Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 20-14522-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

  1. Es sollen Wege aufgezeigt werden, wie die Waschbeton-Tröge hinter der Einfahrt zur Welfenhof-Tiefgarage (Straße Höhe/Hoteleinfahrt) bepflanzt werden können, damit aus diesen "Brutalismus-Kübeln" (BZ vom 22.09.2020) Blüh- oder Grünflächen entwickelt werden, die ganzjährig zu einem positiven Binnenklima beitragen und dazu noch attraktiv ansehbar sind.

Die Kaskadenfläche der Tiefgarageneinfahrt an der Höhe befindet sich nicht in städtischem Eigentum. Es gab in der Vergangenheit bereits mehrere Kontaktaufnahmen mit den wechselnden Eigentümern, um eine Umgestaltung der Fläche in eine Grünfläche zu realisieren. Diese Gespräche verliefen aufgrund von nicht geklärten Finanzierungsfragen bisher erfolglos. Eine vor einiger Zeit vorgenommene Kostenschätzung zur Umgestaltung der Kaskaden belief sich auf 30.000 bis 40.000 € zuzüglich jährlicher Pflegekosten von 10.000 €. Die Stadtverwaltung steht bezüglich einer Begrünung der in Rede stehenden Fläche zurzeit mit dem aktuellen Eigentümer in Verbindung.

Sinnvoll, möglich und ökologisch von hoher Bedeutung wären eine intensive Dachbegrünung mit niedrigen Stauden bzw. eine Extensivbegrünung mit einer Sedum-Wildkraut-Bepflanzung, die abhängig von der Zusammensetzung ganzjährig einen positiven Einfluss auf das Mikroklima haben und Nahrungsquelle für Insekten bieten könnte. Aufgrund der Gestaltung und der exponierten Lage der Fläche wäre für eine Intensivbegrünung voraussichtlich eine Bewässerung notwendig, d. h. es müsste eine Zufuhr von Frischwasser oder durch Retentionsanlagen zurückgehaltenes Regenwasser gewährleistet sein. Bei einer Extensivbegrünung könnte ggf. auf eine regelmäßige Bewässerung verzichtet werden, sodass die Anlage kostengünstiger hinsichtlich der Anlage und der Betriebskosten wäre.

 

  1. Es soll geprüft werden, inwieweit eine Finanzierung dieses Projektes aus einem der bereits existierenden Förderprogramme der Stadt Braunschweig möglich ist.

Die Anlage einer Grünfläche ist über das städtische Förderprogramm „Ungenutzte Ressource Privatgrün: Förderung privater und gewerblicher Bauwerks- und Umfeldbegrünung“ generell bis zu 50 % förderfähig. Im Rahmen der Bezuschussung einer Dachbegrünung wäre die Förderhöhe auf max. 4.000 € beschränkt.

 

  1. Es sei eine Liste von denjenigen Örtlichkeiten in der Stadt Braunschweig zu erstellen und den zuständigen Gremien (Stadtbezirksräte und/oder Fachausschüsse) zuzuleiten, an denen mit Hilfe einer Bepflanzung das ökologische Binnenklima verbessert werden kann.

 

Die Stadt Braunschweig hat im integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Leitziele, Arbeitsfelder und Maßnahmen definiert, an denen sich die städtische Freiraumgestaltung maßgeblich orientiert. Mit der Stadtklimaanalyse liegt zudem eine Planungsgrundlage für die priorisierte Umsetzung von Maßnahmen mit stadtklimatischer Wirkung vor. Hierauf bauen u. a. das städtische Förderprogramm „Förderung privater und gewerblicher Bauwerks- und Umfeldbegrünung“ und die Auswahl von Flächen im Rahmen der Projekte „NKI: Braunschweig - integrierter Klimaschutz mit urbanem Grün. Makroklimatische Regulierung durch Pflanzen“ und „Förderung der biologischen Vielfalt in der Stadt Braunschweig“ auf. In diesem Zusammenhang wurden bereits zahlreiche Maßnahmen (z. B. Dach- und Fassadenbegrünungen, Innenhof- und Vorgartenumgestaltungen, Baumpflanzungen, Herstellung artenreicher Wiesen, Blühstreifen und Staudenpflanzungen) auf städtischen und privaten Grundstücken realisiert. Weitere Maßnahmen sind in Planung. So sollen beispielsweise die geplanten vier Kalthallen ein Gründach und verschiedene städtische Liegenschaften Fassadenbegrünungen erhalten.

Aufgrund notwendiger umfassender Recherchearbeit konnte eine Liste mit zukünftig zu begrünenden Örtlichkeiten kurzfristig nicht erstellt werden.

 

 

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