Telefonanlage sind jeweils in einem einzigen Raum. Es existiert keine Ersatzstromanlage.

 

Es wird daher angestrebt, mittelfristig einen weiteren Standort an einer anderen Liegenschaft im Stadtgebiet als Server-, Netzwerk- und Telefonie-Knoten einzurichten. Der Standort sollte Synergien im Konzernverbund nutzen, beispielsweise im neu zu errichtenden Rechenzentrum des Städtischen Klinikums Braunschweig untergebracht werden. Alle Systeme von zentraler Funktion sind als Gruppe von zwei Instanzen mit gegenseitiger Ausfallsicherung (failover-cluster) hochverfüg-bar auszulegen. Das Städtische Klinikum Braunschweig verfolgt aktuell die im Jahr 2018 als Beispiel genannten baulichen Pläne im Bereich Rechenzentrum nicht mehr.

 

Die Wahl des Standortes wird in der Anlage zur Vorlage 20-13800 erläutert:

 

Für die weitere Digitalisierung der Verwaltung ist es erforderlich die Verfügbarkeit der Datennetze, der Datenbestände und der Fachverfahren abzusichern. Um einen hinreichenden Schutz bei Feuer, Hochwasser und Leitungsunterbrechungen bieten zu können, müssen alle relevanten städtischen IT-Systeme in zwei redundanten Instanzen an zueinander entfernten, separaten Datennetzknoten im Stadtgebiet betrieben werden.

Die bereits redundant ausgelegten Systeme sollen daher auf das Rathaus und auf einen weiteren Datennetzknoten verteilt werden. Der Standort BC III bietet sich dabei aus mehreren Gründen an: Es handelt sich um eine große Liegenschaft mit vielen Arbeitsplätzen und viel Datenverkehr, die Nutzung ist langfristig vorgesehen, sie ist hochwassersicher und räumlich entfernt vom Rathaus gelegen und bietet die Option für eine externe Einspeisung von Ersatzstrom. Das Szenario eines länger andauernden großflächigen Stromausfalls stellt an die öffentliche Daseinsvorsorge und den Bevölkerungsschutz Anforderungen, die ohne Strom für die lokalen Datennetze zukünftig sehr schwer zu erfüllen wären. Unter diesen Gesichtspunkten ist der zusätzliche Serverraum ein Baustein eines notwendigen Ausbaus für eine zukunftsfähige, betriebssichere und redundante städtische Dateninfrastruktur.

 

Zur Frage der Auslagerung an einen externen IT-Dienstleister in Form eines Hostings:

 

Die Alternative eines externen Hostings wird bei wesentlichen Änderungen an bestehenden Fachverfahren und insbesondere bei jedem neuen Fachverfahren nach der Wirtschaftlichkeit beurteilt. Die städtische IT hat mit mehreren externen IT-Dienstleistern Aufträge über Hosting abgeschlossen. Dies ist aber nicht für alle IuK-Systeme und auch nicht für alle Server wirtschaftlich.

 

Im Untergeschoss des BC III werden Systeme verortet die technisch zwingend dort verortet werden müssen (z.B. werden aus den darüber liegenden Etagen ca. 450 Glasfaser-Leitungen zusammenlaufen). Zusätzlich werden dort Komponenten verortet, die als Ausfallsicherung zu ihrem Gegenstück im Rathaus laufen (z.B. Fileserver-, Active Directory- oder Datenbank-Cluster, Netzwerk-Backbone-Switche und Komponenten der Telefonanlage).

 

 

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